Kritik der Bürger
Gefährliche Strecke von Jesserndorf nach Ebern
Wer von Jesserndorf (im Bild) nach Ebern gelangen will, muss die Staatsstraße 2278 nutzen. Für Radfahrer ein gefährliches Unterfangen. Deshalb wird ein Radweg dringend gefordert.
Wer von Jesserndorf (im Bild) nach Ebern gelangen will, muss die Staatsstraße 2278 nutzen. Für Radfahrer ein gefährliches Unterfangen. Deshalb wird ein Radweg dringend gefordert.
Eckehard Kiesewetter
F-Signet von Helmut Will Fränkischer Tag
Jesserndorf – Viele Jahre sind vergangen – in Sachen Radweg tut sich in Jesserndorf immer noch nichts. Wie Bürgermeister Hennemann das begründet.

Die alte Forderung nach einem Radweg zwischen Ebern und Jesserndorf wurde bei der Bürgerversammlung im Stadtteil Jesserndorf wieder laut. Der Grund: Radfahrer müssen auf der mehr als acht Kilometer langen Strecke die dicht befahrene Staatsstraße nach Haßfurt nutzen. Und das ist gefährlich.

 

„Das Thema wird sei 2013 immer wieder diskutiert“, erinnerte Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD). Nach einem Plan von 2013 wären bei der Stadt Ebern Kosten in Höhe von 338.100 Euro verblieben. Die Priorität für einen Radweg sei bislang nicht hoch eingestuft worden.

Das Straßenbauuamt Scheinfurt hätte nichts gegen einen Radwegbau

Ein Hauptproblem sei auch eine mögliche Querung der Staatsstraße 2278 bei der Einmündung Vorbach/Pöppelsmühle. 2016 sei dann überlegt worden, den Radweg auf bestehenden Wirtschaftswegen zu führen. Im April 2018 habe das Straßenbauamt Schweinfurt einen Radweg grundsätzlich befürwortet.

In der Zwischenzeit sei in der Causa Radweg wenig passiert, gab Hennemann zu. Der Bürgermeister nannte eine Reihe von Gründen. Der Antrags-, Planungs- und Finanzaufwand wäre groß. Auch würden hierzu Kapazitäten in der Verwaltung fehlen.

„Fahrradtechnisch hört bei Unterpreppach die Welt auf“

Bisherige Förderprogramme könnten nicht genutzt werden. Man müsse das Projekt in künftigen Haushaltsberatungen erneut diskutieren. Unsicher sei, ob man trotz kostenintensiver Vorplanungen wirklich zum Zug kommen werde. „Wir schaffen es derzeit nicht, da was zu machen“, stellte der Bürgermeister schließlich klar.

Da kam natürlich Kritik auf. Marko Hager meinte, in der Vergangenheit sei zu wenig Initiative ergriffen worden. Der Jesserndorfer Stadtrat Markus Fausten (CSU) forderte endlich eine Perspektive, denn: „Fahrradtechnisch hört bei Unterpreppach die Welt auf“.

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