Schülerwettbewerb
Die coolsten Lockdown-Erlebnisse der Schüler
Der „Corona-Virus“ von Lukas Grosser zeigte auf seiner Oberfläche auch, dass Grillen, Spielplätze und die schöne Weihnachtszeit voll Laune gemacht haben.
Der „Corona-Virus“ von Lukas Grosser zeigte auf seiner Oberfläche auch, dass Grillen, Spielplätze und die schöne Weihnachtszeit voll Laune gemacht haben.
Foto: Günther Geiling
Eltmann – Beim Projekt „Meine coolsten Lockdown-Erlebnisse“ haben 45 Schüler vielseitige und kreative Ideen eingereicht.

Corona und Lockdown bereiteten Schülern und Lehrern im vergangenen Jahr nicht immer Spaß. Dennoch gab und gibt es in dieser Zeit tolle und einzigartige Momente oder Dinge. Mit ihren „coolsten Lockdown-Erlebnissen“ bewarben sich Schüler der „Georg-Göpfert-Mittelschule“ Eltmann bei einer „Challenge“. Den Hauptpreis gewann dabei Lucas Kaudelka, Breitbrunn, aus der Klasse 8g mit seinem Film über den „Zusammenhalt in der Familie“.

Die Schule und die Lehrer bemühten sich immer wieder, in dieser nicht einfachen Zeit zwischen all dem Homeschooling-Stress abwechslungsreiche und schöne Momente für ihre Schüler zu schaffen. Und dabei waren sie auch gespannt, wie ihre Schüler diese Zeit außerhalb der Schulaufgaben nutzten angesichts der Hygienebestimmungen mit Abstand halten.

Es reifte die Idee zu einem Wettbewerb „Mein coolstes Lockdown-Erlebnis“, der im Februar ausgeschrieben wurde mit Abgabefrist am 15. März. „Stell dein coolstes, bestes, beeindruckendstes, nachhaltigstes, außergewöhnlichstes, spannendstes, herausragendstes Erlebnis während des Lockdowns seit März 2020 dar. Das kann eine ganz neue Erfahrung sein oder eine Aktivität, die du zum ersten Male gemacht und erlebt hast, oder es kann ein besonderer Mensch sein, mit dem dich etwas Außergewöhnliches verbindet. Hauptsache, es hat voll Laune gemacht!“ Dies konnte in Form einer Fotostory oder Fotocollage geschehen, als Skulptur oder Selbstgebautes, als farbenfrohes Gemälde oder auch als Videoclip oder Trailer.

Rektor Raimund Willert zeigte sich von dem Echo und Interesse unter den Schülern zu diesem Wettbewerb total überrascht. „Schon am zweiten Tag gingen die ersten Arbeiten ein, dann wurden es immer mehr und zwei Klassen beteiligten sich sogar mit einer gemeinsamen Corona-Challenge. Schließlich haben 45 Schüler teilgenommen mit ganz unterschiedlichen Ideen. Wir waren begeistert, wie unterschiedlich und vielfältig die Bewerbungen waren.“

Dass so viele mitmachten, habe die Erwartungen weit übertroffen und es sei auch schön gewesen, dass bei dieser Challenge der „Georg-Göpfert-Mittelschule“ alle Klassen vertreten waren. „Aus den unterschiedlichen Bewerbungen und Dingen konnten wir wirklich entnehmen, dass ganz viele Schüler diese Zeit aus einer ganz anderen Perspektive betrachtet haben und dabei vieles auch als gut angesehen wurde.“ Dies hatten sie in Bilder und vor allem Filme verpackt. Zum größten Teil waren es Spots und Videos, die zwischen 30 Sekunden und 15 Minuten dauerten und die für die Jury eine Gesamtspieldauer von über 2 Stunden ausmachten.

