Landfrauentag
Teresa Zukics Rezepte bei Krisen
Kreisbäuerin Cäcilie Werner und ihre Stellvertreterin Petra Grimmer (von links) freuten sich mit Schwester Teresa über die gelungene Veranstaltung.
Kreisbäuerin Cäcilie Werner und ihre Stellvertreterin Petra Grimmer (von links) freuten sich mit Schwester Teresa über die gelungene Veranstaltung.
Foto: Günther Geiling
Neubrunn – Wer lacht, kann nicht gleichzeitig aggressiv sein. Dass dies eine gute Basis sei, vermittelte die berühmte Ordensschwester.

Einen kurzweiligen und lehrreichen Nachmittag mit ausgelassener Heiterkeit erlebten 100 Frauen beim Landfrauentreff 2022 in der Heilig-Länder-Halle in Neubrunn. Dafür stand die als „Skateboard fahrende Nonne“ bekannt gewordene Schwester Teresa und niemand konnte sich ihrer Faszination entziehen. Sie strapazierte die Lachmuskeln ihrer Zuhörerinnen, strahlte von innen heraus und meinte, mit Hoffnung, Humor und Lachen könne man manches ertragen. Lachen zügle negative Gefühle und beim Lachen könne man nicht gleichzeitig aggressiv sein.

Blick in die Reihen der Landfrauen, die immer wieder Beifall spendeten.
Blick in die Reihen der Landfrauen, die immer wieder Beifall spendeten.
Foto: Günther Geiling

Auf Einladung des Bayerischen Bauernverbandes war Schwester Teresa Zukic in den Landkreis und nach Neubrunn gekommen und von der ersten Minute an zog sie ihre Zuhörer in den Bann. Dafür sorgte schon ihr turbulenter Lebenslauf. Durch ihren Vater, der Fußballspieler war, ist sie von Kroatien nach Deutschland gekommen. Ihre Kindheit und Jugend seien auch vom Sport geprägt gewesen, sagte sie. Sie wurde Leistungssportlerin mit wöchentlich 40 Stunden Training und brachte es bis zur hessischen Meisterin im Kunstturnen und am Schwebebalken.

„Und dann kam eine Nacht, die mein Leben völlig auf den Kopf stellte“

„Und dann kam eine Nacht, die mein Leben völlig auf den Kopf stellte. Es war im Hotel die Bibel, in die ich noch nie hineingeschaut hatte und wo ich auf die Bergpredigt stieß und viel von Gott erfuhr.“ Das habe ihr Leben verändert und sie sei in das Kloster der Vicentinnen eingetreten, habe Altenpflege gelernt und Religionspädagogik studiert, sei dann aber auch als Streetworkerin tätig gewesen. Über Nacht sei sie dann bekannt geworden in der Schreinemakers-Show als scateboardfahrende Nonne.

Natürlich gebe es auch Konflikte, aber man könne sie lösen, wenn man sich nach der Bergpredigt richte. Die Menschen hungerten nach Zuwendung und Anerkennung, gerade jetzt nach Corona. „Lachen ist eine Therapie, die Herz und Lunge stärkt. Und eine sanfte Stimme bricht sogar dem Teufel den Hals!“ Zur Bestätigung ihrer These erzählte sie ihre Lieblingswitze. Die Erklärung der Ordensfrau folgte auf dem Fuß: „Lachen schüttet Endorphine aus und Glückshormone. Nicht umsonst heißt es, Lachen ist die beste Medizin – und das ohne Nebenwirkungen.“

Was uns das Leben geben kann

Schwester Teresa war gerade von einer schweren Krankheit genesen und kam deswegen auf das Leben an sich zu sprechen. „Weil Leben ein Ende hat, ist es erst wertvoll und deswegen sollten wir es bewusst leben und Gutes tun, denn das Leben ist es wert.“ Auch sollte man nicht an negativen Dingen hängen bleiben und sich an der Werbung und Äußerlichkeiten orientieren. „Du kannst zwar äußerlich perfekt sein, aber wenn du es innerlich nicht bist, ist es nichts wert.“

Ihre positive Lebenseinstellung zeigte Schwester Teresa Zukic immer wieder bei ihrem Auftritt bei den Landfrauen; links Kreisbäuerin Cäcilie Werner.
Ihre positive Lebenseinstellung zeigte Schwester Teresa Zukic immer wieder bei ihrem Auftritt bei den Landfrauen; links Kreisbäuerin Cäcilie Werner.
Foto: Günther Geiling

Kreisbäuerin Cäcilie Werner und ihre Stellvertreterin Petra Grimmer dankten Schwester Teresa für ihren tollen Vortrag und überraschten sie mit einem Geschenk. Mit diesem Landfrauentreff wolle man wieder den Neustart für weitere Treffen und Bildungsveranstaltungen geben. Schließlich hätte in der Pandemie das Gespräch untereinander gefehlt.

Ausblick

BBV-Geschäftsleiter Klaus Pieroth wies auf die aktuellen Wahlen in den 160 Ortsverbänden hin, mit denen man hoffentlich wieder kompetente Ansprechpartner vor Ort gewinnen könne. Die Kreisverbandwahlen finden dann am 22. Juni statt.

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