Friedenslicht in Breitbrunn
Feuer und Licht erinnern an Verpflichtung aller
Friedenslicht in Breitbrunn
Bei klirrender Kälte konnte man sich am Feuer aufwärmen.
Günther Geiling
F-Signet von Günther Geiling Fränkischer Tag
Breitbrunn – In der Welt gibt es Unfrieden und Hass. Versöhnung und Umdenken beginnen bei jedem Einzelnen, erfuhren die Menschen in Breitbrunn.

„Das Licht ist das weihnachtliche Symbol schlechthin. Mit dem Entzünden und Weitergeben des Friedenslichtes erinnern wir uns an die weihnachtliche Botschaft und an unseren Auftrag, den Frieden unter den Menschen zu leben und weiterzugeben.“ Mit diesen Worten erfolgte am Wochenende der Start zum „Friedenslicht-Stationenweg“ durch Breitbrunn, der auf großen Zuspruch von mehr als 60 Teilnehmern stieß und der unter dem Motto „Frieden – beginnt bei dir!“ stand.

Das Friedenslicht wurde am Dorfplatz weitergegeben und durch das Dorf getragen.
Das Friedenslicht wurde am Dorfplatz weitergegeben und durch das Dorf getragen.
Günther Geiling

Gemeindereferent Matthias Vetter sprach von einem guten Motto, „denn wir leben in einer sehr unfriedlichen Welt, immer wieder Gefechte in Syrien. China droht Taiwan. Das alles ist furchtbar. Aber auch in unserem Land gibt es viel Unfrieden und eine aggressive Stimmung macht sich breit.“ Frieden sei auch nicht ein Wunsch, weit weg für ein anderes fernes Land. Frieden müsse hier beginnen. „Frieden – beginnt bei dir und bei mir!“

Unfrieden in kurzen szenischen Spielen deutlich gemacht

Am Dorfplatz entzündeten die Teilnehmer ihr Friedenslicht und machten sich auf zu verschiedenen Stationen, auf denen der Unfrieden in kurzen szenischen Spielen deutlich gemacht wurde. Passend zur Fußballweltmeisterschaft gab es bei der 2. Station eine Szene, bei der ein Spieler den Ball am Fuß hat, ein anderer ihn am Trikot festhält und ihn zu Fall bringt. Der Schiedsrichter pfeift und gibt Gelb. Am Schluss reicht der foulende Spieler die Hand und hilft ihm auf.

Friedenslicht in Breitbrunn
Viele Jugendliche und Bürger schlossen sich dem Stationenweg mit dem Friedenslicht durch das Dorf an.
Günther Geiling

Immer wieder legten Sprecherinnen des „Kinder-Kirche-Teams“ in meditativen Texten aus, dass es oft Situationen gebe, in denen Menschen ganz absichtlich das Falsche tun oder etwas, was einfach nicht okay sei. Meist werde man durch das Verhalten verletzt, manchmal auch durch Worte. Das passiere nicht nur beim Sport, es passiere in der Schule und am Arbeitsplatz, im Straßenverkehr und in der Freizeit.

Der Frust der Mütter an stressigen Tagen war auch eine Friedenslicht-Station

Bei der 3. Station ging es bei zwei Müttern um Tage mit viel Stress, die gründlich danebengehen. Dann kippt am Frühstückstisch noch die Kaba-Tasse um. Die ersten Marmelade-Abdrücke sind schon im Schulheft. Dicke Luft also und die Frage, was hier zu machen sei und wie man dazu kommen könne, „dass jeder Tag ein Geschenk ist und man immer wieder Wege zu einem friedlichen Miteinander findet“.

Friedenslicht in Breitbrunn
Immer wieder wurde mit Liedern und Teten auf das Motto „Frieden – beginnt bei dir“ aufmerksam gemacht.
Günther Geiling

Bei klirrender Kälte bewegte sich der Lichterzug durch die Straßen und man war froh, an der Abschluss-Station vor der Kirche angekommen zu sein. Dort sorgte nämlich ein Feuer für Wärme und die Stelle aus dem Markus-Evangelium „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden“.

Für die Kinder gab es beim Umzug mit dem Friedenslicht einen besonderen Stempel

„Wenn du diese Zusage in dein Herz lässt, kann ein Licht in dir entstehen, das dich ganz hell macht, das in dir brennt, das nie wieder ausgeht“, machte Gemeindereferent Matthias Vetter die Wirkung deutlich. Und diese Zusage konnten vor allem die Kinder mit einem Stempel auf ihre Hand drücken. „Immer wenn heute oder in den nächsten Tagen dein Blick darauf fällt, dann erinnere dich an diese wichtige Zusage.“

Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung sorgten dann im Vorraum der Schule dafür, dass sich die Teilnehmer mit einem gemütlichen Umtrunk, Gewürzkuchen und Bratwürsten aufwärmen und auch das Gespräch in der Vorweihnachtszeit pflegen konnten.

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