Erneuerung
Die Sportanlage in Ebelsbach wird saniert
Teile der Sportanlage in Ebelsbach sind in einem schlechten Zustand.  Dazu ist eine Sanierung notwendig. Der Ebelsbacher Gemeinderat stellte die Weichen für die Erneuerung, die Kosten von knapp 200 000 Euro verursachen dürfte.
Teile der Sportanlage in Ebelsbach sind in einem schlechten Zustand. Dazu ist eine Sanierung notwendig. Der Ebelsbacher Gemeinderat stellte die Weichen für die Erneuerung, die Kosten von knapp 200 000 Euro verursachen dürfte.
Foto: Günther Geiling
Ebelsbach – Der Gemeinderat Ebelsbach gab grünes Licht für das knapp 200 000 Euro teure Projekt. Ein neues Ratsmitglied wurde vereidigt.

Zum Auftakt der Ebelsbacher Gemeinderatssitzung standen zwei Personalien auf der Tagesordnung. Als neues Mitglied wurde Georg Engel vereidigt, der für den ausgeschiedenen Gemeinderat Markus Reinwand als Nachrücker auf der CSU-Liste in das Gremium einzog. Lisa Heil stellte sich als neue Gemeinde- und Jugendpflegerin der Gemeinde Ebelsbach sowie Leiterin der Mittagsbetreuung vor.

Bürgermeister Martin Horn (SPD) betonte, dass damit ein neues Kapitel der Jugendarbeit in Ebelsbach beginne. Die Gemeinde sei derzeit dabei, geeignete Räume für die kommunale Jugendarbeit im Schloss Gleisenau einzurichten. Die 26-jährige Lisa Heil stammt aus Kirchaich. Sie absolvierte ein Studium für Sport und Gesundheitswissenschaft und landete schließlich in der Kinder- und Jugendarbeit, die ihr nach eigener Aussage viel Spaß bereitet. „Ich freue mich auf diese neue Tätigkeit, bei der ich nun in einem ersten Schritt die Planungen angehe und dann nach und nach die ganze Jugendarbeit aufgebaut werden soll“, sagte Lisa Heil.

Wichtiger Punkt auf der Tagesordnung war die Generalsanierung der Außensportanlagen am Sportzentrum in Ebelsbach. Eigentümer der Sportanlage ist die Gemeinde Ebelsbach. Die Sportanlage ist jedoch vom SV Rapid im Rahmen eines Erbbaurechts auf 99 Jahre gepachtet, und die Freisportflächen werden nach derzeitigem Stand von acht Klassen der Grundschule Ebelsbach mitgenutzt. An der 1978 eingeweihten Sportanlage seien in den vergangenen Jahren schon Sanierungsarbeiten durchgeführt worden, schilderte der Bürgermeister. Nun stünden größere Sanierungsarbeiten im Bereich des Allwetterplatzes mit Weit- und Hochsprunganlage sowie der Laufbahn an, erklärte Horn.

Sein Bemühen sei es nun gewesen, dafür eine Förderung zu bekommen, die auch schulaufsichtlich befürwortet werde. Die Gesamtkosten für die Sanierung bezifferte er auf 191 590 Euro. Ein Zuschuss von rund 50 Prozent sei realistisch, sagte Horn.

Die Maßnahmen sollen voraussichtlich im Sommer 2021 unter Berücksichtigung des Sportbetriebs ausgeführt werden. „Auf jeden Fall müssen wir etwas machen. Wenn es dann wieder 25 bis 30 Jahre hält, müssen wir zufrieden sein“, meinte der Bürgermeister. Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung, einen Antrag auf Zuwendung zu stellen.

Erneut wurde über die Anschaffung eines Bürgerbusses debattiert, nachdem nun die Rückmeldungen einer Bedarfsabfrage vorlagen. Mathias Stretz von der Bauverwaltung wies darauf hin, dass durch den Bürgerbus das Mobilitätsangebot für die Bürger aus den Ortsteilen erheblich verbessert werden könnte, vor allem für ältere Menschen. Der Bürgerbus wäre auch in der Jugend- und Seniorenarbeit einsetzbar und würde eine Unterstützung der örtlichen Vereine darstellen, hieß es.

Bürgermeister Martin Horn berichtete von Zahlen der Gemeinde Oberhaid, die einen solchen Bus angeschafft hat. Bei der Anschaffung müsse man mit rund 34 000 Euro rechnen, während für Versicherung und Steuer jährlich rund 960 Euro anfielen, erläuterte er.

Unter den Gemeinderäten entwickelte sich eine rege Diskussion, wie die Organisation des Bürgerbusses aussehen sollte. Gemeinderat Roland Metzner (CSU) bat, auch ein privates Angebot zu prüfen, weil die Gemeinde sich dann nicht um das Fahrzeug kümmern müsse. Tobias Ziegler (BNL) warf die Frage in den Raum, ob die Gemeinde das Fahrzeug oft an Vereine verleihen könne. Es müsse jemand da sein, der das Fahrzeug abgebe und kontrolliere.

Bürgermeister Martin Horn ließ keinen Zweifel daran, dass er einen Bürgerbus nicht in private Hände geben wolle. Noch offene Fragen sollen bis zu einer der nächsten Sitzungen geklärt werden.

Der Gemeinderat beauftragte den Bürgermeister, für einen Neunsitzer mit barrierefreiem Zugang (Rampe im Kofferraum und tief liegender Einstieg) Angebote einzuholen. Erst nach Vorlage aller Kosten will der Gemeinderat über die Anschaffung eines Bürgerbusses beschließen.