Bildung
Frische Lehrkräfte für den Landkreis
Die neuen Lehramtsanwärter (vordere zwei Reihen) kommen an verschiedenen Grund- und Mittelschulen des Landkreises zum Einsatz. Für einige wird damit ihr  beruflicher Traum  wahr.
Die neuen Lehramtsanwärter (vordere zwei Reihen) kommen an verschiedenen Grund- und Mittelschulen des Landkreises zum Einsatz. Für einige wird damit ihr beruflicher Traum wahr.
Foto: Günther Geiling
F-Signet von Günther Geiling Fränkischer Tag
LKR Haßberge – 17 junge Frauen und ein Mann kommen neu an die den Grund- und Mittelschulen. Ihre Motive für die Berufswahl unterscheiden sich.

Auch für Schulamtsdirektorin Claudia Schmidt war es ein besonderer Moment: „Mit dem heutigen Tag treten Sie ein zweites Mal in die Schule ein, nur nicht mehr auf Seiten der Schülerschaft, sondern auf der anderen Seite − der des Lehrkörpers. Wir freuen uns sehr über ihr Kommen. Es ist alljährlich ein von beiden Seiten mit Spannung erwarteter Augenblick, den pädagogischen Nachwuchs der Öffentlichkeit vorstellen zu können.

Sie haben auf jeden Fall einen der schönsten Berufe gewählt, den man ergreifen kann.“ Der Anlass ihrer Worte: Die Vorstellung und Vereidigung der 17 Lehrerinnen und des 1 Lehrers, die ihren Dienst als Lehramtsanwärter an den Grund- und Mittelschulen des Landkreises Haßberge aufnehmen.

Unterschiedliche Motivationen

„Ab heute wollen wir mit Ihnen ein Stück des weiteren beruflichen Werdegangs gehen. Der Weg wird das Ziel sein. Gehen sie den Weg nach Ihrem eigenen Rhythmus und haben sie auch Geduld mit sich“, sagte Schmidt. Anschließend stellten sich die neuen Lehrer vor. Einige kommen aus dem Landkreis, aber auch aus Richtung Coburg oder Bamberg führt sie der Weg in den Landkreis Haßberge.

Interessant war dabei auch die Begründung zu ihrem Berufsziel. „Ich hatte schon in der Grundschule den Wunsch, einmal Lehrerin zu werden“, hörte man von einigen jungen Frauen. Andere sahen in ihrer Wahl einen „abwechslungsreichen Beruf“ und hatten schon als Übungsleiter in Verein, im Sport oder in Projekten mit Kindern gearbeitet.Andere äußerten ihren Spaß mit Kindern zu arbeiten, ihnen zu zeigen, wie schön Schule sein kann oder auch mit ihnen einen guten Grundstein für ihre Leben zu legen.

„Wir freuen uns auf Sie“

Auch Landrat Wilhelm Schneider hieß die Lehramtsanwärter herzlich willkommen: „Wir freuen uns auf Sie und nehmen Sie mit offenen Armen auf. Hoffentlich werden Sie sich hier wohlfühlen und neben Ihrer Arbeit auch die Vorzüge unseres wunderschönen Landkreises genießen können.“ Vor sieben Jahren sei der Landkreis mit dem Qualitätssiegel „Bildungsregion“ ausgezeichnet worden und seit April 2020 dürfe er sich außerdem „digitale Bildungsregion“ nennen.

„Darauf sind wir stolz, denn Bildung gehört zu den kostbarsten Gütern, die wir, die erwachsene Generation, unseren Kindern und Enkeln mitgeben können. Es ist eine sehr verantwortungsvolle, aber auch eine äußerst schöne Aufgabe, die Sie sich als künftigen Beruf ausgesucht haben. Gehen sie mit ganzer Kraft daran, unsere jungen Menschen auf die Zukunft vorzubereiten. Wir im Landkreis freuen uns immer über neue Innovationen und über frischen Wind.“

Vergleich mit der Einschulung als Kind

Claudia Schmidt zog anschließend einen Vergleich: „Die Spannung auf Ihr neues Berufsumfeld mit neuen Regeln wird nicht minder groß sein als damals, als Sie erstmals mit Zahnlücken ein Schulgebäude betreten haben. Für Sie ereignet sich also heute durchaus Besonderes.“

Berufliche Zufriedenheit würden sie aus vielen Momenten und Begegnungen ziehen, in denen sie verspürten, dass Kinder erfolgreich lernen, sich entwickeln, in der Schule wohlfühlten sowie den Weg hinaus ins Leben wagen. Mit der Ernennungsurkunde und dem Eid übertrage der Staat ein öffentliches Amt und auch die Gesellschaft erwarte professionelles Unterrichten und Erziehen.

Motivation und Engagement

Dabei verwies sie auf eine Befragung der Bertelsmann-Stiftung, was man von einem guten Lehrer erwarte und nannte „Gerechtigkeit und Fairness, Fachwissen, Motivation und Engagement, Begeisterungsfähigkeit, Belastbarkeit und Aufgeschlossenheit für alles“.

Claudia Schmidt ergänzte, dass man die eigenen Talente und Leidenschaft einsetzen solle und wünschte „Offenheit für alles Neue, Kreativität und Mut, eine positive Grundhaltung sowie starke Nerven und Humor.“

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