Tourismus
Fünf neue Gästeführer für Haßfurt
Sie sind die neuen Gästeführer der Stadt Haßfurt (von links): Norbert Geier, Lilo Vogt, Wolfgang Schmitt, Ausbildungsleiter Thomas Schindler, Dorothea Lauerbach, Sabine Temmink und Ausbildungsleiter Wolfgang Jäger.
Sie sind die neuen Gästeführer der Stadt Haßfurt (von links): Norbert Geier, Lilo Vogt, Wolfgang Schmitt, Ausbildungsleiter Thomas Schindler, Dorothea Lauerbach, Sabine Temmink und Ausbildungsleiter Wolfgang Jäger.
Foto: Silke Brochloß-Gerner
Haßfurt – Haßfurt möchte den Besuchern etwas bieten. Jetzt wurden Gästeführer ausgebildet, die auch Touristen aus dem Ausland informieren können.

Sieben Jahre nach der letzten Ausbildung hat die Stadt in einer sechswöchigen Ausbildung fünf neue Gästeführer gewinnen können. Aufgrund der vielen Anfragen und im Hinblick auf eine Erweiterung des bisherigen Angebots ist die Stadt Haßfurt auf stets mehrere, flexibel einsetzbare Gästeführer angewiesen.

Stadtgeschichte und wichtige Künstler sind den neuen Gästeführern vertraut

Zum Repertoire gehören die wichtigsten Sehenswürdigkeiten mit Hintergrundinformationen, einige der neuen Gästeführer können auch in Englisch, Niederländisch und Italienisch führen.

In der Ausbildung ging es um Stadtgeschichte, Themenblöcke zu den Kirchen und Profanbauten der Stadt sowie wichtigen Künstlern wie Tilman Riemenschneider oder Anton Rückel und Hintergrundinformationen zu Altstadt und Altstadtsanierung. Die Ritterkapelle als Wahrzeichen bildete mit den anderen Kirchen einen Schwerpunkt.

Ausbilder waren Wolfgang Jäger (Kreisheimatpfleger) und Thomas Schindler (Archivar), beide vom Historischen Verein Haßberge. Die Methodik mit praktischen Beispielen an Haßfurtern Gebäuden übernahm Marie-Hortense Schön. Zwei öffentliche Veranstaltungen griffen ebenfalls wichtige Themen auf: Wolfgang Jäger sprach über die „Akeleischwestern“, eine der frühesten Zusammenschlüsse adeliger Damen im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, deren letzte Königin ihr Grab in der Haßfurter Ritterkapelle hat.

Der fürstbischöfliche Baumeister Joseph Greissing spielte für die Geschichte Haßfurts eine große Rolle

Johannes Mack, Kunsthistoriker und Forscher referierte über das Leben und Werk des fürstbischöflichen Baumeisters Joseph Greissing, der für die Geschichte Haßfurts und die Kunstlandschaft des Hochstifts Würzburg eine prägende Rolle spielte.

Die jüdische Geschichte der Stadt brachte Thomas Schindler als Fachmann für Judaistik näher. Das heutige Haßfurt mit Industriegebiet, Schulen, Erlebnisbad, Hafen und Flugplatz gehörte auch zur Ausbildung; ebenso eine halbtägige Bustour durch die Stadtteile – bald können Führungen über die klassische Altstadtführung hinaus angeboten werden. Alle Teilnehmer bestanden die Abschlussprüfung.

Wie kommt man an die neuen Haßfurter Gästeführerinnen und Gästeführer heran?

Informationen und Auskünfte gibt es bei der Tourist-Information, Ruf 09521/688300 oder per E-Mail an touristinfo@hassfurt.de.

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