Förderantrag eilt
Streit um ein geplantes Kneipp-Becken
Der Gemeinderat Burgpreppach möchte gerne ein Kneipp-Becken in Gemeinfeld anlegen und dafür einen Zuschuss abrufen.
Der Gemeinderat Burgpreppach möchte gerne ein Kneipp-Becken in Gemeinfeld anlegen und dafür einen Zuschuss abrufen.
Gabi Sell
F-Signet von Martin Schweiger Fränkischer Tag
Burgpreppach – Welche Rechte hat ein Zweiter Bürgermeister? Über diese Frage wird im Gemeinderat Burgpreppach diskutiert. Der VG-Leiter klärt auf.

Der Bau eines Kneipp-Beckens in Gemeinfeld am Küchenrangen an der Wasserquelle wurde im Gemeinderat am Dienstag zum Politikum. Andreas Dellert, Leiter der Verwaltungsgemeinschaft Hofheim, sah sich sogar gezwungen, das Gremium über seine Rechte und Pflichten aufzuklären. Was war passiert?

Zweiter Bürgermeister Reinhold Klein aus Gemeinfeld nahm die Sache selbst in die Hand und reichte Förderanträge ein. Nach seinen Recherchen habe weder die Untere Naturschutzbehörde noch das Wasserwirtschaftsamt Einwände gegen den Bau. Bei der Regierung lägen 9000 Euro an Fördergeldern bereit.

In Burgpreppach drängt die Zeit

Bedingung sei, dass die Gelder bis zum 16. Dezember 2022 abgerufen würden und die Baumaßnahme bis Ende Juni 2023 abgeschlossen sei. Ansonsten müssten die Fördergelder zurückbezahlt werden, sagte er.

Doch genau dieses Szenario ist nach Meinung von VG-Leiter Dellert nicht einzuhalten. Bevor es zu einer Entscheidung kam, klärte Dellert das Gremium unmissverständlich über seine Rechte und Pflichten auf. Der Verwaltungsfachmann erklärte, dass nur der Erster Bürgermeister, wenn er im Amt ist, berechtigt sei, Förderanträge zu stellen. Nach seinen eigenen Recherchen sei die Naturschutzbehörde gegen den Standort. Zweifelhaft sei auch, ob die geschätzten Kosten in Höhe von 20.000 Euro ausreichen würden.

Jetzt wird erst mal der Förderantrag gestellt

Der Gemeinderat beschloss die Förderung abzurufen und beauftragte den Ersten Bürgermeister Hermann Niediek, die erforderlichen Genehmigungen einzuholen. Erst danach soll über den genauen Ablauf der Erstellung der Anlage beraten werden.

Das alte Rathaus in Burgpreppach wurde zum Bürgerhaus umgebaut.
Das alte Rathaus in Burgpreppach wurde zum Bürgerhaus umgebaut.
Martin Schweiger

In seinem Jahresabschlussbericht zeigte sich der Rathauschef zufrieden, dass wieder ein Weihnachtsmarkt am Vierten Adventssonntag stattfinden könne, sowie ein Neujahrsempfang 2023.

Als Erfolge des fast vergangenen Jahres nannte er die Beschaffung des neuen Feuerwehrautos, die Fertigstellung des Radwegs zur B303 sowie des Bürgerhauses. Das alte Rathaus in Burgpreppach wurde zum Bürgerhaus umgebaut. Der Spatenstich zum Bau der Freiflächen-Photovoltaikanlage sei erfolgt und der Kindergartenanbau für 2023 vorgesehen.

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