Ersatzprogramm
In Eltmann gibt’s Kultur statt Freibier
Die ersten Fässer der Brauereien bei den Eltmanner Biertagen sind traditionsgemäß Freibier. In diesem Jahr müssen die Bürger darauf aber verzichten.
Die ersten Fässer der Brauereien bei den Eltmanner Biertagen sind traditionsgemäß Freibier. In diesem Jahr müssen die Bürger darauf aber verzichten.
Foto: Archiv
Eltmann – Als Alternative zu den Eltmanner Biertagen sind mehrere kleine Feste im Juli geplant. Anstelle von Bier steht dabei die Musik im Vordergrund.

Seit nahezu 30 Jahren sind die „Eltmanner Biertage“ das gesellschaftliche Ereignis; wegen der Corona-Epidemie mussten sie nun aber schon 2020 und 2021 abgesagt werden. Ebenso wurden bereits die Traditionsfeste wie das Sander Altmain-Weinfest, das Zeiler Altstadt-Weinfest und das Eberner Altstadtfest abgesagt.

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Um aber diesen Sommer nicht wieder ganz auf Veranstaltungen verzichten zu müssen, haben vor allem die Jugendgruppe „Jugendraum“ und die HKG-Eventagentur in Abstimmung mit der Stadt die „EltmannerKulturTage“ ins Leben gerufen, die im Juli wöchentlich auf der Mainhalbinsel über die Bühne gehen.

Das ist geplant

Jeden Freitag präsentieren die Organisatoren in Kooperation mit der Stadt und einem Eltmanner Verein ein musikalisch-kulturelles Event. Sprecher Thomas Hild nennt den Grund, wie man zu dieser neuen Veranstaltungsart gekommen ist. „Nach dem Lockdown in der Pandemie, wo ja alles wieder eingeschränkt war, wollten wir einfach der Jugend wieder einen Treffpunkt bieten. Im Verlaufe unserer Planungen sind wir dann aber dazu übergegangen, diese Kulturtage als ein Fest für alle Generationen zu erweitern und insbesondere auch die Vereine zu beteiligen, die ebenfalls sehr unter den Hygienebestimmungen litten und ihnen auch notwendige Einnahmen ausfielen.“

Der Verein „Jugendraum“ mit etwa 15 „Jugendlichen“ wurde ja schon vor vielen Jahren gegründet, um immer wieder Veranstaltungen für die junge Generation zu organisieren. Inzwischen sei man auch älter geworden, schon Mitte der 20er Jahre und in den verschiedensten Vereinen tätig.

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Die kulturellen Eventtage verfolgen deswegen das Ziel, einerseits der Jugend, aber auch allen anderen Bürgern und dem Publikum Veranstaltungen zu bieten, bei denen die Kultur im Vordergrund steht.

Andererseits wolle man auch den Musikern aus Franken wieder eine Bühne geben, die am meisten unter der Pandemie litten. Im Juli spielen dazu jeweils am Freitag ab 17 Uhr ganz unterschiedliche Kapellen und Bands auf und bieten Live-Musik.

Das genaue Programm

Am Freitag, 3. Juli, wird man Blasmusik der „Stadtkapelle Eltmann“ hören, die ja für ihr sehr vielseitiges Repertoire über alle Musikrichtungen hinweg bekannt ist und sich nach langer Zeit wieder auf einen Auftritt freut.

Eine Woche später, am 9. Juli, gibt es dann klassischen Partyrock mit „Die Party Franken“, die mit ihrer modernen Sound- und Lichttechnik in Eltmann bekannt sind und auch auf internationale Auftritte in der Schweiz, in Polen oder den USA blicken können. Vor einigen Jahren starteten sie beim „Alpen-Grand-Prix“ mit dem Titel „Sei mein Pilot“, bei der Sandkerwa in Bamberg und sogar im Hofbräuhaus in Las Vegas.

Als dynamische Band mit vielen Blechinstrumenten zeigen sich dann am 16. Juli die „Blechstreetboys“, die schon als Vorband der Spider-Murphy-Band auftraten. Ihr Sound reicht vom Volksrock über das Beste aus den 80er/90er Jahren bis zu aktuellen Partyhymnen.

Als die „Band vom Erlangener Berg“ kommen dann am Samstag, 24. Juli, „Die Gerchlie“ und präsentieren mit viel Spaß und Humor ihre Songs ganz nach dem Motto „am Musi und a Gaudi“.

Der Abschluss erfolgt am Freitag, 30. Juli, mit „Yucata presents Culture Beats“ und ihrem elektronischem Stadtrandfeeling.

Die Kulturtage, so Thomas Hild, präsentierten somit sehr gute Bands und die Vereine seien bemüht, allen Gästen frohe und glückliche Stunden zu bereiten. Dafür sorgen der Musikverein Eltmann, die Fußballabteilung der SG Eltmann, die Freiwillige Feuerwehr, das Faschingskomitee sowie der „Jugendraum Eltmann“. Man habe mit dieser Veranstaltungsidee bei den Vereinen offene Türen eingerannt und es habe auch niemand abgesagt.

Diese Bestimmungen gelten

Natürlich werde man dabei auch dafür sorgen, dass die Hygienebestimmungen für solche Veranstaltungen mit einer Maximalgrenze von 500 Personen pro Abend eingehalten werden. Die Eventservice-Agentur KHG stelle vor Ort die fertig eingerichtete Location und die Bühne bereit.

Bürgermeister Michael Ziegler lobt das Engagement der Organisatoren. Die Planungen der Bestimmungen seien auch vom Landratsamt überprüft worden. Diese intensive Vorarbeit verdiene allen Respekt, so Ziegler. Außerdem freue sich die Stadt, dass damit für alle Generationen etwas geboten werde.