Breit gefächerte Themenpalette

Die Jury habe insbesondere als Kriterien angelegt, wie ideenreich original und aufwendig die Arbeit war und ob damit auch eine Message verkündet wurde. „Alle waren begeistert von diesem wahnsinnig tollen Projekt, bei dem eure Arbeiten und die Darstellung der Corona-Monate gezeigt haben, wie verletzbar wir sind und was für unser aller Zukunft wichtig ist: Gemeinschaft, Kreativität und Zuversicht. Wir sind stolz auf euch, mit wie viel Liebe zum Detail ihr zurückgeblickt und das Positive in all dem Ungewissen erkannt habt,“ betonte Rektor Raimund Willert im Auftrag der Jury, die aus Elternbeiratsvorsitzendem Frank Hemmerich und Beate Wiemann, der Vorsitzenden des Fördervereins Melanie Koch, Bürgermeister Michael Ziegler und stellvertretender Schulleiterin Marion Krines bestand.

Die Themenpalette der eingereichten Arbeiten spannte einen weiten Bogen vom Iglubau über Tiererlebnisse mit Hund, Katze und der Hasenzucht bis zu Hinterglasmalerei sowie Malen und Zeichnen, um Depressionen zu begegnen. Auch an praktischen Dingen versuchten sich Schüler mit Umbauarbeiten daheim oder Gartengestaltung mit Hochbeet, einem Teich oder einem Unterstand. Lea Oberreuter zeigte, wie sie mit ihrem Vater ein modernes Vogelhaus gebastelt hatte, bei dem man über Plexiglas sogar Einblick in den Besuch der Vögel erhielt. Ganz besondere Erlebnisse oder Erfahrungen waren auch der Besuch beim Vater, besondere Familienurlaube oder auch eine „Liebeserklärung an die Freundin auf Eis geschrieben“.

Mehr Zeit mit der Familie

Den Hauptpreis, ein Handy, gesponsert vom Förderverein, gewann Lucas Kaudelka mit seinem Film über die Lockdownzeit in der Familie, in dem er viele Erlebnisse des Jahres Revue passieren ließ. In den zahlreichen Passagen kam immer wieder zum Ausdruck, wie wichtig die Familie ist und die Zuversicht, dass es weitergeht. „Wir sind zusammen“, „kommt lasst uns alles miteinander teilen“ oder „zusammen schaffen wir es durch diese schwierige Zeit“ waren dabei immer wieder nachdenkliche Wort des 14-jährigen Lucas, der auch meinte, „statt mit Freunden habe ich meine Zeit mit meinem dreijährigen Bruder Max und meiner Familie verbracht“. „Mehr Zeit mit der Familie und nicht so früh aufstehen“, sah Lucas als sehr positive Zeichen in der Corona-Krise, während er die Maskenpflicht und die Angst anzustecken schon als sehr negativ ansah. „Keine Probleme hatte ich mit den Videokonferenzen und über Video unterhielt ich mit sogar mit meinem Freund.“ Stv. Schulleiterin Krines ergänzte – „und wir haben damit einen Blick durch das Schlüsselloch in die Familie Kaudelka bekommen.“

Sonderpreise für die teilnehmerstärksten Klassen erhielten mit einem gesponserten Pausenführstück des Elternbeirates die Klassen 8g und 6g. Dabei hatte die Klasse 8g für ihren gemeinsamen Corona-Challenge-Beitrag den Monat Februar sogar in „FITuary“ umbenannt mit der Zielvorgabe, täglich mindestens 1,5 km zu laufen und damit 714 Kilometer an Laufstrecke zu erreichen. „Tatsächlich sind am Ende aber 1892,56 Kilometer zusammengekommen. Das wäre einmal an die Toscana und zurück oder zweimal nach Hamburg und zurück“, stellte Rektor Willert diese Leistung bildlich dar

Weitere Preisträger:

Auflistung Den Hauptpreis gewann Lucas Kaudelka, 8g (Film), 2. Preis: Lukas Bäuerlein, 9g (Bluetooth-Lautsprecher); 3. Preis: Jan Simon, 7a (Freikarten für Schwimmbad), Klassensieger 6. Jahrgang: Lea Oberreuter und Klassensieger 5. Jahrgang: Lukas Grosser (je Gutschein Wallburg).