Kirchenkonzert
Ein Gottesdienst mit besonderen Tönen
Mit der Aufführung der ersten Kantate von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium unter Leitung von Dekanatskantor Matthias Göttemann fand in der Marienkirche in Königsberg ein besonderer Gottesdienst zum Christfest statt.
Mit der Aufführung der ersten Kantate von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium unter Leitung von Dekanatskantor Matthias Göttemann fand in der Marienkirche in Königsberg ein besonderer Gottesdienst zum Christfest statt.
Foto: Gerold Snater
Königsberg in Bayern – Zum Christfest wurde in der Königsberger Marienkirche ein Teil des Weihnachtsoratoriums von J.S. Bach aufgeführt.

Es war kein normaler Weihnachtsgottesdienst, den die Gläubigen beider Konfessionen am zweiten Weihnachtsfeiertag in der Marienkirche in Königsberg besuchten. Denn geboten wurden neben der vorgeschriebenen Liturgiezeremonie, die Pfarrer Peter Hohlweg zusammen mit Diakon Ulrich von Brockdorff leitete, auch musikalisch hochwertige Beiträge.

So zeigte zum einen der junge Organist Ivo Schwinn bei Zwischenspielen an der Orgel nicht nur sein außergewöhnliches Können und was in diesem Instrument an Klangfülle steckt. Zum anderen brillierte Dekanatskantor Matthias Göttemann mit der Kantorei Haßberge mit drei Solisten und einem kleinen Orchester aus Würzburg mit der Aufführung der 1. Kantate aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach.

Wieder einmal gelang es Göttemann nicht nur, die Sängerinnen und Sänger sowie die Instrumentalisten gekonnt und feinfühlig zu führen, sondern mit der Aufführung auch die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Unterstützt wurde er dabei auch von den drei Solisten, die ihre Rezitative stimmlich klar und überzeugend in das Gesamtwerk einfügten. Barbara Buffy sang die Altstimme und Tobias Germershausen den Bass.

Eine Stimme zusätzlich

Eine besondere Aufgabe musste Sopranistin Lisa Rothländer übernehmen, die nicht nur den Part ihrer Stimmlage sang, sondern zudem auch das Rezitativ für den kurzfristig erkrankten Tenor vortrug. Dass sie dabei ihren fünf Monate alten Sohn Raphael mit sich trug, tat ihrem hervorragenden Vortrag keinen Abbruch.

Ein besonderer Gottesdienst zum Christfest, in dem mit der Ansprache von Pfarrer Udo Schmoll eine besondere Predigt zu hören war, sprach er doch nicht nur die besondere, durch Corona verursachte Situation an, sondern auch die Bedeutung des Weihnachtsfestes, an dem Gott ein Zeichen setzt und selbst in die Welt kommt.