Parteitag
CSU Haßberge demonstriert Geschlossenheit
Die Delegierten wählen bei der CSU-Kreisversammlung in Trossenfurt. Ihr Votum war eindeutig: Von 106 Kreisdelegierten gaben 105 ihre Stimme für Steffen Vogel ab, der damit für weitere zwei Jahre an die Spitze der Partei im Landkreis Haßberge berufen wurde.
Die Delegierten wählen bei der CSU-Kreisversammlung in Trossenfurt. Ihr Votum war eindeutig: Von 106 Kreisdelegierten gaben 105 ihre Stimme für Steffen Vogel ab, der damit für weitere zwei Jahre an die Spitze der Partei im Landkreis Haßberge berufen wurde.
Foto: Christian Licha
Trossenfurt – Der Kreisverband Haßberge bestätigt Steffen Vogel erneut als Kreisvorsitzenden mit einem fast einstimmigen Ergebnis

Mit einer überwältigenden Mehrheit von 99,1 Prozent wurde der Landtagsabgeordnete Steffen Vogel (Theres) am Freitagabend erneut an die Spitze des CSU-Kreisverbandes Haßberge gewählt. Von den 106 Stimmberechtigten bei der Kreisdelegiertenversammlung im Oberaurach-Zentrum in Trossenfurt votierten 105 Delegierte für eine erneute Amtszeit des Kreisvorsitzenden. Bereits seit zwölf Jahren führt der 47-jährige Steffen Vogel erfolgreich die CSU im Landkreis Haßberge an.

„Mit Herz und voller Überzeugung“ schlug zuvor CSU-Kreisgeschäftsführer Gerhard Zösch den Kreisvorsitzenden Steffen Vogel für eine Wiederwahl vor. Der Kreisverband habe sich unter Vogels Führung unwahrscheinlich gut entwickelt, lobte Zösch.

Als „besten Kreisverband der Welt, aber zumindest von Bayern und Unterfranken“, bezeichnete Steffen Vogel in seinem Rechenschaftsbericht die CSU im Landkreis Haßberge. Grund dafür sei, dass aus dem Heimatkreis gleich zwei Spitzenkandidatinnen für die bevorstehende Bundestagswahl stammen. Digitalministerin und stellvertretende CSU-Landesvorsitzende Dorothee Bär, die seit 2002 einen Platz im Parlament hat, will erneut ihr Direktmandat im Wahlkreis Bad Kissingen verteidigen. Gleichzeitig steht Steffi Hümpfner als Kreisvorsitzende und stellvertretende Landesvorsitzende der Jungen Union (JU) auf einem der vorderen Plätze der CSU-Landesliste.

„Die Stärke des Kreisverbandes ist die Summe aus der Stärke der Ortsverbände“, zollte Vogel den Mitgliedern an der Basis Respekt und Anerkennung für die gute Arbeit in der Partei und den kommunalen Gremien. Neben Landrat Wilhelm Schneider, zwölf Bürgermeistern und 21 Kreisräten stammen weiterhin über 120 Stadt- und Gemeinderäte aus den 46 Ortsverbänden der CSU im Landkreis. Mit einer digitalen Bilderpräsentation ließ der Kreisvorsitzende die Höhepunkte der vergangenen zwei Jahre Revue passieren.

Um die 90 Prozent und darüber erhielten jeweils auch die bisherigen stellvertretenden Kreisvorsitzenden, die erneut antraten. Dies sind die Bundestagsabgeordnete und Staatsministerin Dorothee Bär, der Wonfurter Bürgermeister Holger Baunacher, der Kreisrat Alexander Bergmann aus Hofheim und die Kreisrätin Heidi Müller-Gärtner aus Maroldsweisach. Die Riege der Stellvertreter ergänzt ab sofort JU-Kreisvorsitzende Steffi Hümpfner aus Königsberg.

Wie in den vergangenen 28 Jahren führt Günter Huppmann als Schatzmeister weiterhin die Kasse. Seine Stellvertreterin Lilo Stubenrauch wurde ebenfalls in ihrem Amt bestätigt. Zuvor haben die Kassenprüfer Andreas Dellert und Marcus Fröhlich, die ebenfalls wiedergewählt wurden, Huppmann eine einwandfreie Kassenführung und geordnete Finanzen bescheinigt, so dass einer Entlastung der Vorstandschaft nichts im Wege stand.

Als Schriftführerin wurde Claudia Glückert gewählt. Den neuen Posten als Digitalbeauftragter, der für Social Media und ähnliche Aufgaben zuständig ist, hat Frank Ziegler inne. Der Lehrer an der Realschule Hofheim hat mit der Digitalisierung bereits im Schulalltag viel Erfahrung gesammelt.

Insgesamt 19 Kandidaten waren als Beisitzer vorgeschlagen, von denen diese 13 gewählt wurden: Wolfgang Borst (Hofheim), Cynthia Derra (Breitbrunn), Birgit Finzel (Untermerzbach), Reinhold Giebfried (Hofheim), Julian Müller (Sand), Hermann Niediek (Burgpreppach), Sebastian Ott (Ebern), Ilker Martin Özalp (Haßfurt), Eva-Maria Schmitt (Neubrunn), Thomas Sechser (Dankenfeld), Christina Stula (Knetzgau), Thomas Wagenhäuser (Aidhausen) und Jonas Weinhold (Zeil).

Dorothee Bär schwor ihre Parteifreunde auf den bevorstehenden Wahlkampf ein. „Der Hauptwettbewerb wird erstmals zwischen CDU und CSU auf der einen und den Grünen auf der anderen Seite verlaufen“, sagte die aus Ebelsbach stammende Politikerin. „Wir machen konkrete Vorschläge zur Klimapolitik. Aber wir setzen nicht auf Angst und Verbote. Wir wollen Innovation statt Restriktion. Seit 1990 sind die Kohlendioxid-Emissionen um fast 40 Prozent gesunken", betonte die Bundestagsabgeordnete, fest davon überzeugt, dass durch Forschung und Fortschritt mehr zu erreichen sei als durch ein „Zurück in die Vergangenheit“. Echter Umweltschutz und echte Klimapolitik können laut Bär nur auf Grundlage eines breiten gesellschaftlichen Konsenses funktionieren und nur auf der Grundlage einer soliden Wirtschaft. Sie unterstrich: „Wir sind keine Partei, die einem Thema alles andere unterordnet.“

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