Temperatur & Licht
Beschluss: Gädheim will Energie sparen
Die Straßenbeleuchtung ist ein Bereich, in dem Energie gespart werden soll.
Die Straßenbeleuchtung ist ein Bereich, in dem Energie gespart werden soll.
Foto: Symbolbild/dpa
Gädheim – Verschiedene Möglichkeiten stehen zur Diskussion, damit im öffentlichen Raum weniger Strom verbraucht wird.

Bürgermeister Peter Kraus erläuterte während der Sitzung des Gädheimer Gemeinderates die Maßnahmen zur Energieeinsparung, die die Gemeinde bereits getroffen hat: Die Außenbeleuchtung aller gemeindlichen Gebäude ist für die Zeit von 22 bis 6 Uhr ausgeschaltet. Ausgenommen davon sind Beleuchtungen für Verkehrsflächen an den Gebäuden. Im Neubau von Bauhof und Feuerwehr wurden alle Raumthermostate auf die vorgegebenen Temperaturen eingestellt, die grundsätzlich nicht wärmer als 19 Grad geheizt werden dürfen. Ausnahme sind beispielsweise Aufenthaltsräume, so Kraus.

Ein weiterer Ansatz zum Einsparen von Energie liegt bei der Straßenbeleuchtung. So wurde etwa mit den beiden Energielieferanten der Gemeinde, der ÜZ Mainfranken für Gädheim und dem Bayernwerk für Ottendorf und Greßhausen, Kontakt aufgenommen. Bezüglich der Straßenbeleuchtung in Gädheim sieht es aktuell so aus, dass mit Ausnahme des Dorfplatzes, auf dem keine LED-Leuchtmittel verbaut sind, alle anderen Straßenlaternen eine automatische Nachtabsenkung um 50 Prozent haben, erklärte Bürgermeister Peter Kraus.

Nachtabsenkung für einige Stunden

Je nach Witterung und Sonnenauf- beziehungsweise -untergang beträgt diese Nachtabsenkung rund fünf bis sechs Stunden. Diese Absenkung funktioniert bei den Peitschenmasten, bei denen auf LED-Röhren umgerüstet wurde, aktuell noch nicht. Hier sind pro Leuchtenstandort aktuell 40 Watt verbaut.

Grundsätzlich könnte eine der beiden Leuchtstoffröhren noch aus den Lampen dauerhaft ausgebaut werden, wovon die ÜZ Mainfranken aber abrät. Der Grund: Die Beleuchtungssituation würde sich deutlich verschlechtern. Vonseiten des Bayernwerks kamen laut Kraus trotz mehrfacher Nachfrage, sowohl schriftlich als auch mündlich, keine konkreten Vorschläge, was die Gemeinde hier unternehmen kann. Aktuell läuft eine Anfrage beim Kommunalbetreuer für Unterfranken. Der Bürgermeister sagte: „Sollte es möglich sein, in Ottendorf und Greßhausen die Straßenbeleuchtung in einzelnen Straßenzügen nachts abzuschalten, müsste der Gemeinderat in einer der nächsten Sitzungen darüber entscheiden.“

Zwei Luftreinigungsgeräte

Einen Zuschussantrag des Caritasvereins Gädheim für Luftreinigungsgeräte beschied der Gemeinderat in seiner Sitzung positiv. Die Gemeinde Gädheim hat zu Beginn des Jahres zwei Luftreinigungsgeräte für die Kindertagesstätte „Bachinsel“ beschafft, weil nur so ein staatlicher Zuschuss möglich war.

Die nach Abzug der Förderung verbleibenden Kosten wurden dem Caritasverein Gädheim als Träger verrechnet. Der Verein beantragte nun einen Zuschuss über 50 Prozent der Restkosten der Luftreinigungsgeräte und einen Zuschuss von 50 Prozent über die Wartungskosten für die kommenden drei Jahre. Begründet wurde der Zuschussantrag mit großen Investitionen des Caritasvereins mit dem Anbau: Neue Computer- und Netzwerktechnik, zusätzliche Telefone, W-LAN, Ergänzungen im Büro und die Einrichtung des Personalraums müssen durch den Caritasverein finanziert werden. Ein Zuschuss von 2900 Euro wurde beschlossen.