Besucherandrang
Sie kamen in Haßfurt zusammen, um zu feiern
Das erste Straßenfest in Haßfurt nach der Corona-Pandemie mit Spezialitäten und viel Musik
Großer Andrang herrschte auf dem Marktplatz zur Eröffnung am Freitag.
Foto: Christian Licha
F-Signet von Christian Licha Fränkischer Tag
Haßfurt – Das erste Straßenfest in Haßfurt nach der Corona-Pandemie: Hauptstraße, Brückenstraße und Marktplatz verwandelten sich zur Festmeile.

Mit viel Sonnenschein startete am Freitag das 43. Haßfurter Straßenfest. Um 14 Uhr setzte sich an den beiden Startpunkten am Oberen Turm und Unteren Turm jeweils ein kleiner Festzug in Gang.

Das erste Straßenfest in Haßfurt nach der Corona-Pandemie mit Spezialitäten und viel Musik
Auch in der Hauptstraße waren zahlreiche Zuschauer bei den Tanzvorführungen.
Foto: Christian Licha

Angeführt von der Stadtkapelle Haßfurt und dem Musikverein Wülflingen fieberten die vielen Jungen und Mädchen der Kindergärten aus Haßfurt und den Stadtteilen der Eröffnung entgegen.

Das erste Straßenfest in Haßfurt nach der Corona-Pandemie mit Spezialitäten und viel Musik
Der kuschelige THW-Löwe machte Werbung für das Ehrenamt.
Foto: Christian Licha

Begleitet wurden sie von Bürgermeister Günther Werner, Stephan Schneider, dem Vorsitzenden des Straßenfest-Fördervereins, zahlreichen Stadtratsmitgliedern und nicht zuletzt einer Abordnung aus der französischen Partnerstadt Pierrelatte mit ihrem Bürgermeister Alain Gallu.

Das erste Straßenfest in Haßfurt nach der Corona-Pandemie mit Spezialitäten und viel Musik
An diesem Stand konnte man seine Fähigkeiten beim Boxen unter Beweis stellen.
Foto: Christian Licha

So richtig schön sollte es werden, das erste Straßenfest nach der Corona-Pandemie. Und das war es auch! Hauptstraße, Brückenstraße und Marktplatz verwandelten sich zur Festmeile mit allerlei Attraktionen, Musik für jeden Geschmack und natürlich auch kulinarischen Köstlichkeiten in zahlreichen Variationen.

Das erste Straßenfest in Haßfurt nach der Corona-Pandemie mit Spezialitäten und viel Musik
Der Lions Club Haßberge bot an seinem Stand wieder die leckeren Pofferjes an.
Foto: Christian Licha

Der Klassiker schlechthin wird wohl wieder einmal Zwiebelkuchen und Federweißer gewesen sein. Aber auch Bratwurst, Pizza, Flammkuchen & Co. waren sehr beliebt.

Die französischen Freunde Haßfurts aus Pierrelatte präsentierten ihre Spezialitäten

Wer lieber etwas Süßes wollte, hatte mit Waffeln, Crêpes, Pofferjes und vielem mehr eine reichhaltige Auswahl. Ganz im Zeichen der Partnerstadt Pierrelatte stand der gleichnamige Platz vor der Post am Oberen Turm. Mit noch mehr Auswahl als in den Jahren vor Corona präsentierten hier die französischen Freunde Haßfurts mit Schinken, Käse, Wein und vielem mehr die Spezialitäten ihrer Heimat.

Das erste Straßenfest in Haßfurt nach der Corona-Pandemie mit Spezialitäten und viel Musik
Hoch hinaus ging es für die Jüngsten auf dem Marktplatz.
Foto: Christian Licha

Um die Sprachbarrieren zu überwinden, halfen die Mitglieder des Freundeskreises Haßberge-Tricastin. Dessen Ehrenvorsitzender Kurt Sieber war beispielsweise im Stand eines französischen Winzers und brachte so die vielfältige Welt des Weines aus Südfrankreich ein Stück näher an die Gaumen der Menschen aus dem Haßbergkreis.

Das erste Straßenfest in Haßfurt nach der Corona-Pandemie mit Spezialitäten und viel Musik
Aus der Partnerstadt Pierrelatte war erstmalig zwei Kunstschmiede auf dem Straßenfest zu Gast und zeigten den Besuchern ihr Handwerk.
Foto: Christian Licha

Ein besonderer Hingucker waren die beiden Kunstschmiede aus Pierrelatte, nämlich Vater und Sohn, die an praktischen Beispielen ihr Handwerk vorführten. Bürgermeister Günther Werner zeigte sich besonder stolz über ein Vorhaben, das die beiden Handwerker in die Tat umsetzten.

Das erste Straßenfest in Haßfurt nach der Corona-Pandemie mit Spezialitäten und viel Musik
Diesen Hasen fertigten die beiden Kunstschmiede aus Pierrelatte an den beiden Festtagen an und überreichten ihn am Samstagabend Bürgermeister Günther Werner, der dafür einen Ehrenplatz im Rathaus versprach.
Foto: Christian Licha

An den zwei Festtagen fertigten sie nämlich einen schmiedeeisernen Hasen und überreichten diesen am Samstagabend dem Haßfurter Stadtoberhaupt. „Der Hase wird einen Ehrenplatz im Rathaus bekommen“, freute sich Werner über das Unikat.

