Stadtrat Ebern
Bald flattern Beitragsbescheide ins Haus
Den Anliegern der Straßenzüge Kohlplatte und Mühläcker sowie der Hirtenwiesen in Unterpreppach, werden Beitragsbescheide ins Haus flattern. Das Foto zeigt diese Straßen im oberen Teil des Planes und rechts die ins Auge gefasste Erweiterung des Bau...
Den Anliegern der Straßenzüge Kohlplatte und Mühläcker sowie der Hirtenwiesen in Unterpreppach, werden Beitragsbescheide ins Haus flattern. Das Foto zeigt diese Straßen im oberen Teil des Planes und rechts die ins Auge gefasste Erweiterung des Baugebietes, welches der Weg in Richtung Höchstädten begrenzt.
Foto: Helmut Will
Zahlreiche Feuerwehrleute aus Bramberg (unser Bild) und Reutersbrunn folgten bei der Stadtratssitzung als Zuhörer den Beschlüssen zum Umbau ihres Feuerwehrgerätehauses und zur Beschaffung eines neuen Fahrzeuges.
Zahlreiche Feuerwehrleute aus Bramberg (unser Bild) und Reutersbrunn folgten bei der Stadtratssitzung als Zuhörer den Beschlüssen zum Umbau ihres Feuerwehrgerätehauses und zur Beschaffung eines neuen Fahrzeuges.
Foto: Helmut Will
F-Signet von Helmut Will Fränkischer Tag
Ebern – Die Kosten für das Baugebiet „Haube“ werden auf die Bürger umgelegt. Das Gremium in Ebern billigt die Erweiterung des Feuerwehrhauses in Bramberg.

Gelichtet waren die Reihen bei der Sitzung des Stadtrates Ebern in der Frauengrundhalle. Beschlussfähig war das Gremium trotzdem.

Beschlossen wurde für das Neubaugebiet Unterpreppach, dass die Verwaltung die baulich vollständig hergestellte Erschließungsstraße „Kohlplatte“ und „Mühläcker“ im Bebauungsgebiet Haube II abrechnen kann. Demnächst werden also Beitragsbescheide für das Neubaugebiet Haube II in Unterpreppach verschickt. Für die bereits bebauten und bebaubaren Grundstücke der noch nicht fertig gestellten „Hirtenwiesen“ werden Vorausleistungen auf den Erschließungsbeitrag in Höhe von 30 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche fällig. Im diesjährigen Haushalt sind für das Baugebiet Einnahmen von 140.000 Euro vorgesehen. Bürgermeister Jürgen Hennemann machte deutlich, dass der Stadt rechtlich nichts anderes übrigbleibe, als die Beiträge auf die Anlieger umzulegen. Was auf den Einzelnen zukommt, vermochte er nicht zu beantworten.

Bramberger packen’s selbst an

Der Bramberger Stadtrat Frank Kaiser (CSU) hatte beantragt, das Feuerwehrgerätehaus in Bramberg zu erweitern. Konkret geht es darum darum, dass der Stellplatz um 1,70 Meter verlängert werden müsse, um die Mindestanforderung von acht Metern Länge zu erfüllen. Erst dann könne ein Förderantrag für ein Feuerwehrauto gestellt werden, erläuterte das Stadtoberhaupt. Dass die Feuerwehr Bramberg Eigenleistung einbringen wolle, lobte Hennemann. Deshalb würden nur Planungs- und Materialkosten bei der Stadt verbleiben. Der Stadtrat beschloss die Maßnahme einstimmig. Die erforderlichen Mittel in Höhe von etwa 25.000 Euro werden im Haushalt 2023 eingestellt.

Weiter wurde ein Grundsatzbeschluss gefasst, für die Feuerwehr Bramberg ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) ohne Atemschutz und Wärmebildkamera zu beschaffen und hierfür einen Förderantrag bei der Regierung zu stellen. Dieses soll den Anhänger, Baujahr 1996, ersetzen. Die Feuerwehr Bramberg hat eine Mannschaftsstärke von 32 Aktiven sowie zehn Anwärtern, was der Bürgermeister für beachtlich hielt. Die voraussichtlichen Kosten für das TSF belaufen sich auf 70.000 bis 80.000 Euro, wobei mit einer Zuwendung durch den Freistaat Bayern in Höhe von 26.000 Euro zu rechnen sei.

