Grüner Antrag
Die CSU will einen grünen Landkreis
Eine natürliche, gesunde Umwelt wünschen sich die Menschen im Landkreis, die CSU nimmt diesen Wunsch in einem Antrag im Kreistag auf.
Eine natürliche, gesunde Umwelt wünschen sich die Menschen im Landkreis, die CSU nimmt diesen Wunsch in einem Antrag im Kreistag auf.
Foto: Renè Ruprecht
LKR Haßberge – Ein urgrünes Thema bringt die CSU-Kreistagsfraktion mit ihrem Vorsitzenden Steffen Vogel aufs Tapet. Er stellte einen Antrag im Kreisrat.

Die CSU-Kreistagsfraktion, namentlich ihr Vorsitzender Steffen Vogel, hat bei Landrat Wilhelm Schneider beantragt, dass sich der Landkreis Haßberge dem Ziel verpflichten soll, bis zum Jahr 2030 die „Klimaneutralität“ zu erreichen.

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„ Der Klimawandel wird uns auch in unserer Heimat in den kommenden Jahren und Jahrzehnten vor große Herausforderungen stellen“, schreibt Vogel. Schon heute leide die Region unter einer großen Trockenheit, die unserem Wald sehr zu schaffen macht.

Der Staat als Vorbild

„Jeder von uns ist aufgefordert, seinen Beitrag zum Schutz der Natur und der Sicherung unserer natürlichen Lebensgrundlagen zu leisten“, heißt es in dem Antrag. Allen staatlichen Ebenen komme dabei eine Vorbildfunktion zu. Die CSU-Kreistagsfraktion wolle den Landkreis weiter zum Vorreiter in punkto Nachhaltigkeit und Klimaschutz machen.

Bereits in den vergangenen Jahren seien viele richtige und wichtige Schritte getan worden. „Beispielsweise haben wir bereits seit Jahrzehnten das Umweltbildungszentrum in Oberschleichach. Wir haben die GUT gegründet, um das Vorgehen in Sachen Energiewende im Kreis zu bündeln“, erklärt Steffen Vogel.

Ausbau der „Erneuerbaren“

Auf den Erfolgen der Vergangenheit solle man sich nicht ausruhen, sondern weiter mutige Schritte zu mehr Klimaneutralität gehen. Ein wichtiger Punkt werde der Ausbau der erneuerbaren Energien sein. Bereits heute würden im Landkreis Haßberge 71 Prozent des Stromverbrauchs und 26 Prozent des Wärmebedarfs regenerativ erzeugt.

Konkret fordert die CSU-Fraktion folgende Schritte:

1. Es wird jährlich ein Bericht des bisherigen Ausbaustandes der erneuerbaren Energien durch den Geschäftsführer der GUT im Kreistag abgegeben.

2. Es wird jährlich ein Bericht abgegeben, der aufzeigt, welche Schritte notwendig sind, um das Ausbauziel der „Energieautarkie 2030“ zu erreichen.

3. Der Landkreis unterstützt sinnvolle Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen und Energieverbrauch in kreiseigenen Gebäuden, der Wirtschaft und der Bevölkerung.

4. Der Landkreis überprüft die Möglichkeit, alle kreiseigenen Gebäude mit Dachflächenphotovoltaik auszustatten.

5. Bei Neubauten des Kreises wird geprüft, inwieweit es möglich ist, diese in Holzbauweise zu errichten.

6. Neu-und Ersatzbauten sind grundsätzlich im Passivstandard zu erstellen.

7. Auf kreiseigenen Grünflächen sollen nach Möglichkeit Blühflächen gepflanzt werden, die der Biogasproduktion zugeführt werden können.

8. Die Schaffung eines „Landkreis-Werkes“ wird geprüft, mit dem Ziel der gemeinsamen Vermarktung von regenerativ erzeugter Energie.

Letztlich solle dieser Antrag Startpunkt eines langjährigen Prozesses sein, in dem immer wieder neue Ideen aufgegriffen werden können, wie der Landkreis nachhaltiger und umweltfreundlicher werden kann.

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