Bücherei-Projekt
Die Welt ein bisschen besser machen
Die Leiterin der Stadtbücherei Ebern, Andrea Bols, präsentiert mit Zweitem Bürgermeister Harald Pascher den „Marktplatz der biologischen Vielfalt“.
Die Leiterin der Stadtbücherei Ebern, Andrea Bols, präsentiert mit Zweitem Bürgermeister Harald Pascher den „Marktplatz der biologischen Vielfalt“.
Foto: Michaela Mogath
Ebern – Die Stadtbücherei Ebern gibt einer breiten Zielgruppe mit einem „Marktplatz der biologischen Vielfalt“ Impulse für Natur- und Artenschutz.

Besucher der Stadtbücherei in Ebern erwartet in den nächsten Wochen im ersten Obergeschoss ein besonders interessanter Tisch: Hier gibt es Bücher und DVDs, die sich besonders um die Tiere und Pflanzen in Wald und Wiese drehen, aber auch kleine Projekte, die man zusammen mit den Kindern einfach umsetzen und so mit kleinen Aufgaben die Welt ein kleines bisschen besser machen kann.

Jeder soll davon profitieren

Besorgt hat Andrea Bols, Leiterin der Stadtbücherei, die Bücher und DVDs größtenteils über die Eberner Geschäfte wie zum Beispiel die „Leseinsel“, wobei ihr Ursula Gräbe bei der Auswahl mit Rat und Tat zur Seite stand, damit auch Kindergärten, Schulen oder Eltern, die einen Kindergeburtstag ausrichten wollen, und alle anderen davon profitieren.

Nicht nur Bücher gibt es in der Stadtbücherei Ebern, sondern auch Anleitungen  von Wanderforschern.
Nicht nur Bücher gibt es in der Stadtbücherei Ebern, sondern auch Anleitungen von Wanderforschern.
Foto: Michaela Mogath

Nicht nur Bücher gibt es zum Ausleihen, sondern seit September gibt es auch die „Bibliothek der Dinge“, bei der man Gegenstände ausleihen kann, zum Thema „Artenvielfalt“ zum Beispiel ein Becherlupen-Set, Experimente für Wanderforscher mit Kescher-Set, eine Lauschdose, Stethoskope, um Bäume abzuhören, ein Nachtsichtgerät usw. Bedingung hierfür ist, dass man ein Erwachsenenkonto bei der Bibliothek hat, was zwecks Haftung usw. erforderlich ist.

Kommunen sollen nachhaltiger werden

Der „Marktplatz der biologischen Vielfalt“ steht für Natur-, Arten- und Umweltschutzprojekte, die die Artenvielfalt in den Kommunen erhöhen sollen. Die Aktionen sollen ein Anstoß dazu sein, dass die Kommunen mehr in Natur- und Artenschutz investieren – sie sollen diese „grüner“ und nachhaltiger machen.

Ebern als Vorbildstadt

Speziell diese Aktion hier wurde vom Bayerischen Naturschutzfonds mit 1500 Euro gefördert. Davon wurden 1300 Euro in Bücher und „Dinge“ investiert und der Rest für zehn Nisthilfen. Diese werden unter anderem bei der Bücherei und im „Wolzn-Garten“ aufgestellt.

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Klaus Mandery, Vorsitzender des Instituts für Biodiversitätsinformation, ist stolz, Ebern aufgrund seiner reichhaltigen Strukturen zusammen mit der Baunachallianz als Vorbildstadt benennen zu können, und freut sich darüber, dass der Antrag für ein weiteres Projekt bereits am Laufen ist.