Ein TSF soll auch für die Feuerwehr Reutersbrunn beschafft werden, wo sich für das alte Fahrzeug (Baujahr 1985) Reparaturarbeiten nicht mehr rechnen. Da man beide Fahrzeuge zusammen beschaffen will, rechnet man mit einer gewissen Ersparnis. Die Beschlüsse zu beiden Wehren wurden einstimmig gefasst.

Punkte werden vertagt

Gleich zu Beginn der Sitzung waren die Punkte „Neubau des Feuerwehrhauses Unterpreppach“ und auf Antrag der Stadträte Dieter Gerstenkorn und Markus Fausten (beide CSU) die „Vergabe von Oberflächensanierungen von Straßen“ von der Tagesordnung genommen worden. Zum Feuerwehrgerätehaus Unterpreppach, so der Bürgermeister, wären erst mal noch weitere Beratungen nötig. Eine Behandlung soll in der nächsten Sitzung erfolgen.

Stadtrat Dieter Gerstenkorn monierte, bevor Aufträge für Straßensanierungen zwischen Unterpreppach und Reutersbrunn oder in Frickendorf vergeben werden, solle sich erst einmal der Bauausschuss diese Straßen ansehen. Das unterstützte auch Stadtrat Markus Fausten. Seine Bitte, sich die erfolgte Sanierung von Straßen in Jesserndorf mit dem Bauausschuss anzusehen, sei bisher nicht befolgt worden. Mit dem Ergebnis der Sanierung ist man dort offensichtlich nicht zufrieden.

Stromsparen bei der Beleuchtung

„Wir haben bei der Umrüstung auf LED-Lampen bereits gute Vorarbeit geleistet“, sagte Bürgermeister Jürgen Hennemann bei der Stadtratssitzung . Mit den bisher auf LED umgerüsteten Brennstellen habe man 67 Prozent an Energie einsparen können. Nach einem Angebot vom Bayernwerk werden für die Umrüstung der noch umzurüstenden 194 Brennstellen mit alten Pilzleuchten auf LED-Leuchten 109.221 Euro fällig. „Ich denke, das ist im Hinblick auf die zu erwartende Einsparung bei zu erwartender Verteuerung des Stromes sinnvoll“, so der Bürgermeister. Der Stadtrat beschloss die Umstellung und billigte die Ausgabe. Sie war bisher im Haushalt nicht eingestellt.

Eine längere Diskussion gab es zum Thema Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung, um Kosten einzusparen, weil eine Strompreissteigerung um das Dreifache zu erwarten ist. „Wir sollten ausloten, welche Einsparpotenziale wir nutzen können“, sagte Hennemann. Mit einer Nachtabschaltung in der Zeit von 22 bis 5 Uhr, also für sieben Stunden, könnten pro Jahr 59.000 Kilowattstunden eingespart werden. Zahlreiche Stadträte beteiligten sich mit Ideen und Vorschlägen, manche waren dafür nicht abzuschalten und brachten das Sicherheitsgefühl der Bewohner zur Sprache. Einzelabschaltungen, beispielsweise jede zweite Straßenlampe, seien technisch nicht machbar. Schließlich einigte man sich die Sache mit dem Bayernwerk zu besprechen und eventuell probehalber für zwei Gebiete eine Nachtabschaltung vorzunehmen. In diesem Zusammenhang verwies Bürgermeister Jürgen Hennemann auf die Gemeinde Itzgrund, wo die Nachtabschaltung schon viele Jahre problemlos praktiziert werde.

Zulassungsstelle macht wieder auf

Der Bürgermeister teilte mit, dass laut Aussage des Landratsamtes nicht beabsichtigt ist, die KFZ-Zulassungsstelle in Ebern dauerhaft geschlossen zu halten. Die aktuellen Ausfälle seien bedingt durch Krankheitsfälle. An einer Lösung werde gearbeitet.

Beschlossen hat der Stadtrat eine Änderung am Bebauungsplan „Mannlehen.“ Nunmehr dürfen Dachgeschosse als Vollgeschosse ausgebaut werden.

Im Rechenschaftsbericht für das Jahr 2021 sagte Bürgermeister Hennemann, dass die Einnahmen oft positiv überraschten. So bei der Gewerbesteuer, die mit 3.630.765 Euro über dem Ansatz von zwei Millionen lag; bei der Einkommensteuer gab es mit 4.388.323 Euro fast 300 000 Euro mehr als erwartet. Die Schulden der Stadt Ebern betrugen zum Jahreswechsel 5,6 Millionen Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von etwas über 777 Euro entspricht gleichkomme. Allerdings seien noch Außenstände zu verzeichnen.

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