Kunst
Neubeginn mit einem Aber
Eine Wolke aus Halbzeug, wie Angelika Summa den Werkstoff für ihre Kunststücke nennt.
Eine Wolke aus Halbzeug, wie Angelika Summa den Werkstoff für ihre Kunststücke nennt.
Foto: Horst Hofmann
Haßfurt – Das Kunsthaus Haßfurt erlebt nach langer Corona-Pause wieder eine Ausstellung. Im Hinblick auf künftige Schauen fehlt noch einiges.

Mit einer Ausstellung im sogenannten Kunsthaus hat das Kulturforum Haßfurt einen Wiederanfang des öffentlichen Kunstbetriebs vor Ort unternommen. Partner für den Ausstellungsbetrieb war die Galerie im Saal aus Eschenau. Über deren gute Verbindungen konnten die Künstler Gerd Kanz und Angelika Summa gewonnen werden, die über zwei Wochen Bilder und Skulpturen in Haßfurt zeigten, wie das Kulturforum Haßfurt berichtet.

Insgesamt gesehen zogen die Ausstellungsmacher ein positives Fazit. Die Frequenz an den einzelnen Tagen war unterschiedlich, an manchen jedenfalls sehr gut, sagt Eleonore Schmidts-Stumpf, die die Werkschau zusammengestellt hatte. Bemerkenswert war, dass selbst Besucher aus Würzburg und Bamberg wegen der Ausstellung nach Haßfurt gekommen waren. Gut besucht waren vor allem die Eröffnung und die Gruppenführung. Hierzu mussten sogar Interessenten abgewiesen werden, weil nicht mehr als 35 Personen im Raum anwesend sein durften.

„Dieser Testlauf bietet uns die Chance, weitere Veranstaltungen in dem Kunsthaus anzugehen“, sagt Horst Hofmann, Vorsitzender des Kulturforums. Er bedankte sich bei allen Mitwirkenden, nicht zuletzt bei Bürgermeister Matthias Schneider und Nina Streng, der Geschäftsführerin der Allianz Main-Haßberge. Die Allianz bezuschusst nämlich das Vorhaben.

Wie es weitergehen soll

Im November soll es die nächste Ausstellung mit Künstlern aus der Region geben, soweit nicht die Pandemie einen Strich durch die Rechnung macht. Zudem haben sich Stadtchronisten gemeldet, die den Raum in Kooperation mit dem Kulturforum für das Thema Lokalgeschichte nutzen möchten.

Die Vorbereitungen für den Ausstellungsbetrieb wurden durch die Stadt, vor allem das Kulturamt, unterstützt. „Wir sehen die Zusammenarbeit positiv“, meint der Vorstand des Kulturforums. Das Gebäude und die Räume müssten jedoch besser ausgestattet und beschaffen sein, um regelmäßig und einfach das Haus nutzen zu können. Viel Zeit müsse so in Vorkehrungen gesteckt werden, Teile der Installation funktionierten nicht, die Nebenräume seien kaum nutzbar. Das Kulturforum sieht es daher als notwendig an, dass die Stadt sich ernsthaft und bald mit einer Nutzung für das Haus beschäftigt. „Leider hat man die vormalige Chance, das Haus wirklich gehaltvoll sanieren zu können, verstreichen lassen“, heißt es vom Vorstand.

Belebung des imposanten Fachwerkhauses

Dennoch gibt man beim Kulturverein nicht auf.

„Wir haben vor mehr als zwei Jahren ein Konzept des Kulturforums für eine andere Form der Belebung des imposanten Fachwerkhauses vorgelegt“, sagt Hofmann. Man könnte sich ein Haus mit mehreren Funktionen vorstellen. Denkbar wären neben einer Ausstellungsfläche im Erdgeschoss und einer Künstlerwohnung in einem der Obergeschosse eine ständige hochwertige Darstellung zur Stadtgeschichte und eine gastronomische Nutzung. Hofmann: „Das Haus ist ziemlich groß, man kann auf den Ebenen einige Zwecke unterbringen. Nur angehen sollte man die Pläne.“