Eishockey
Gelungener Test: Hawks feiern Derbysieg
Tor für den ESC Haßfurt. Nach dem Treffer von Youngster Emil Krein freut sich  Kapitän Christian Dietrich (vorne) über einen weiteren Vorbereitungssieg über den ewigen Rivalen, die Schweinfurter Mighty Dogs.
Tor für den ESC Haßfurt. Nach dem Treffer von Youngster Emil Krein freut sich Kapitän Christian Dietrich (vorne) über einen weiteren Vorbereitungssieg über den ewigen Rivalen, die Schweinfurter Mighty Dogs.
Foto: Ralf Naumann
Haßfurt – Der ESC Haßfurt gewinnt sein erstes Testspiel gegen die Schweinfurter Mighty Dogs. Derweil wurde eine Lösung für die Trainerposition gefunden.

Doppelten Grund zur Freude hatten die Fans des Eishockey-Landesligisten ESC Haßfurt unter den 604 Derbybesuchern, die am Freitagabend in der Haßfurter Eishalle waren: Wieder einmal gingen die Hawks gegen die Schweinfurter Mighty Dogs als Sieger vom Eis. Zudem ist nun auch offiziell ein Trainer gefunden, was die Fans vor dem Eröffnungsbully noch nicht wussten.

ESC Haßfurt – Schweinfurter Mighty Dogs 5:2

(3:0; 1:0; 1:2)

Wobei das Wort „ein“ untertrieben ist. Sportvorstand Martin Reichert gab die „Verpflichtung“ eines ganzen „Trainer-Quartetts“ bekannt: Jakub Sramek, Jan Trübenekr, Daniel Hora und Dominik Tobola werden nicht nur aktiv auf Torejagd gehen, sondern künftig auch die Übungseinheiten der Hawks unter der Woche abwechselnd leiten – nach Absprache mit Reichert, der die Mannschaft bei den einzelnen Partien als Teamchef auf der Spielerbank betreut.

„Jede Woche beschließen wir gemeinsam, wie wir trainieren. Wann immer ich kann, schaue ich zu oder bin dabei“, machte der Sylbacher deutlich und sprach von einer „sehr guten Lösung für diese Saison. Es bringt noch einmal mehr Teamspirit herein“.

Emil Krein eröffnet das Derby

„Teamspirit“ bei den Hawks konnten die Zuschauer auch während der 60 Minuten des Derbys erleben, welches zumindest lautstärkemäßig an scheinbar alte Zeiten erinnerte. Und erstmals steigerte sich das Stimmungsbarometer, als Youngster Emil Krein den Landesligisten in seinem dritten „Main-Derby“ auf Vorlage von Kapitän Christian Dietrich mit 1:0 in Führung brachte (10.).

Dass die aufgrund ihrer Ligenzugehörigkeit gegen die Mighty Dogs immer noch als Außenseiter einzustufenden Kreisstädter das erste Spieldrittel nach einem Doppelpack von Jan Trübenekr (15., 18.) letztlich mit einem 3:0 beendeten, sorgte einerseits für beste Laune im Haßfurter Lager, während auf der Gästeseite Ernüchterung überwog.

Daniel Hora erhöht auf 4:0 für Haßfurt

Auch im zweiten Abschnitt, als es auf der Spielfläche zunehmend neblig wurde, hielt die Mannschaft von Dogs-Trainer Andreas Kleider nur kämpferisch dagegen, erarbeitete sich Chancen, konnte aber weder Timo Jung noch den zur „Halbzeit“ eingewechselten Nicolas Hetzel im ESC-Kasten überwinden. Im Gegenteil: Nach einer tollen Vorarbeit von Daniel Hora hatte Michael Stach keine Mühe, in der vom Ex-DEL-Schiedsrichter Stephan Bauer geleiteten Partie, auf 4:0 zu erhöhen (33.).

Schweinfurt mit mehr Engagement im Schlussabschnitt

Erst im Schlussabschnitt zeigten die Gäste mehr Engagement und drückten nach ihren Anschlusstreffern zum 1:4 (Torschütze war Ewald Leonardo, 46.) sowie 2:4 (Kevin Heckenberger, 52.) gegen zunehmend müde wirkende Hausherren, die zuvor lediglich zwei Trainingseinheiten absolviert hatten, vehement auf weitere Ergebniskosmetik. Vergeblich. Der diesmal eher unauffällig agierende Jakub Sramek brachte mit dem 5:2 in der Schlussminute einen weiteren Derbysieg unter Dach und Fach (60.).

Wie es sich für ein Derby gehört, wurde um jeden Puck gekämpft. In dieser Szene duellieren sich der Haßfurter Jan Trübenekr (rechts) und der Schweinfurter Alexander Asmus.
Wie es sich für ein Derby gehört, wurde um jeden Puck gekämpft. In dieser Szene duellieren sich der Haßfurter Jan Trübenekr (rechts) und der Schweinfurter Alexander Asmus.
Foto: Ralf Naumann

Während sich Martin Reichert gerade von den jungen Spielern der Hawks – „die haben gezeigt, dass sie unbedingt wollen“ – sowie der Stimmung auf den Tribünen begeistert zeigte – „gefühlt nach 15 Jahren Pause ein wunderbares Erlebnis“ –, war Andreas Kleider trotz der erneuten Derbyniederlage nicht unzufrieden.

„Es war das erste Spiel. Wir hatten einige Abstimmungsfehler, individuelle Fehler. Wir waren aber nicht komplett, waren erst sechs Mal auf dem Eis. Wir sind im Soll. Alles gut“, lautete das Fazit des langjährigen Verteidigers, der in dieser Saison die Sportliche Leitung bei den Mighty Dogs übernommen hat.

Bereits am kommenden Freitag findet das nächste ein Derby zwischen beiden Mannschaften statt. Spielort ist erneut Haßfurt.

Statistik zum Spiel

ESC Haßfurt: Hetzel, Jung – Hora, Thebus, Stahl, Marx, Hertwich, Müller, Finger – Stach. Krein, Sramek, Trübenekr, Tobola, Büchner, Dietrich, Zürcher, Kratschmer, Finger

ERV Schweinfurt: Pöhlmann, Roßberg – Kleider, Kröber, Hegenbarth, Akers – Bourne, Heckenberger, Schlick, Manger, Bär, Asmus, Masel, Ewald, Melchior, Marquardt, Ackers / Schiedsrichter: Bauer – Müller-Ohlsen, Schnabl / Zuschauer: 604 / Tore: 1:0 (10.) Krein (Dietrich,Kratschmer), 2:0 (14.) Trübenekr (Sramek, Hora) 4-4, 3:0 (18.) Trübenekr (Hora, Stahl), 4:0 (33.) Stach (Hora, Sramek), 4:1 (46.) Ewald (Masel, Melchior), 4:2 (52.) Heckenberger (Melchior, Ewald), 5:2 (56.) Sramek (Trübenekr, Müller) / Strafzeiten: Haßfurt 10 / Schweinfurt 6.

Lesen Sie mehr zu folgenden Themen: