Großer Erfolg
Ebelsbacher Fußballtraum ist wahr geworden
Viel Anerkennung und Beifall erhielt die Siegermannschaft für ihren Aufstieg in die Bezirksliga.
Viel Anerkennung und Beifall erhielt die Siegermannschaft für ihren Aufstieg in die Bezirksliga.
Foto: Günther Geiling
Ebelsbach – Der SV Rapid ist in die Bezirksliga aufgestiegen. Warum auch das Glück für die 1. Ebelsbacher Mannschaft eine Rolle gespielt hat.

„Der Aufstieg unserer 1. Fußballmannschaft in die Bezirksliga ist für alle Beteiligten der größte sportliche Erfolg ihrer Laufbahn. Damit ist der SV Rapid Ebelsbach nun die dritte Macht im Fußball im Landkreis Haßberge und vor uns stehen nur der FC Sand und die DJK Dampfach. Ich hoffe, das wird möglichst lange halten.“ Dies betonte der Vorsitzende des SV Rapid Ebelsbach Helmut Zirnsak bei der Meisterschaftsfeier im Bürgersaal vor zahlreichen Gästen.

Vorsitzender Zirnsak sprach jedem Einzelnen, der zu diesem Erfolg beigetragen hat, die herzlichsten Glückwünsche aus, denn jeder dürfe auf diesen Erfolg stolz sein. Er habe zwar nicht vom Aufstieg geträumt, weil man daran auch nicht gedacht habe. Aber in den letzten Jahren sei er immer greifbarer und realistischer geworden. Jetzt habe man allen Grund zu feiern. „Glück gehört zu jedem sportlichen Erfog dazu, aber in dieser Saison hatten wir etwas mehr Glück“, gestand er ein.

„Das Torwarttor in der letzten Minute, das war Glück. Auch der 1:0 Sieg in Haßfurt mit einem verwandelten Elfmeter war Glück, nachdem die Haßfurter zuvor selbst einen Elfmeter verschossen haben. Glück gehört dazu und dafür muss man sich auch nicht schämen. Um Glück zu haben, muss man immer auch etwas mehr Glück haben als die anderen.“

„Für SV Rapid ist dieser erstmalige Aufstieg in die Bezirksklasse einer der ganz besonderen Höhepunkte der Vereinsgeschichte“

„Für SV Rapid ist dieser erstmalige Aufstieg in die Bezirksklasse einer der ganz besonderen Höhepunkte der Vereinsgeschichte.“ Diese Aussage stehe ihm in seiner 30-jährigen Funktion als Vorstand zu. Alle Ältestenmitglieder sähen dies genauso. Der Bezirksliga-Aufstieg sei auch kein normaler Aufstieg gewesen, denn man sei nicht als Meister und auch nicht über die Relegation aufgestiegen, sondern über ein Regelwerk des Bayerischen Fußballverbandes.

Dem Bayerischen Fußballverband gab er dabei aber mit auf den Weg: „Gebt den Vereinen wie dem SV Rapid Ebelsbach, die sich ausschließlich über bodenständigen Fußball definieren, eine Chance!“ Man habe sich den Aufstieg auch nicht mit Geld erkauft, sondern habe alles dafür getan, eine Chance genutzt und es sich auch sportlich verdient.

Was jetzt die Folgen des Aufstiegs in die Bezirksliga für den SV Rapid Ebelsbach sind

Vorsitzender Zrinsak gab bei seinem Blick in die Zukunft auch zu bedenken, dass die Bezirksliga gesteigerte Anforderungen für den Verein und die Mannschaft mit mehr Training, größeren Fahrten oder steigenden Schiedsrichterkosten bringe. Alles sei neu und anders, „ein bisschen Bammel habe ich schon“, aber man wolle die Mannschaft weiterhin unterstützen, auch vom Förderverein.

„Ziel muss es sein, die Klasse zu erhalten und Erfahrungen zu sammeln. Niemand sollte sich hängen lassen, wenn es die eine oder andere Niederlage gibt.“ Er überbrachte die Glückwünsche von anderen Mannschaften wie den „Preppicher Füchsen“, aber keinen Glückwunsch vom Patenverein.

Bürgermeister Martin Horn gratulierte namens der Gemeinde. „Die Investition in den Fußballplatz hat sich rentiert, auch wenn man solche Erfolge nicht monetär messen kann.“ Glück gehöre dazu, aber es heiße auch „Glück gehört den Fleißigen und ihr habt fleißig dafür gearbeitet. Diesen Fleiß braucht ihr auch für die weiteren Erfolge. Von der Gemeinde könnt ihr dabei immer meine Unterstützung erwarten.“

Kapitän Jamar Eleby (links) bedankt sich bei dem erfolgreichen Trainer Luca Hornung mit einem „Weißen Hahn“ aus Porzellan, dem Wahrzeichen des SV Rapid.
Kapitän Jamar Eleby (links) bedankt sich bei dem erfolgreichen Trainer Luca Hornung mit einem „Weißen Hahn“ aus Porzellan, dem Wahrzeichen des SV Rapid.
Foto: Günther Geiling

Auch Trainer Luca Hornung bedankte sich für das vergangene Jahr, „denn wir haben Geschichte geschrieben und ich freue mich, dass ich dabei sein durfte. Dabei sind wir von Woche zu Woche immer mehr zu einer Einheit als Mannschaft und wir sind auch Freunde geworden.“ 35 Spieler habe er in der Saison eingesetzt. Ausschlaggebend für den Erfolg sei einerseits gewesen, dass man eine frühere Rapid-Krankheit abgelegt und es geschafft habe, die Leistung abzurufen, die man einstudiert hatte. „Wir haben den Schwung der Vorwochen mitgenommen und Spiele verdient gewonnen.“ Für jeden Spieler präsentierte er dann einen Satz mit dessen besonderen Eigenschaften.

Jamar Eleby präsentierte sich dann mit Kapitänsmütze als „Kapitän der geilsten Mannschaft der Welt“, zeigte einige Meilensteine aus den Spielen der Saison auf und dankte auch allen Zuschauern für ihre bedingungslose Liebe.

Ein Blick auf den SV Rapid Ebelsbach von der Gründung 1948 bis zum Höhepunkt des Aufstiegs

Moderator Florian Mantel erinnerte schließlich an die Gründung des Vereins im Jahr 1948 und seine Entwicklung bis zu diesem Höhepunkt des Aufstiegs in die Bezirksklasse. Großen Anteil an diesem Erfolg habe auch Abteilungsleiter Marcel Gläser, der krankheitshalber nicht anwesend sein konnte. Er vergaß aber auch nicht, die Spielerfrauen zu erwähnen, „denn ohne ihre Akzeptanz wäre dieser Erfolg nicht gewesen.“ Alle waren dann eingeladen zu einem Abendbankett, bei dem der Aufstieg noch einmal gebührend gefeiert wurde.

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