Das erste Straßenfest in Haßfurt nach der Corona-Pandemie mit Spezialitäten und viel Musik
Käse, Schinken, Wein und andere kulinarische Köstlichkeiten aus Frankreich, konnte man an den Ständen der Händler aus Pierrelatte genießen.
Foto: Christian Licha

„So habe ich Haßfurt noch nie gesehen“, sagte eine junge Frau aus Bamberg, nachdem sie den Oberen Turm mit seinen 132 Stufen erklommen hatte und bei Kaffee und Kuchen von den Pfadfindern im obersten Stockwerk die Aussicht über die Kreisstadt genießen konnte. Unten im Getümmel der Hauptstraße zeigten sich beispielsweise drei Wonfurter begeistert vom Haßfurter Straßenfest. „Hier gibt’s einfach alles, was man braucht“, sagte Chris Hilbert und ihre Begleiter Egon und Birgit Vogt stimmten ihr zu: „Das Angebot ist toll, aber am wichtigsten ist für uns, dass wir endlich wieder einmal Leute treffen, die wir schon jahrelang nicht mehr gesehen haben. Endlich geht es wieder normal zu nach der Corona-Zeit.“

Das erste Straßenfest in Haßfurt nach der Corona-Pandemie mit Spezialitäten und viel Musik
Leckere, frische Waffeln gab es bei den Pfadfindern.
Foto: Christian Licha

Erstmalig beim Haßfurter Straßenfest gab es auch ein kleines Bierzelt, in dem nur Blasmusik präsentiert wurde. Im ehemaligen Hof der Brauerei Hiernickel am Unteren Turm sorgten die Stadtkapelle Haßfurt, die Sterzelbacher Musikanten aus Prappach, die Heimatkapelle Ziegelanger, die Höreder Dorfmusikanten, die Bläserklasse, das Jugendblasorchester, der Musikverein Wülflingen und die Blaskapelle Buch zusammen mit Aktiven aus Sailershausen für beste Unterhaltung.

Das erste Straßenfest in Haßfurt nach der Corona-Pandemie mit Spezialitäten und viel Musik
„Endlich wieder Straßenfest“, freuen sich (von links) Chris Hilbert, Egon Vogt und Birgit Vogt aus Wonfurt.
Foto: Christian Licha

Bewirtschaftet wurde der Platz von der Kulmbacher Brauerei, die auch eine Schaubrauerei dabei hatte, sowie von der Stadtkapelle Haßfurt mit Grillspezialitäten. Georg Hiernickel von der Kulmbacher Brauerei zeigte sich glücklich: „Dafür, dass das erste Mal hier ein reines Blasmusik-Programm stattfindet, ist es sehr gut besucht.“ Besonders auch viele junge Leute waren zu Gast im Zelt und im Biergarten.

Das erste Straßenfest in Haßfurt nach der Corona-Pandemie mit Spezialitäten und viel Musik
Zum ersten Mal gab es am Straßenfest ein Zelt, in dem ausschließlich Blasmusik präsentiert wurde, wie hier zum Beispiel von der Heimatkapelle Ziegelanger mit ihrem Dirigenten Ernst Ullrich (Dritter von links).
Foto: Christian Licha

Mit Dance, Black Music und Discoperlen begeisterten die „Chicolores“ am Freitagabend auf dem vollen Marktplatz das Publikum. Eine unter den vielen Hundert Menschen war zum Beispiel Heike Scheuring aus Sand. Zusammen mit einer Freundin genoss sie das musikalische Erlebnis: „Ich war schon bei 15 Konzerten der ,Chicolores‘ und habe dazu halb Franken besucht. Die sind einfach Spitze.“

Das erste Straßenfest in Haßfurt nach der Corona-Pandemie mit Spezialitäten und viel Musik
Hülle & Chuck hatten am Samstag ihren Auftritt auf der Marktplatzbühne und ließen es dabei sogar Styroporkügelchen ein bisschen schneien.
Foto: Christian Licha

Im Gegensatz dazu fiel der Auftritt der Band „Dr. Feelgood“ am Samstagabend sprichwörtlich ins Wasser, weil sich Starkregen über Haßfurt ergoss. Ein bisschen mehr Glück mit dem durchwachsenen und recht kühlen Wetter hatten am Samstagnachmittag Hülle & Chuck mit ihrer Band „Schabernack“. Die Comedy-Band aus Oberschwappach mit ihren beiden Frontmännern und Aushängeschildern Christian Hülz (Hülle) und Thomas Klug (Chuck) hatte Glück, denn vom Himmel her blieb es trocken. Mit selbst komponierten Werken in fränkischer Mundart haben Hülle & Chuck zusammen mit ihrem „Trommelschlumpf“ Manuel Wondra, „Fernando“ Christian Schertel (Gitarre), Tobias Hümpfner (Keyboard) und „Sax-Max“ Max Schmidt (Saxofon) seit dem ersten Auftritt im Jahr 2008 eine große Fangemeinde. Deren Lachmuskeln wurden auch jetzt am Straßenfest wieder einmal überstrapaziert.

Hülle & Chuck sind beim Straßenfest in Haßfurt wieder ultralustig

Immer mehr füllte sich der Marktplatz während des knapp dreistündigen Auftrittes. Wie es ihre Art so ist, sagten Hülle & Chuck augenzwinkernd: „Zum Glück war das Wetter nicht so gut, sonst hätten die Leute gar nicht alle auf den Marktplatz gepasst.“

Auch Bürgermeister Günther Werner schaute sich den Auftritt an und sagte: „Man hat förmlich gemerkt, dass sich Hülle und Chuck und die Band auf ihr Publikum gefreut haben.“ Auch die Jüngsten zeigten sich begeistert und so stürmten viele Kinder regelrecht die Bühne für ihren Auftritt, den Hülle & Chuck versprochen hatten. Zwei Lieder durften sich die Youngster wünschen und so wurden das Fliegerlied und der „verbotene“ Kultsong „Layla“ regelrecht zelebriert. „Nächstes Jahr kommen wir wieder, wenn uns Haßfurt wieder haben will“, lautete der Schlusstenor der in ihrer Art einmaligen Band.

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