Handel im Darknet
Warnschuss nötig: Drogendealer wehren sich
Kokain
Die Drogendealer sollen bis Frühjahr 2021 mindestens zehn Kilogramm Crystal Meth, 160 Kilogramm Marihuana und kleinere Mengen Amphetamine und Kokain verkauft haben.
Foto: Marius Becker/dpa (Symbolbild)
Haßfurt – Sechs Männer und Frauen sollen in Ober- und Unterfranken im großen Stil mit Drogen gedealt haben - nun wurde Anklage gegen sie erhoben.

Den sechs Männern und Frauen wird unter anderem unerlaubtes bandenmäßiges Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vorgeworfen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag (27.09.2021) mitteilten. Sie sollen von Anfang 2020 bis Frühjahr 2021 mindestens zehn Kilogramm Methamphetamin («Crystal Meth»), 160 Kilogramm Marihuana und kleinere Mengen Amphetamine und Kokain verkauft haben.

Drogendealer im April in Haßfurt festgenommen

Im April hatte es in dem Zusammenhang vier Festnahmen im unterfränkischen Haßfurt gegeben. Dabei gaben die Ermittler zwei Warnschüsse ab, als zwei der Verdächtigen flüchten wollten. Einer von ihnen habe außerdem versucht, einem Polizeibeamten die Dienstwaffe abzunehmen. Bei Wohnungsdurchsuchungen fanden die Ermittler kiloweise Drogen, Bargeld und Schmuck.

Drei Männern und einer Frau wird nun vorgeworfen, sich ab 2020 zu einer Bande zum Drogenhandel zusammengeschlossen zu haben.

Einen Teil der Drogen sollen sie übers Darknet verkauft haben. Sie hätten auf Lieferschienen aus dem Raum Wiesbaden und Berlin zurückgegriffen. Hilfe bei Beschaffung, Lagerung und Auslieferung habe die Bande von zwei weiteren Frauen bekommen.

Die Anklage war laut den Ermittlern bereits Anfang August erhoben worden. Ein Verhandlungstermin vor dem Landgericht Bamberg steht noch nicht fest.

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