Eishockey
Hawks müssen sich einen neuen Trainer suchen
Kurzes Gastspiel: Zdenek Vanc hatte lediglich für sieben Partien die sportliche Verantwortung bei den Haßfurter Hawks in der unrühmlichen „Corona-Saison“. Der Tscheche, der ursprünglich auch wieder aber Herbst als ESC-Trainer geplant war, wechselt mit sofortiger Wirkung in den Nachwuchsbereich der Straubing Tigers.
Kurzes Gastspiel: Zdenek Vanc hatte lediglich für sieben Partien die sportliche Verantwortung bei den Haßfurter Hawks in der unrühmlichen „Corona-Saison“. Der Tscheche, der ursprünglich auch wieder ab Herbst als ESC-Trainer geplant war, wechselt mit sofortiger Wirkung in den Nachwuchsbereich der Straubing Tigers.
Foto: Ralf Naumann
Haßfurt – Trainer Zdenek Vanc verlässt mit sofortiger Wirkung den ESC Haßfurt. Der Tscheche wechselt in die Nachwuchsabteilung eines DEL-Klubs.

„Ich will den Nachwuchs mit meinen Trainerkollegen weiterentwickeln“, machte Zdenek Vanc noch vor einigen Wochen deutlich, als auch er mit seiner Familie unfreiwillig im Corona-Lockdown festsaß, aber schon optimistisch in die Zukunft blickte und voller Tatendrang bezüglich der Landesligasaison 2021//2022 war. In wenigen Tagen startet der Tscheche nun mit wieder mit seinen Vorhaben, allerdings nicht wie geplant beim ESC Haßfurt: Vanc wechselt aus eigenen Willen überraschend zum EHC Straubing.

Zdenek Vanc: kein leichter Abschied aus Haßfurt

Er soll bei den „Tigers“ hauptverantwortlich und vor allem ganzjährlich mit anderen Kollegen mehrere Jugendmannschaften (U9, U11, U13 und U15) betreuen. Leicht falle ihm der Abschied aus Haßfurt nicht, beteuert Zdenek Vanc in einem Telefonat. „Das war bislang meine schwerste Entscheidung“, räumt er ein. Er hätte sehr gerne den Wiederbeginn bei den kleinen und großen „Hawks“ nach der Pandemie begleitet und vorangebracht. „Ich war sehr, sehr zufrieden in Haßfurt. Alles war sehr schön. Leute, Verein, Stadion, Fans, einfach alles“, bedankt er sich für die kurze, aber sehr intensive Zeit in der Kreisstadt.

Die Wahl fiel aber letztlich auf Straubing. „Ich weiß nicht, wie oft ich in meinem Leben ein Angebot von einem DEL-Verein bekomme.“ Für ihn sei der EHC einfach ein weiterer Schritt, den er gerne gehen möchte. Während der Umzug nach vom Main nach Niederbayern bereits für den Montag geplant ist, findet Anfang Juli dann das erste Eistraining im Stadion am Pulverturm statt. Bis dahin steht noch sogenanntes „Trockentraining“ auf dem Programm.

Herber Verlust für den ESC Haßfurt

Nicht nur für die ESC-Fans, sondern auch für die Führungsetage ist der Weggang von Zdenek Vanc ein herber Verlust. Trotzdem habe man seiner Bitte nach vorzeitiger Vertragsauflösung zugestimmt. „Wenn er so ein Angebot hat, die es ja auch nicht überall gibt, werden wir ihm natürlich da keine Steine in den Weg legen“, sagte Sportvorstand Martin Reichert, der aufgrund der gleichen Einstellung zum Eishockey und der Zielsetzung „sehr gerne“ mit Vanc zusammengearbeitet habe.

Der ESC Haßfurt habe „schon immer“ Spieler und Trainer gefördert. „Egal um wen es sich handelt. Wir unterstützen die Vorhaben nach unseren Möglichkeiten. Das ist unser Thema.“ Dass diese Vereinseinstellung „nicht immer schön für uns“ sei, wollte Reichert nicht abstreiten. „Das reißt selbstverständlich immer eine Lücke. Wir sind ja kein Verein, der gleich immer Ersatz parat hat. Aber das nehmen wir gerne im Sinne des Einzelnen als auch im Sinne des Ganzen gerne auf uns.“

Ein Nachfolger für Zdenek Vanc stehe derweil noch nicht fest. Mit den Planungen sei allerdings begonnen worden. „Es ist nicht einfach“, hofft Reichert auf eine baldige Lösung, stellt sich andererseits auf eine „nicht einfache“ Suche ein.