Jugendfußball
Die Erfolgsgeschichte der SG Oberer Haßgau
Die U15 der SG Oberer Haßgau wurde in ihrer ersten Spielsaison 2019/2020 ungeschlagen Meister. Im Bild die Meistermannschaft mit den Betreuern  Michael Fuchs, Rudolph Braun und Karl-Heinz Götz (von links).
Die U15 der SG Oberer Haßgau wurde in ihrer ersten Spielsaison 2019/2020 ungeschlagen Meister. Im Bild die Meistermannschaft mit den Betreuern Michael Fuchs, Rudolph Braun und Karl-Heinz Götz (von links).
Foto: Johannes Bätz
Maroldsweisach – Fünf Vereine verfolgen aus dem Haßgau ein Ziel: Kinder für den Fußball begeistern. Jugendleiter Johannes Bätz ordnet die vergangenen Monate ein.

Seit dem Sommer 2019 gibt es die SG Oberer Haßgau – sie ist mehr oder weniger der Nachfolger der wieder aufgelösten JFG Oberer Haßgau. Mitglieder der Spielgemeinschaft sind die Fußballvereine aus Ermershausen, Schweinshaupten, Maroldsweisach, Sulzdorf und Bundorf. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die seitdem in der Spielgemeinschaft spielen, kennt nur eine Richtung: nach oben.

Knapp 100 Kinder und Jugendliche spielten in der Saison 2020/2021 in einer der sieben gemeldeten Mannschaften – alle Jahrgänge von der U7 bis zur U19 sind vertreten.

Bereits in der ersten Saison, 2019/2020 wurde die U 15 ungeschlagen Meister in der Gruppe 3. In der folgenden Saison war die U 17 bis zum Saisonabbruch Tabellenführer. „Auch in der kommenden Saison plant die SG wieder Mannschaften zu melden und freut sich über neue Kinder und Jugendliche, die mit uns die bisherigen Erfolge weiter ausbauen möchten“, sagt Johannes Bätz. Der spielt beim SC Maroldsweisach und ist dort auch Jugendleiter und Vorstandsmitglied.

Warum wurde die SG gegründet?

Johannes Bätz: Im ländlichen Bereich ist es schwierig als einzelner Verein noch alleine eine Jugendmannschaft zu stellen. Um jedem Kind beziehungsweise Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, altersgerecht und vor allem überhaupt spielen zu können, wurde sie gegründet.

Wo kommen die meisten Kinder oder Jugendlichen her?

Ermershausen und Maroldsweisach stellen die meisten Kinder.

Wie haben Sie es geschafft, alle Jahrgänge zu besetzen?

Generell haben wir viele helfende Hände, die uns tatkräftig unterstützen. Sei es als Trainer oder im Hintergrund. Diese Leute sind sehr wichtig und helfen uns, damit wir für jede Mannschaft Verantwortliche haben. Es bringt nämlich nichts, wenn wir zwar Nachwuchs haben, aber keine Trainer. Ein Vorteil ist auch, dass die Vereine nicht weit entfernt auseinander liegen, sodass die Fahrwege vertretbar sind. Und natürlich sind wir auf die Zusagen der Kinder und Jugendlichen und deren Eltern angewiesen, ob sie bei uns spielen. Da hat es sich gezeigt, dass man sich darauf verlassen kann. Zudem sind die sportlichen Erfolge auch eine gute Werbung.

Welcher Jahrgang hat am meisten Probleme bereitet?

2009/2010 ist der dünnste. Aber auch da haben wir eine Lösung gefunden.

Gibt es auf der anderen Seite zu viele Kindern einem Jahrgang?

Zu viele Kids kann es nie geben. Im Laufe der Saison kann es immer wieder zu einzelnen Ausfällen geben, zum Beispiel durch Schule, Kirche, also Konfirmanten- und Firmunterricht. Das gleicht sich meistens aus. Und das wichtigste bei uns ist, dass die Kinder spielen. Das kommt noch vor dem sportlichen Erfolg.

Sind Eltern auch als Trainer aktiv oder wie schafft es diese Gemeinschaft von fünf Vereinen den Jugendfußball am Leben zu erhalten?

Teilweise sind Eltern als Trainer aktiv. Außerdem trainieren auch Spieler der einzelnen Vereine den Nachwuchs, so wie ich auch. Sebastian Vey ist der Jugendkoordinator, bei dem alle Fäden zusammenlaufen.

Wie geht es nach Corona weiter? Sind bereits Kinder abgesprungen?

Das ist im Moment noch schwierig zu beurteilen. Es konnte über lange Zeit kein Fußball gespielt werden. Wir sind gespannt, wer noch da ist. Möglicherweise kommen neue Kinder und Jugendliche dazu, die dann ihren Bewegungsdrang nach der fußballlosen Zeit ausleben wollen. Willkommen ist jedes Kind oder jeder Jugendliche, auch wenn es nur zum Schnuppern ist.