Klimawandel
Dem Wasser mehr Raum geben
Noch einmal glimpflich davon gekommen ist der Königsberger Stadtteil Altershausen beim Hochwasser  am 9. Juli.
Noch einmal glimpflich davon gekommen ist der Königsberger Stadtteil Altershausen beim Hochwasser am 9. Juli.
Foto: Gerold Snater
Königsberg in Bayern – Der Starkregen mit Überschwemmung lässt die Stadt Königsberg nicht los. Im Stadtrat wurde beraten, was jetzt zu tun sei.

Die Überschwemmung am 9. Juli lässt die Königsberger Stadträtinnen und Stadträte nicht los. Peter Schüler (CSU), Kommandant der Feuerwehr Königsberg und Kreisbrandmeister, informierte die Ratsversammlung mittels einer Präsentation über die Ereignisse des Starkregens und seine Auswirkungen. 660 Kubikmeter Wasser auf einen Hektar seien in kurzer Zeit vor allem auf dem Gebiet um Altershausen niedergegangen, was in diesem Stadtteil zu Überschwemmungen und den Einsatz der freiwilligen Feuerwehr und des städtischen Bauhofes geführt habe. Schüler: „Gemeinsam, auch durch die Mithilfe von Altershäuser Bürgern konnten größere Schäden abgewendet werden.“

Sandsäcke liegen für den Fall des Falles bereit

Um für die Zukunft noch besser gefeit zu sein, habe sich die Feuerwehr auf verschiedenen Gebieten und auch durch die Lagerung von bereits gefüllten und noch zu füllenden Sandsäcken auf eventuelle weitere Hochwasser vorbereitet, sagte Schüler. Der Kreisbrandmeister gab auch Ratschläge, wie man sich insgesamt besser schützen könne. So müssten Bäche öfter gereinigt sowie die Dämme an Seen und Teichen kontrolliert werden. Wichtig sei auch, Wasserrückhaltemöglichkeiten zu schaffen. Außerdem sollten keine Bauobjekte in amtlichen Überschwemmungsgebieten ausgewiesen und genehmigt werden. Es dürfe auch keine Kanalanschlüsse nach Regenüberlaufbecken geben.

An den sachlichen Vortrag des Experten schloss sich eine rege Diskussion an, in der verschiedene Vorschläge hinsichtlich der zukünftigen Verhinderung von Überschwemmungen gemacht wurden. Frank Slawik (OHL) zum Beispiel schlug vor, auf jeden Fall Wasserrückhalteflächen vorzuhalten und da, wo noch nicht vorhande, zu bauen. „Das Wasser gehört vor den Dörfern in die Breite getrieben, damit werden diese verschont“, betonte Slawik. Bürgermeister Claus Bittenbrünn fasste den Tagesordnungspunkt mit den Worten zusammen: „Der Klimawandel hat uns schneller erreicht, als gedacht!“