Bürgermeister-Wahl
Julian Müller will Sander Bürgermeister werden
Landtagsabgeordneter Steffen Vogel (links) und CSU-Kreisgeschäftsführer Gerhard Zösch (rechts) freuen sich mit Julian Müller (Mitte) über das herausragende Ergebnis seiner Nominierung zum Bürgermeisterkandidaten.
Landtagsabgeordneter Steffen Vogel (links) und CSU-Kreisgeschäftsführer Gerhard Zösch (rechts) freuen sich mit Julian Müller (Mitte) über das herausragende Ergebnis seiner Nominierung zum Bürgermeisterkandidaten.
Foto: Christian Licha
Sand am Main – Auch die CSU in Sand hat jetzt einen Kandidaten für die Nachfolge von Bernhard Ruß; Julian Müller, 27, tritt mit großem Ehrgeiz an.

Mit einem herausragenden Ergebnis von knapp 97 Prozent wählte der CSU-Ortsverband Sand Julian Müller zu seinem Kandidaten bei der Bürgermeisterwahl am 7. Mai 2023. Über 50 Unterstützer waren zur Nominierungsversammlung gekommen. Darunter waren 33 stimmberechtigte Sander CSU-Mitglieder, die mit 32 Ja-Stimmen und einem Nein für den 27-Jährigen votierten.

„Wer Spuren in Sand hinterlassen will, muss aufstehen und losgehen.“ Das ist Julian Müllers Leitsatz, der für sein junges Alter schon einige Erfolge zu verbuchen hat, wie er sagte. Ein Stück weit in Sand geboren wurde die bayernweite Mehrgefahrenversicherung für Landwirte, die das Resultat eines Besuchs von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber in der Korbmacher- und Winzergemeinde war. Landwirte können ihre Flächen jetzt gegen Dürre, Frost, Hagel und auch Gänseschäden versichern, wobei der Freistaat Bayern 50 Prozent der Versicherungsprämie übernimmt.

Der 2997. Sander

Auch bei bei der Einführung der Gelben Tonne im Landkreis und der Einführung von LED-Straßenbeleuchtung in Sand war Julian Müller maßgeblich mitbeteiligt. Außerdem setzte der sich gegen die Schließung des Zeiler Hallenbades ein, genauso wie für ein besseres ÖPNV-Angebot und eine bessere Mobilfunkverfügbarkeit im Landkreis.

„1994 wurde ich im Haßfurter Krankenhaus als 2997. Sander Einwohner geboren“, sagte Julian Müller bei der Vorstellung seiner Vita. Nach dem Besuch der Grundschule in Sand und der Realschule in Eltmann absolvierte er eine Ausbildung zum Technischen Produktdesigner. Danach trat Julian Müller in die Fußstapfen seines Vaters und bereiste als Gebietsverkaufsleiter in der Getränkeindustrie Deutschland im Außendienst.

Büroleiter bei Vogel

Seit 2021 arbeitet er im Büro des Landtagsabgeordneten Steffen Vogel. Als Büroleiter kümmert er sich um die Anliegen der Bürger im Stimmkreis, und zu seinem Aufgabengebiet gehört es auch, Förderprogramme zu finden sowie mit Ministerien und Regierungsbehörden zu verhandeln. Gesellschaftliches und politisches Engagement findet Julian Müller sehr wichtig. Deshalb ist er seit 2014 in der Vorstandschaft des Schwimmclubs Haßberge und leitet diesen seit 2018 als Vorsitzender.

Seit 2014 ist Julian Müller Mitglied in der Jungen Union, der CSU und Vorsitzender der Jungen Liste und bringt sich in diesen drei Organisationen in verschiedenen Vorstandsfunktionen mit ein. Nach seiner Wahl 2020 in den Kreistag und in den Sander Gemeinderat wurde Julian Müller als Zweiter Bürgermeister gewählt und vertritt oft das Gemeindeoberhaupt. Auch in das Sander Dorfleben ist Müller als Mitglied in der Wasserwacht, dem Obst- und Gartenbauverein und dem Schützenverein integriert.

In seinen Plänen für Sand wünscht sich Julian Müller zukünftig ein 24-Stunden-Rathaus. Um den Dienstleistungsgedanken zu verbessern, sollen künftig noch mehr Verwaltungsangelegenheiten online oder per App erledigt werden können. Um den Umstieg von fossilen auf umweltfreundlichere Heizungen zu verbessern, soll in den nächsten zehn Jahren die Hälfte der Sander Haushalte die Möglichkeit haben, sich an ein Nahwärmenetz anzuschließen.

Potenziale nutzen

Potenziale wie die Lage am Main, der Campingplatz und der Festplatz könnten besser genutzt werden. „Konkret stelle ich mir eine Modernisierung des Campingplatzes, eine Anlegestelle für Wasserwanderer und eine Konzertserie vor. Wichtig ist mir, verträgliche Lösungen für Anwohner und Natur zu finden“, sagt der Bürgermeisterkandidat.

Auch in Sachen schnelles Internet und Breitbandanschluss wünscht sich Müller in den nächsten fünf Jahren ein Update auf den aktuellen Stand. „Was der Landkreis kann, können die Sander schon lange“, ging der Kandidat auch auf das Thema Klimaneutralität ein. Steffen Vogel reichte im Kreistag einen Antrag ein, dieses Ziel bis 2030 zu erreichen.

Vorbild Siegmund Kerker

Dies sei auch in Sand machbar: „Zusammen mit der GUT Haßberge möchte ich Potenziale erheben und neue Technologien nutzen.“ Es sei nicht sein Ansatz, alles schlecht zu reden, sondern da anzusetzen, wo man etwas verbessern könne. „Es ist Zeit für eine neue Zeit.“

Der Landtagsabgeordnete Steffen Vogel und der CSU-Kreisgeschäftsführer Gerhard Zösch strichen die Qualifikation von Julian Müller für das Bürgermeisteramt heraus. Das Alter sei kein Manko, im Gegenteil, sagte Vogel. Er verwies darauf, dass einer der erfolgreichsten Bürgermeister im Landkreis, Siegmund Kerker (Oberaurach), ebenfalls noch keine 30 Jahre alt war, als er die verantwortungsvolle Aufgabe übernahm.

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