Hörgenuss
Mit vier Händen und vier Füßen
Vierhändig und vierfüßig spielten die Brüder Markus (vorne) und Pascal Kaufmann an der Mühleisenorgel in Königsberg und boten den Zuhörern einen besonders stimmungsvollen Hörgenuss.
Vierhändig und vierfüßig spielten die Brüder Markus (vorne) und Pascal Kaufmann an der Mühleisenorgel in Königsberg und boten den Zuhörern einen besonders stimmungsvollen Hörgenuss.
Foto: Gerold Snater
Königsberg in Bayern – Konzert mit Gänsehautmomenten: Markus und Pascal Kaufmann zogen an der Mühleisenorgel in Königsberg alle Register.

Es war ein besonderes musikalisches Erlebnis, das den Zuhörern beim Orgelkonzert von Markus und Pascal Kaufmann am Sonntagabend in der Marienkirche in Königsberg geboten wurde. Nicht nur dadurch, dass die Brüder vierhändig und vierfüßig die Mühleisenorgel spielten, sondern auch durch das, was sie der Königin der Instrumente entlockten und wie sie die unterschiedlichsten Klangfacetten aufspürten.

Zwanglos, unverkrampft, verspielt

Zwanglos und unverkrampft ließen die jungen Musiker den ungeheuren Klangreichtum der Orgel ertönen. Es war ein Genuss, dem Orgelspiel der zwei jungen Organisten zuhören zu dürfen. Ein Genuss war auch das Programm, das die Brüder Kaufmann boten. Kein „normales“ Konzertprogramm, wie man es oft bei Orgelkonzerten hört. Es waren Kompositionen von Antonin Dvorak und Bedrich Smetana, die die Brüder für ihren Orgelauftritt bearbeitet hatten, Stücke voller Stimmungsbilder. So bei den Slawischen Tänzen und dem zweiten Satz der 9. Symphonie „Aus der neuen Welt“ von Dvorak sowie der „Improvisation im Böhmerwald“ von Pascal Kaufmann.

Das Sprudeln und Gleiten des Flusses

Bis hin zum krönenden Abschluss des Konzertes, bei dem die Brüder „Die Moldau“ von Smetana vierhändig und vierfüßig an der Orgel ertönen ließen. Beeindruckend und mit viel Gefühl vorgetragen konnte von den Besuchern des Konzertes das Sprudeln und Gleiten des Flusses von der Quelle bis zur Mündung in die Elbe erlebt und nachvollzogen werden. Gänsehautmomente! Für viele Zuhörer sicherlich ein unvergesslicher Hörgenuss, für den sich das Publikum mit lang anhaltendem Beifall im Stehen bedankte. Mit einer Zugabe bedankten sich die beiden jungen Organisten ihrerseits.