Denkmalschutz
Beim Viehhof in Obertheres geht’s nicht weiter
Nicht zufrieden zeigte sich Bürgermeister Matthias Schneider in seinem Jahresrückblick mit den Entwicklungen des Viehhofes in Obertheres (Foto). Hier sollten eigentlich konkrete Lösungsvorschläge präsentiert werden, die durch Hindernisse im Bereich Denkmalpflege verhindert wurden.
Nicht zufrieden zeigte sich Bürgermeister Matthias Schneider in seinem Jahresrückblick mit den Entwicklungen des Viehhofes in Obertheres (Foto). Hier sollten eigentlich konkrete Lösungsvorschläge präsentiert werden, die durch Hindernisse im Bereich Denkmalpflege verhindert wurden.
Foto: Christian Licha
Theres – Es braucht Geduld: Das für barrierefreie Wohnungen gedachte Areal in Obertheres ist jetzt erst mal im Winterschlaf.

Nicht zufrieden zeigte sich Bürgermeister Matthias Schneider mit der Entwicklung des „Viehhofes“ in Obertheres. Das wurde bei der Gemeinderatssitzung am Montag deutlich, als Schneider auf das vergangene Jahr zurückblickte. Der Viehhof in Obertheres befindet sich in kommunaler Hand und steht in Teilbereichen seit längerer Zeit leer. Die Gemeinde Theres möchte auf dem Gelände barrierefreie Wohnraum schaffen, aber es fehlen konkrete Lösungsvorschläge, die für dieses Jahr erwartet worden sind. Es gehe nicht weiter, weil die Denkmalpflege ein Gesamtkonzept für den Viehhof fordere, sagte Schneider.

Soll ein alter Brauch wieder aufblühen?

Früher wurde nach der Geburt eines Kindes ein Baum gepflanzt. Wie Bürgermeister Schneider berichtete, werden immer wieder Anfragen an die Verwaltung herangetragen, einen Baum zu stiften. „Kürzlich kam das Ansinnen von Angehörigen, einen Baum anlässlich eines Geburtstages zu schenken.“ Der Gemeinderat begrüßte dies grundsätzlich, jedoch fehlten dafür geeignete Grundstücke, die man nutzen könne, hieß es. Zwar kamen aus dem Gremium einige Vorschläge, wie zum Beispiel von Gemeinderat Mario Dorsch, der sich eine Wiederaufforstung einer einstigen Allee in der Nähe von Horhausen wünscht. Bürgermeister Schneider bezweifelte aber, ob der zur Verfügung stehende Platz dafür ausreiche. Die Gemeinderäte wurden dazu aufgerufen, nach weiteren Grundstücken Ausschau zu halten. In einer der nächsten Gemeinderatssitzungen wird das Thema noch einmal auf die Tagesordnung kommen.

Ausstattung für die Feuerwehr

Für die Feuerwehren im Gemeindegebiet werden insgesamt 52 zertifizierte digitale Meldeempfänger gekauft. Diese Geräte sind demnächst Voraussetzung für eine Alarmierung. Die vorläufigen Gesamtkosten betragen 27784 Euro, die mit 80 Prozent gefördert werden. Für die Gemeinde Theres verbleiben somit 5556 Euro.

Bürgermeister Matthias Schneider macht auf einen Wettbewerb zur „Förderung der Impulsbauberatung zur Innenentwicklung in ILE-Regionen“ aufmerksam. Die ILE Main & Haßberge wurde in diesem Rahmen ausgewählt, daran teilzuhaben.  Ziele des Wettbewerbs sind, die Erhaltung von ortsbildprägender Bausubstanz in den Altorten, Motivation und Hilfestellung für “HaussaniererInnen“ durch eine fachliche qualifizierte Beratung und die Vermeidung oder Beseitigung von Leerstand.

Die Förderung wird zunächst auf zwei Jahre angelegt. Im  Rahmen der Förderung gibt es eine kostenfreie Beratung für GebäudeeigentümerInnen/ KaufinteressentInnen zu Nutzungs- und Sanierungsmöglichkeiten der Gebäude eines Anwesens innerhalb eines definierten Altortbereichs sowie pro Anwesen bis zu vier Architektenstunden. 

Bürgermeister Matthias Schneider blickte trotz aller Krisen und der damit zusammenhängenden Aufgaben auf ein durchaus positiv verlaufenes Jahr 2021 zurück. Er zählte einige Erfolge auf: Für Buch und Wagenhausen wurden die Planungen für die Sanierung der Straßen konkreter. Die Umsetzung in Wagenhausen ist für 2022 geplant. In Obertheres begann die Umsetzung der Dorferneuerungsmaßnahme im Bereich der Schule und Sporthalle. Hier entstehen ein neuer Pausenhof sowie eine Aufenthaltsfläche vor der Sporthalle. Die Fertigstellung ist für Sommer 2022 vorgesehen.