Ausstattung
Digitales ist lieb und teuer
Schon von weitem fällt der Aufgang zur Grundschule auf. Der Maler Joan Miro stand Pate, als die Schüler das triste Grau des Betons in ein freundliches Kunstwerk verwandelten.
Schon von weitem fällt der Aufgang zur Grundschule auf. Der Maler Joan Miro stand Pate, als die Schüler das triste Grau des Betons in ein freundliches Kunstwerk verwandelten.
Foto: Günther Geiling
Ebelsbach – Der Grundschulverband Ebelsbach stattet seine Schule mit EDV-Technik und Raumlüftern aus.

Der Haushaltsplan für das Jahr 2021 sowie die Genehmigung von Gräten im Rahmen der Digitalisierung und der Corona-Pandemie standen im Mittelpunkt der Sitzung des Grundschulverbandes Ebelsbach.

In die Grundschule Ebelsbach gehen derzeit 168 Schüler, wovon 132 aus der Gemeinde Ebelsbach und 36 aus der Gemeinde Stettfeld kommen und alle im Schulhaus in Ebelsbach unterrichtet werden.

Kämmerer Jürgen Pfister stellte den Haushaltsplan 2021 vor, der mit einem Gesamtansatz von 449130 Euro gegenüber dem Vorjahr mit 351730 Euro eine wesentliche Steigerung aufzeigt. Im Verwaltungshaushalt stehen dabei 280780 Euro und im Vermögenshaushalt 168350 Euro, die insbesondere mit den zahlreichen Investitionen in die Digitalisierung zusammenhängen.

Schul-Digitalisierung wird angetreten

Im Rahmen der Digitalisierung beschloss das Gremium, das aus zwei Mitgliedern der Gemeinde Ebelsbach und einem Mitglied der Gemeinde Stettfeld besteht, eine ganze Reihe von Geräten für die Schule anzuschaffen.

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Dazu zählten acht Dokumentenkameras für 4803 Euro, 25 iPads für 8468 Euro, die die Schüler ausleihen können und zwei Systemkoffer für die iPads mit 3355 Euro. Außerdem sollen 13 Pads samt Tastatur und Pencils für die Lehrkräfte zu einem Preis von 13000 Euro gekauft werden.

Kritik und neue Ziele

Außerdem sind im Haushalt 20000 Euro für die Anschaffung von Lüftungsgeräten vorgesehen. Schulverbandsvorsitzender Bürgermeister Martin Horn ging auch auf die Kritik ein, der Schulserver sei zu alt. Mit der Schulleitung sei es aber abgesprochen und finanziell in den Haushalt für 2022 eingestellt, dass man die komplette EDV umbauen wolle, und dies könne erst geschehen, wenn der neue Glasfaseranschluss installiert sei.

Auf Antrag von Bürgermeister Alfons Hartlieb wurde hier auch aufgenommen, dass die Kosten für den Glasfaseranschluss davon abhängig gemacht werden, wer letztendlich der Besitzer des Schulgeländes sei.

Bürgermeister Hartlieb vertrat auch die Meinung, dass die Bewirtschaftungskosten und Miete der Gebäude mit rund 200 000 Euro extrem hoch seien und man sich über die Nutzung der Räume durch die Schule und Einrichtungen der Gemeinde Gedanken machen müsse.

Dies gelte auch für die Verteilung der Kosten für den Hausmeister. Außerdem gebe es keinen Mietvertrag zwischen Grund- und Hauptschule und auch für die Nutzung mit zwei Kinderkrippen oder die Bibliothek seien keine fixierten Vereinbarungen vorhanden.

Kämmerer Jürgen Pfister meinte dazu, dass in der Kämmerei die jeweiligen Bewirtschaftungskosten nach Quadratmeter-Nutzung angesetzt und anteilig über die Gemeinde verrechnet würden. Man einigte sich darauf, dass im Rahmen einer Schulbegehung diese Punkte einmal besprochen werden sollen und dazu von den Nutzern auch ein Belegungsplan vorgelegt werden soll.

Hieraus könne man dann erkennen, wie gewisse Räume genutzt würden oder ob es Leerstände gebe. Das Gremium stimmte dem Haushaltsplan und dem Finanzplan dann einstimmig zu.