Naturerlebnis
Knetzgau: Der Schlangenweg ist wieder offen
Der Schlangenweg ist wieder begehbar. Davon überzeugten sich bei einem Ortstermin (von rechts) Barbara Ernwein, Andreas Leyrer, Johannes Erben, Marco Depner, Ulla Schmidt und Klaus Riegler.
Der Schlangenweg ist wieder begehbar. Davon überzeugten sich bei einem Ortstermin (von rechts) Barbara Ernwein, Andreas Leyrer, Johannes Erben, Marco Depner, Ulla Schmidt und Klaus Riegler.
Foto: Christian Licha
Gut beschildert ist der Schlangenweg als 13 Kilometer langer Rundwanderweg auf der Gemarkung Knetzgau.
Gut beschildert ist der Schlangenweg als 13 Kilometer langer Rundwanderweg auf der Gemarkung Knetzgau.
Foto: Christian Licha
So sah es im Sommer 2021 auf dem Schlangenweg aus. Starke Regenfälle hatten zu Auswaschungen und Erdrutschen geführt.
So sah es im Sommer 2021 auf dem Schlangenweg aus. Starke Regenfälle hatten zu Auswaschungen und Erdrutschen geführt.
Foto: Christian Licha
Tiefe Spuren und Matschlöcher hinterlassen Mountainbiker, die unberechtigterweise den Schlangenweg benutzen.
Tiefe Spuren und Matschlöcher hinterlassen Mountainbiker, die unberechtigterweise den Schlangenweg benutzen.
Foto:
Naturliebhaber können ab sofort wieder auf dem Schlangenweg zwischen Oberschleichach und Zell a. E. ihre Runde drehen.
Naturliebhaber können ab sofort wieder auf dem Schlangenweg zwischen Oberschleichach und Zell a. E. ihre Runde drehen.
Foto: Christian Licha
F-Signet von Christian Licha Fränkischer Tag
Knetzgau – Im Juli 2021 wurde das Teilstück der Steigerwald-Runde weggespült. Jetzt wurde der Schlangenweg wieder freigegeben.

Endlich ist er wieder offiziell freigegeben: Der überregional bekannte Schlangenweg im Naturwaldreservat Böhlgrund kann wieder von Wanderern, Läufern und Naturfreunden genutzt werden.

Pfade waren weggespülpt

Im Juli vergangenen Jahres hatte die Gemeinde Knetzgau aus Sicherheitsgründen dringend davon abgeraten, den Schlangenweg zu nutzen. Seinen Namen hat er durch die sich stark schlängelnde Wegführung. Starke Regenfälle im Sommer haben 2021 zu Auswaschungen und Erdrutschen an den Steilhängen geführt, so dass die schmalen Pfade teilweise regelrecht weggespült wurden.

Inzwischen sind die Passagen im Schlangenweg, die Teil der neuen 13 Kilometer langen „Steigerwald-Runde Marswald“ und eines Laufweges im Laufparadies sind, wieder passierbar. „Aber an manchen Stellen muss man noch vorsichtig sein“, erklärte Marco Depner beim Ortstermin im Wald. Dazu hatte der Vertreter der Gemeinde Knetzgau zusammen mit Barbara Ernwein, Leiterin des Forstbetriebes Ebrach, und Revierleiter Johannes Erben eingeladen.

Neuer Abteilungleiter

Andreas Leyrer stellte sich bei dieser Gelegenheit als zukünftiger Abteilungsleiter Forsten für den Landkreis Haßberge im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Schweinfurt vor. Auch Wanderwart Klaus Riegler war vor Ort und zeigte der Delegation einige markante Wegpunkte.

Wildnis mit sicherer Begehung

„Rund um den Schlangenweg befindet man sich inmitten eines ganz besonderen Schatzes“, sagte Barbara Ernwein und verwies auf stolze 24 verschiedene Baumarten, die dort ihren Lebensraum haben. Als „Wildnis mit sicherer Begehung“ übernehmen hier die Bayerischen Staatsforsten die Verkehrssicherung für die Fußgänger. In der stillgelegten Waldfläche hat aber die Natur die Oberhand. Pflegemaßnahmen wie das Entfernen von umgestürzten Bäumen oder die Schaffung von Querungshilfen unterbleiben ebenso wie andere Maßnahmen.

Mit Abenteuerspielplatz

Wie ILE-Managerin Ulla Schmidt erklärte, ist der zentrale Startpunkt für eine Wanderung auf der Steigerwald-Runde mit dem Schlangenweg der Parkplatz am Marswald bei Oberschleichach. „Dort lädt auch ein Abenteuerspielplatz die jüngsten Besucher zum Spaß haben ein.“ Viele Wanderlustige beginnen aber auch die Runde in Zell am Ebersberg, zumal der Schlangenweg eben einen direkter Anschluss an die „Steigerwald-Runde Marswald“ ist.

Ausgewiesene Parkmöglichkeiten

Nicht selten machten in der Vergangenheit die Anwohner der Böhlstraße ihrem Unmut Luft, wenn wieder einmal die schmale Anliegerstraße und der Wendehammer als Dauerparkplätze durch die Touristen genutzt wurden. Hier ist nun Abhilfe geschaffen: Als offizieller Wanderparkplatz ist der Parkplatz am TSV-Sportheim in Zell ausgewiesen. Marco Depner zeigte sich guter Dinge, dass dieser auch von den Besuchern genutzt wird. „Es ist nur ein Katzensprung zum Beginn des Schlangenweges und zusätzlich bewegt man sich bis dorthin auf dem zertifizierten Steigerwald-Panoramaweg.“

Für Mountainbiker gesperrt

Zum Leidwesen der Wanderer ist der Schlangenweg auch bei Mountainbikern sehr beliebt. Tiefe Furchen und Radspuren entlang der Strecke zeugen davon. Barbara Ernwein machte darauf aufmerksam, dass der Schlangenweg eigentlich für Zweiradfahrer gesperrt ist.

Mit einer Gruppe organisierter, einheimischer Mountainbiker hatte die Forstbetriebsleiterin auch schon persönlichen Kontakt deswegen. Die Gruppe gab sich einsichtig, aber offensichtlich ortsfremde Mountainbiker hinterlassen viele Matschlöcher, die nur schwerlich bis gar nicht abtrocknen. Mit einem nochmaligen Aufruf, auf diesen Trail zu verzichten, erhoffen sich die Verantwortlichen eine Besserung der Wegverhältnisse.

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