Erneuerbare Energie
Die Pläne bekommen grünes Licht
Untermerzbach widmet sich dem Aufbau von Solarparks. Der Gemeinderat kümmerte sich um die weitere Weichenstellung.
Untermerzbach widmet sich dem Aufbau von Solarparks. Der Gemeinderat kümmerte sich um die weitere Weichenstellung.
Foto: Patrick Pleul
Untermerzbach – Untermerzbach schöpft staatliche Geldtöpfe aus und billigt für drei mögliche Anlagen die Bebauungspläne.

Die Gemeinde Untermerzbach geht bei der Aufstellung von Solarparks in die Vollen. Bei der Sitzung des Gemeinderates am Montagabend in der Turnhalle der Grundschule billigte das Gremium von drei möglichen Anlagen die vorhabenbezogenen Bebauungspläne und die dazugehörigen Änderungen der Flächennutzungspläne.

Informationen gab es aus berufenem Mund auch zum Breitbandausbau mit Fördermöglichkeiten und zu geplanten Solarparkanlagen.

Die Biologin Mirjam Schumm vom Planungsbüro in Aichach, informierte den Gemeinderat aus fachlicher Sicht zu den geplanten Projekten der Solarparkanlagen im Gemeindegebiet von Untermerzbach, wobei sie naturschutzrechtliche Aspekte beleuchtete und darlegte, wie die einzelnen Anlagen aufgestellt werden sollen.

Hier ging sie auf die Lage der geplanten Anlagen, die Begrünung, Abstandsflächen zum Wald und Nachbargrundstücke und sonstige Aspekte ein.

Ein Solarpark „Hinterer Grieß“, Vorhabensträger ist die Energiebauern GmbH, könnte in der Gemarkung Obermerzbach, Flurnummer 1172 bei Recheldorf entstehen. Ein weiterer, „Solarpark Wegleite“, Vorhabensträger ist die GUT Haßberge mbH, ist in der Gemarkung Gleusdorf, auf den Flurnummern 890/991 vorgesehen. Der dritte, „Solarpark Hummelberg“, Vorhabensträger GUT Haßberge mbh, ist in der Gemarkung Obermerzbach auf den Flurnummern 654/1, 645, 647, 649m 659 und 651 geplant. Das Gremium beschloss in allen Fällen einstimmig die vorhabenbezogenen Bebauungspläne und die Änderung der Flächennutzungspläne.

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Glasfasernetz soll wachsen

Der Breitbandausbau mit dem Glasfasernetz unter Berücksichtigung der Gigabit-Richtlinien (BayGibitR) soll in Untermerzbach voranschreiten. Deshalb wurde eine Markterkundung in Auftrag gegeben, die der Ingenieur Siegbert Reuther aus Bad Staffelstein dem Gemeinderat vorstellte. Er ging auf die Zuwendungsvoraussetzungen ein. So könne eine Förderung gewährt werden, wenn im Erschließungsgebiet kein Netz vorhanden ist, welches zuverlässig 100 Mbit/s für Privatanschlüsse und 200 Mbit/s für gewerbliche Anschlüsse aufweist.

„Glasfasernetze sind die Zukunft, da keine Längenabhängigkeit gegeben ist und es sich um ein störungsfreies Netz handelt“, sagte Siegbert Reuther. Das Kupfernetz hingegen habe ausgedient. Seiner Meinung nach sollte jedes Anwesen angeschlossen werden, im Gemeindebereich Untermerzbach wären das 686 Gebäude. Wichtig wäre es, dass die Anschlussbox innerhalb eines Gebäudes im Keller angebracht wird. Nach den BayGibitR würden seit einem Jahr nur noch Glasfaseranschlüsse gefördert, bei einem maximalen Fördersatz von 90 Prozent oder pro Haushalt mit 6000 Euro.

Jeder Anschluss in Untermerzbach, der noch nicht mit Glasfaser ausgestattet sei, wäre förderfähig, ebenso die Anwesen ohne Breitbandanschluss. Eine hausgenaue Erschließung sei nicht ganz einfach. „Häuser fallen weg, neue kommen hinzu“, so Reuther.

2023 könne es richtig losgehen. Reuther riet, über ein Betreibermodell nachzudenken und in einer gesonderten Sitzung ausführlich zu beraten.

Angebote nichtöffentlich

Der Anschluss mit Glasfaser für das Rathaus und den Bauhof in Untermerzbach steht bevor. Wie hierzu Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) sagte, lägen von der Firma Telekom und der Firma Süc/Dacor Angebote vor, über die nichtöffentlich entschieden werde.

In der letzten Sitzung des Gemeinderats war ein Honorarangebot für die Erweiterung und Sanierung der Kindertagesstätte Memmelsdorf nicht angenommen wurden. Nun wurde nachgebessert und das Angebot des Architekten in Höhe von 110 857 Euro gebilligt. Zuvor belief dieses sich auf 123 000 Euro. Einverstanden war das Gremium mit den Ausbauplänen des Amtes für ländliche Entwicklung (AfLE) Oberfranken, für das Kernwegenetz Truschenhof – Kaltenbrunn. In diesem Zusammenhang soll auch die Brücke am Truschenhof saniert werden.

Ferienprogramm steht

Gemeinderätin Stefanie Bobrich (SPD) informierte, dass das Ferienprogramm gestartet wurde. Am Ferienprogramm nehmen 38 Kinder teil, die von zwölf Betreuerinnen und Betreuern beaufsichtigt werden; etliche Unternehmungen laufen. Das gemeindliche Einvernehmen wurde für Bauvorhaben verschiedener Antragsteller erteilt. Bürgermeister Dietz wies noch darauf hin, dass Schäden an Bachläufen zwischen Obermerzbach und Gereuth und am Mühlsee bei Untermerzbach derzeit gerichtet werden.