Eishockey
Hawks: Warum ein Tupperabend für Freude sorgt
Wann in Haßfurt wieder Eishockey gespielt wird, ist noch nicht ganz klar. Derzeit wird das Eisstadion noch als Corona-Testzentrum benötigt. Doch bei den ESC-Verantwortlichen besteht Hoffnung auf eine baldige Rückkehr aufs Eis.
Wann in Haßfurt wieder Eishockey gespielt wird, ist noch nicht ganz klar. Derzeit wird das Eisstadion noch als Corona-Testzentrum benötigt. Doch bei den ESC-Verantwortlichen besteht Hoffnung auf eine baldige Rückkehr aufs Eis.
Foto: Ralf Naumann
Haßfurt – Beim ESC Haßfurt laufen die Planungen für die Saison 2021/22 bereits auf Hochtouren. Es gibt einige Lichtblicke, darunter ein Tupperabend.

Die Verantwortlichen des Eishockey-Landesligisten ESC Haßfurt hatten vor kurzem ein digitales Gespräch mit Vertretern der Stadt Haßfurt. Thema dabei: Die Eishalle, die aktuell als Corona-Testzentrum dient. In einer Videoschalte mit Bürgermeister Günther Werner, Stadtkämmerer Wolfgang Hömer sowie dem Geschäftsführer der Städtische Betriebe Haßfurt GmbH, Norbert Zösch, wurde das Thema Testzentrum in der Eishalle besprochen. Es bestehe die Hoffnung, dass bei weiter sinkender Inzidenz und steigender Impfzahlen die Eishalle als Testzentrum nicht mehr benötigt wird.

Sollte dann ein Hallensportbetrieb durch die Regierung zugelassen werden, könnte die Spielstätte durch die Haßfurt Hawks wieder genutzt werden. „Im Hinblick auf die im Herbst beginnende Saison ist dies für den Verein ein Lichtblick“, heißt es in einer Stellungnahme.

ESC Haßfurt: die Frage nach der Finanzierung

Dagegen steht hinter der Finanzierung der anstehenden Spielzeit noch ein großes Fragezeichen. „Die Saison 2020/2021 ist beendet und wir sind ohne größere Schäden rausgekommen“, teilt ESC-Vorstandsmitglied Jens Amarell (Finanzen) erleichtert mit. Seine Sorge richtet sich allerdings auf die kommenden Monate. Es sei „jetzt noch nicht abzuschätzen, wie unsere Sponsoren, Gönner, Vereinsmitglieder aus der Corona-Krise kommen.“

Eine Lücke klafft auf, da den Mitgliedern schon signalisiert wurde, dass die Spartenbeiträge im kommenden Jahr nur 40 Prozent einer normalen Saison betragen. „Somit tragen wir als ESC, und das war die richtige Entscheidung des Vorstandes, 60 Prozent aus der Vereinskasse.“

ESC-Fans sind selbst aktiv

Des Weiteren arbeite die ESC-Führung derzeit an einer Lösung für alle Besitzer einer letztjährigen Dauer- und 10er-Karte, die nicht ein zweites Mal verkauft werden sollen. „Hier sind wir auf einem guten Weg bei den Gesprächen im Vorstand, dass alle der treuen Fans in der kommenden Saison zufrieden sein können. Hier werden wir in den nächsten Wochen Vollzug melden.“

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Groß ist angesichts der finanziellen Ungewissheit deshalb die Freude, dass Vereinsmitglieder und Freunde des Vereins selbst aktiv werden und bereits geworden sind. Sebastian Noll, Zeitnehmer und im Sicherheitsdienst beim ESC, gestaltete beispielsweise von sich aus einen Tupperabend. Den Erlös von gut 400 Euro spendete er dem ESC-Nachwuchs. „Das finden wir im Vorstand eine tolle Entwicklung, wenn jemand Initiative zeigt und aktiv wird.“

„Hawks Inn“ soll in den Mittelpunkt

Ähnlich wie bei den Schweinfurter „Mighty Dogs“ soll auch in Haßfurt die Vereinsgaststätte „Hawks Inn“ wieder mehr in den Mittelpunkt des gesamten Vereins gerückt werden. Umbauten und Ergänzungen finden statt, einige Veränderungen sind bereits „zu unserer und hoffentlich auch zur Zufriedenheit unserer Anhängerschaft abgeschlossen. Wir hoffen, das wird so, wie wir uns das alle vorstellen“, sagt Vorstandsmitglied Andreas Kurz.

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