Theater
Darf ein Kind wie Hitler heißen?
Darf ein Kind wie Hitler heißen? Bei der französischen kritischen Gesellschaftskomödie „Der Vorname“ tun sich Abgründe auf
Die Schauspieler Simon Brader, Anna Katharina Fleck, Tobias Wollschläger, Jens Eulenberger (von links) zeigen einen aufgeregten Diskurs – zum Vergnügen des Publikums.
Foto: Robert Pflanz
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Haßfurt – Bei der französischen kritischen Gesellschaftskomödie „Der Vorname“ tun sich Abgründe auf. Gespielt wird am 4. Oktober in der Haßfurter Stadthalle.

Wortwitz und Dialoge in der besten Tradition der französischen kritischen Gesellschaftskomödie treiben in diesem Stück atemlos eine Handlung voran, die bei aller Komik auch manchen ahnungsvollen Blick in die Abgründe der Figuren erlaubt: Am Dienstag, 4. Oktober, um 20 Uhr gastiert das Ensemble des Theaters Schloss Maßbach – Unterfränkische Landesbühne in der Haßfurter Stadthalle mit der Komödie „Der Vorname“ von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière.

Darf ein Kind wie Hitler heißen? Bei der französischen kritischen Gesellschaftskomödie „Der Vorname“ tun sich Abgründe auf
Ensemble des Theaters Schloss Maßbach – Unterfränkische Landesbühne mit Eulenberger, Fleck, Brader, Woll (von links)
Foto: Robert Pflanz

In der Inszenierung von Rolf Heiermann spielen Simon Brader, Jens Eulenberger, Anna Katharina Fleck, Anna Schindlbeck und Tobias Wollschläger. Die Bühne gestaltete Peter Picciani, die Kostüme sind von Jutta Reinhard.

Darf ein Kind wie Hitler heißen? Bei der französischen kritischen Gesellschaftskomödie „Der Vorname“ tun sich Abgründe auf
Das Ensemble des Theaters Schloss Maßbach – Unterfränkische Landesbühne spielt am 4. Oktober in der Stadthalle in Haßfurt.
Foto: Robert Pflanz

Man kann ja über alles reden. Ein gemütlicher Abend soll es werden auf der schlicht und stilvoll eingerichteten Terrasse des Literaturprofessors Pierre Garaud und seiner Frau Elisabeth. Nur Freunde und Familie sind zu Gast. Für Vincent, einen begnadeten Selbstdarsteller, ist die Runde zu friedlich. Um für „Stimmung“ zu sorgen, enthüllt er den fassungslosen Freunden den geplanten Vornamen seines noch ungeborenen Sohnes: Adolphe.

Darf ein Kind wie Hitler heißen? Bei der französischen kritischen Gesellschaftskomödie „Der Vorname“ tun sich Abgründe auf
„Der Vorname“ heißt das Stück, das am 4. Oktober in der Stadthalle in Haßfurt gespielt wird.
Foto: Robert Pflanz

Die Debatte um die Frage, ob man sein Kind nach Hitler benennen darf, ist nur der erste Härtetest für die Regeln zivilisierter Kommunikation. Denn die Jugendfreunde Pierre und Vincent sind nun in der Laune, sich endlich einmal ein paar Wahrheiten zu sagen, die man im Interesse eines gedeihlichen Zusammenlebens besser verschweigen würde.

Darf ein Kind wie Hitler heißen? Bei der französischen kritischen Gesellschaftskomödie „Der Vorname“ tun sich Abgründe auf
Zu Eulenberger, Fleck, Wollschläger, Brader (von links) kommt bei dieser Szene Anna Schindlbeck (rechts hinzu).
Foto: Robert Pflanz

Bis sich herausstellt, dass nicht nur in der Weltgeschichte, sondern auch in der jüngsten Familiengeschichte Sprengstoff lagert. Elisabeths und Vincents Mutter Françoise kommt in einer Weise ins Spiel, die sich niemand hat träumen lassen.

Darf ein Kind wie Hitler heißen? Bei der französischen kritischen Gesellschaftskomödie „Der Vorname“ tun sich Abgründe auf
Ensemble des Theaters Schloss Maßbach – Unterfränkische Landesbühne, hier mit Brader, Eulenberger, Schindlbeck (von links)
Foto: Robert Pflanz

Karten gibt es im Vorverkauf bei der Tourist-Information, Hauptstraße 9, in Haßfurt, Telefon: 09521/ 688-300 oder an der Abendkasse.

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