Glaube
Ein halbes Jahrhundert lang Diener der Kirche
Die Dankesurkunde von Bischof Franz Jung für 50 Jahre Dienst als Mesner erhielt Josef Markert (rechts) von Pater Rudolf Theiler beim Gottesdienst am Samstag in Neuses a. R.
Die Dankesurkunde von Bischof Franz Jung für 50 Jahre Dienst als Mesner erhielt Josef Markert (rechts) von Pater Rudolf Theiler beim Gottesdienst am Samstag in Neuses a. R.
Foto: Helmut Will
Ebern – Mesner Josef Markert bekam eine hohe Auszeichnung verliehen.

50 Jahre lang Mesner, da kommen viele Erlebnisse in und mit der Kirche zusammen. Pater Rudolf Theiler blickte bei der Ehrung des Mesners Josef Markert auf dessen Stationen und Erlebnisse in diesem kirchlichen Amt zurück. An der Kirchenrenovierung in den Jahren 2008/09 sei Markert beteiligt gewesen, er sei 36 Jahre Kirchenpfleger gewesen und habe im Pfarrgemeinderat und in der Kirchenverwaltung mitgearbeitet. Zudem sei er 27 Jahre Kommunionhelfer gewesen. „Sie haben auch persönlich viel Leid erleben müssen, haben vielleicht manchmal alles hinschmeißen wollen, aber Sie haben alles überstanden und Ihren Dienst zuverlässig versehen“, lobte der Geistliche beim Gottesdienst am Samstagabend in der Kirche in Neuses.

Es waren bewegende Momente, als bewusst wurde, dass der heute 86-jährige Josef Markert aus Neuses am Raueneck seit einem halben Jahrhundert als Mesner Dienst in seinem Geburtsort, in der katholischen Filialkirche „Mariä Heimsuchung“, versieht. Auch in anderen Pfarreien hat er ausgeholfen.

Pater Rudolf Theiler sagte im Gottesdienst, dass die Kirche von Menschen lebe, auch von Menschen wie Josef Markert, der das Gotteshaus in Neuses a. R. über viele Jahre mit geprägt habe. „Wir wollen uns unter das Kreuz stellen, um durchzuhalten und um alle Belastungen des Lebens bewältigen zu können“, sagte der Geistliche. In seiner Predigt machte Pater Rudolf Theiler deutlich, dass kein Mensch ohne Zuwendung anderer leben könne. „Jeder muss von jemandem gesagt bekommen, dass er wertvoll ist, dass er gebraucht wird. Für jeden ist es schön, zu hören „Du bist mir wichtig, schön, dass du da bist“.

Dienen bedeute auch, auf andere zu schauen, sagte der Geistliche weiter, womit er den Bogen zu dem Jubilar spannte. Bereits im Jahr 1964 habe sich Markert dem Einsatz in der Kirche verschrieben und das Amt des Mesners übernommen, als sein Vorgänger Georg Meißner krank wurde. „Sie haben unter einigen Pfarrern gedient und heute müssen Sie mit mir Vorlieb nehmen“, scherzte Pater Rudolf Theiler. Er übergab Josef Markert die Urkunde für die höchste kirchliche Auszeichnung von Bischof Franz Jung für 50 Jahre treue Dienste in der katholischen Kirche. Gekommen waren auch Wilhelm Karg, Diözesanleiter vom Verband der Mesner aus Würzburg, der die Arbeit von Josef Markert ebenso würdigte wie der örtliche Kirchenpfleger Frank Göhl und für die Stadt Ebern Vierter Bürgermeister Werner Riegel. Alle betonten, dass Josef Markert seinen Dienst als Mesner über die gesamten Jahre mit Freude zuverlässig und mit viel Herzblut wahrgenommen und großen Einsatz gezeigt habe.