Gemeinderat
Gemeinderat beschließt Entwicklung
In der geplanten Dorfentwicklung will man sich Gedanken zur Nutzung des Pfarrhauses in der Ortsmitte von Stettfeld machen und eventuell Zukunftsvisionen entwerfen.
In der geplanten Dorfentwicklung will man sich Gedanken zur Nutzung des Pfarrhauses in der Ortsmitte von Stettfeld machen und eventuell Zukunftsvisionen entwerfen.
Foto: Günther Geiling
Stettfeld – Stettfeld – Das Gremium besprach die Eckpunkte des Zukunftsprojekts. Die Dorfentwicklung soll wichtige Verbesserungen bringen.

Um die zukünftige Dorfentwicklung von Stettfeld ging es in der letzten Gemeinderatssitzung. Aus dem Gremium heraus war sie schon in der Vergangenheit immer wieder thematisiert worden, und auch im Bauausschuss fanden hinsichtlich der aktuellen Planungen und Vorhaben in der Gemeinde Gespräche statt. Nun wurde erstmals ein Eckpunkte-Programm erörtert, das nach Möglichkeit auch eine zeitliche Priorisierung erhalten soll.

Bürgermeister Alfons Hartlieb (CSU) berichtete von der Sitzung des Bauausschusses und auch von Gesprächen mit der Verwaltung, nach denen grundsätzliche Möglichkeiten zur Förderung über das Amt für LändlicheEntwicklung oder über die Regierung von Unterfranken im Rahmen eines „integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes“ bestünden. Aufgrund der Erfahrungen anderer Gemeinden lägen die Kosten eines solchen Konzeptes bei ca. 40 000 bis 50 000 Euro bei einer Förderquote von 60 Prozent.

Allerdings, so Hartlieb, seien vom Gemeinderat hierzu Eckpunkte der Dorfentwicklung festzulegen. Das bedeute, dass die Gemeinde ihre konkreten Vorstellungen vortragen müsse, welchen Bedarf an welchen Einrichtungen sie für die nächsten Jahre sehe.

Die Meinungen im Gemeinderat gehen auseinander

So entwickelte sich erst einmal eine konstruktive und sachliche Diskussion, ob solch ein Konzept überhaupt nötig sei. Grundsätzlich wisse ja jeder Gemeinderat, welche Projekte für Stettfeld dringend gebraucht würden und teilweise ja auch schon angestoßen seien. Hier wurde insbesondere das aktuelle Kindergartenprojekt genannt, das schon allein weit über drei Millionen Euro verschlinge, aber auch die Ausweisung eines neuen Baugebietes. In diesem Zusammenhang kam auch die Meinung auf, dass ein solches Zukunftsprojekt „Dorfentwicklung“ derzeit gar nicht nötig sei oder zumindest zu einem späteren Zeitpunkt angegangen werden sollte.

Andererseits sahen es einige Gemeinderäte aber als wichtig an, einen „Blick von außen“ zuzulassen, wobei auch das Stichwort „betriebsblind“ fiel. Außerdem wolle man sich in 20 Jahren nicht vorwerfen lassen, man habe eine geordnete Dorfentwicklung unterlassen. So wurde daran erinnert, dass es in der Vergangenheit versäumt wurde, die Landwirtschaft an einem geeigneteren Ort zu konzentrieren. Durch die „Zersiedelung der Landwirtschaft“ würde die Entwicklung eines Wohnbaugebietes nun arg eingeschränkt.

Als Eckpunkte der Dorfentwicklung wurden schon im Bauausschuss und aus den Fraktionen heraus nun auch im Gemeinderat folgende Zukunftsvisionen und Schlagworte in die Runde geworfen: Nutzung und Entwicklung des Pfarrhauses bzw. Entwicklung eines Vereinshauses, Tagesbetreuung und Tagespflege, Lebensmittelversorgung, Sprechstunde Hausarzt, Leerstände, Betreutes Wohnen, demographischer Wandel und Versorgungssicherheit Wasser. Der Bürgermeister wurde dann beauftragt, mit den festgelegten Eckpunkten die Gespräche mit den potenziellen Fördergebern zu forcieren.

Der Planungsstand zur Verlegung des Mühlbaches war ein weiteres Thema. Bürgermeister Alfons Hartlieb erläuterte zum schlechten Zustand des Mühlbaches, dass es bereits Planungen gebe, diesen wieder in sein ursprüngliches Bett zu verlegen. Allerdings könnte dies aufgrund gescheiterter Grunderwerbsverhandlungen nicht weiter vorangetrieben werden. Die Verlegung des Mühlbaches dürfe auch nicht mit dem Hochwasserschutz-Konzept verwechselt werden. Aus diesem Grund sollen in der nächsten Gemeinderatssitzung die Planungen „Verlegung Mühlbach“ und das „Hochwasserschutzkonzept“ noch einmal genau vorgestellt werden.