Mobilfunk
Bei Altershausen: Ein Mast wird kommen
In der Nähe der Windbergruine bei Altershausen ist die Errichtung eines Mobilfunkmastes geplant.
In der Nähe der Windbergruine bei Altershausen ist die Errichtung eines Mobilfunkmastes geplant.
Foto: Gerold Snater
Königsberg in Bayern – Der Stadtrat von Königsberg ist der Ansicht, dass sich in Sachen Mobilfunk in den Haßbergen etwas verbessern müsse. Nun wird sich etwas tun.

Das Stadtratsgremium von Königsberg beschäftigte sich in seiner Sitzung am Dienstagabend mit dem Thema Photovoltaikanlagen in Hellingen und Junkersdorf und der Aufstellung eines Mobilfunkmastes bei Altershausen. Dass das Mobilfunknetz besonders im Stadtteil Altershausen und in der dortigen Region nicht zu den besten gehört, ist bekannt. Das könnte sich aber demnächst ändern, denn die Vodafone GmbH plant die Errichtung einer neuen Mobilfunksendeanlage im Bereich des Windbergs in der Gemarkung Altershausen. Der Funkmast soll auf einem Gebäude oder alternativ auf dem Boden errichtet werden.

Die Stadt Königsberg ist als Standortkommune aufgefordert, zum geplanten Funkmast Stellung zu nehmen. Die technische Überprüfung ist nach Rücksprache mit dem Immissionsschutz am Landratsamt Aufgabe der Bundesnetzagentur. Es sei grundsätzlich begrüßenswert, an geeigneten Stellen im Bereich der Haßberge Maßnahmen zur Verbesserung der Einwahlmöglichkeiten ins Internet zu schaffen, hieß es im Stadtrat. Und es wurde deutlich, dass das Gremium eine Verbesserung der Mobilfunkinfrastruktur durch die Errichtung eines Mobilfunkmastes bei Altershausen begrüßt, denn der entsprechende Beschluss fiel einstimmig aus. Das Gremium wünschte aber auch, dass Rücksicht auf die vorhandene Bebauung im Bereich des Windbergs genommen werde. Zusätzlich aufgenommen wurde auch, dass es gut wäre, wenn die Vodafone GmbH vorsehe, dass auch weitere Netzanbieter den geplanten Maststandort mitnutzen könnten.

Auf diesem Gelände nördlich des Flurbereinigungsweges von Römershofen nach Hellingen unterhalb des Oberliedenbergs soll demnächst die Photovoltaikanlage – Hellingen IV eingerichtet werden.
Auf diesem Gelände nördlich des Flurbereinigungsweges von Römershofen nach Hellingen unterhalb des Oberliedenbergs soll demnächst die Photovoltaikanlage – Hellingen IV eingerichtet werden.
Foto: Gerold Snater

Dass es nicht so einfach ist und mehrere Hürden überwunden werden müssen, um Photovoltaikfreianlagen zu errichten, das wurde in der Sitzung ersichtlich. Der Stadtrat befasste sich mit den Anträgen der GFG Solar GmbH & Co. KG aus Königsberg, die im Stadtteil Hellingen die vierte und in Junkersdorf die erste derartige Anlage errichten möchte. Dazu muss in den betreffenden Gebieten der Flächennutzungsplan geändert und ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt werden. Diese Vorgaben wurden schon vor einigen Monaten erarbeitet, und den Vorschriften entsprechend den Trägern öffentlicher Belange wie den verschiedenen Ämtern und der Öffentlichkeit bekannt gemacht. Jan-Michael Derra vom Königsberger Ingenieurbüro Stubenrauch trug nun in der Sitzung die eingegangenen Stellungnahmen und Beschlussvorlagen für die Bebauungspläne „Sondergebiet Photovoltaik – Hellingen IV“ und „Sondergebiet Photovoltaik – Junkersdorf I“ sowie die Änderung des Flächennutzungsplans vor.

Die Stellungnahmen aus der frühzeitigen Beteiligung wurden abgewogen. Anschließend billigte der Stadtrat die Entwürfe. Diese Entwürfen werden nun nochmals ausgelegt, so dass die Öffentlichkeit, die Behörden und die sonstigen Träger öffentlicher Belange noch einmal Stellung nehmen könnten, wenn sie das wollten. So sind eben die Regularien.

Sachstand bei der Allianz Main & Haßberge

Bei der Sitzung stellte sich die neue Managerin der Allianz Main & Haßberge, Nina Streng, den Stadträten vor und informierte über den aktuellen Stand. Mit insgesamt bis zu 100000 Euro können Kleinprojekte in der Allianz gefördert werden. Der Förderaufruf ist seit dem 26. November für das Regionalbudget 2022 offiziell gestartet. Als Anreiz stellte Streng Beispielprojekte vor, die mit dem Regionalbudget 2020 gefördert wurden, zum Beispiel die Outdoorfitnessgeräte in Altershausen oder ein Versorgungswagen in Hellingen. Als Auswahlkriterien und Handlungsfelder des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (Ilek) nannte Nina Streng gleichwertige Lebensverhältnisse, eine erreichbare Grundversorgung, die Schaffung attraktiver und lebendiger Ortskerne und die Behebung von Gebäudeleerständen. Grundsätze seien dabei auch Natur-, Umwelt-und Klimaschutz und Flächensparen. Berücksichtigt werden müssten auch die demografische Entwicklung sowie die Digitalisierung.

Die Allianzmanagerin zeigte die Voraussetzungen zur Förderung auf. So dürfen mit dem Regionalbudget nur Kleinprojekte gefördert werden, mit deren Durchführung noch nicht begonnen wurde und deren Gesamtausgaben 20000 Euro netto nicht übersteigen. Der Zuwendungsbedarf muss die Bagatellgrenze von 500 Euro überschreiten. Bürgermeister Claus Bittenbrünn bedankte sich bei Nina Streng und forderte Interessenten auf, die Angebote zu nutzen.

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