Hilfe und Service
Rentweinsdorf will etwas für die Bürger tun
Seniorinnen trainieren ihre Fitness mit Reifen. In mehreren Kommunen des Landkreises Haßberge gibt es Angebote für Familien allgemein und für ältere Menschen im Besonderen.
Seniorinnen trainieren ihre Fitness mit Reifen. In mehreren Kommunen des Landkreises Haßberge gibt es Angebote für Familien allgemein und für ältere Menschen im Besonderen.
Foto: Robert Kneschke, Stockadobe.com
F-Signet von Günther Geiling Fränkischer Tag
Rentweinsdorf – Knetzgau macht es mit seinem Bündnis für Familien und Senioren vor. Was der Gemeinderat von Rentweinsdorf davon übernehmen will.

Schon öfter wurde im Ratsgremium über Angebote für Senioren und Familien oder den Einsatz eines Bürgerbusses diskutiert. Nun standen diese Themen offiziell auf der Tagesordnung. Thomas Zettelmeier informierte den Gemeinderat über das „Bündnis für Familien und Senioren“ der Gemeinde Knetzgau. Es bestehe seit zehn Jahren. In dieser Zeit seien rund 435 Veranstaltungen angeboten worden. Nun will sich auch die Marktgemeinde darüber Gedanken machen, ob und wie ein solches Bündnis in ihrem Bereich umgesetzt werden könnte. In dem Dorf mit 850 Einwohnern habe man dabei schon 4500 Gäste gezählt, die Veranstaltungen besuchten.

Thomas Zettelmeier von der Gemeinde Knetzgau informierte das Ratsgremium über die Einrichtung und die Möglichkeiten eines „Bündnisses für Familien und Senioren“.
Thomas Zettelmeier von der Gemeinde Knetzgau informierte das Ratsgremium über die Einrichtung und die Möglichkeiten eines „Bündnisses für Familien und Senioren“.
Foto: Günther Geiling

Referent Thomas Zettelmeier ist in der Gemeinde zuständig für dieses Bündnis und meinte, dass es eigentlich nichts anderes sei als ein „Bürgerdienst“. Es gebe inzwischen 650 solcher lokalen Bündnisse in Deutschland, die auf eine Initiative des Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zurückgingen. Dabei fänden sich Netzwerke von Akteurinnen und Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft vor Ort, auf freiwilliger Basis fänden, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien zu verbessern.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie von Erwerbstätigkeit und Pflege

„Kernthemen sind Vereinbarkeit von Familie und Beruf, verlässliche Kinderbetreuung, unterstützende familienfreundliche Infrastruktur sowie zunehmend auch die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Pflege“, betonte Zettelmeier. In Knetzgau gebe es den offenen Treff „zur alten Tankstelle“ in Westheim mit Café, eine Krabbelgruppe, Sitzgymnastik, einen Strickkreis, einen Männertreff, Seniorennachmittage und VHS-Kurse. Und es gebe einen Bürgerbus, der alle Ortsteile zweimal in der Woche anfahre und damit vor allem älteren Bürgern Mobilität ermögliche. Veranstaltungen würden ehrenamtlich organisiert, man könne zwanglos teilnehmen, das funktioniere kostenlos und auf Spendenbasis.

Was sich die Rentweinsdorfer Gemeinderäte für ihre Familien vorstellen könnten

Natürlich sei in diesen zehn Jahren manches auch im Wandel gewesen. „Als meine Aufgabe sehe ich es an, Ehrenamtliche in der Gemeinde zu unterstützen, damit sie sich auf ihr Ehrenamt fokussieren können“, betonte Zettelmeier.

Im Marktgemeinderat wurde konkret der Einsatz eines Bürgerbusses angesprochen. Das wäre machbar für Rentweinsdorf. Bürgermeister Steffen Kropp meinte, dass man bei der weiteren Diskussion mit Thomas Zettelmeier in Kontakt bleiben und gerne auf seine Erfahrungen zurückgreifen wolle.

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