Ehrungen
Den Titel kriegt nicht jeder
Werner Schneider ist ein profilierter Mann der CSU. In seiner Zeit als Bürgermeister brachte er die Gemeinde in vieler Hinsicht nach vorne. Jetzt ehrte ihn die Gemeinde mit dem Titel Altbürgermeister. Damit kann sich nicht jeder Bürgermeister am Ende seiner Karriere schmücken. Unser Bild entstand im Jahr 2007 vor dem Landratsamt in Haßfurt.
Werner Schneider ist ein profilierter Mann der CSU. In seiner Zeit als Bürgermeister brachte er die Gemeinde in vieler Hinsicht nach vorne. Jetzt ehrte ihn die Gemeinde mit dem Titel Altbürgermeister. Damit kann sich nicht jeder Bürgermeister am Ende seiner Karriere schmücken. Unser Bild entstand im Jahr 2007 vor dem Landratsamt in Haßfurt.
Foto: Marcus Führer dpa
Knetzgau – In seiner Amtszeit hat Werner Schneider die Gemeinde Knetzgau weiterentwickelt. Nun wurde ihm der besondere Titel verliehen.

18 Jahre lang – von 1990 bis 2008 – führte Altbürgermeister Werner Schneider die Geschicke der Gemeinde Knetzgau. Sechs Jahre lang war er zuvor Zweiter Bürgermeister, „lernte“ quasi unter Frontfigur Franz Hofmann.

Zuvor fungierte er bereits in Zell als Bürgermeister und Gemeinderat. Seit 1990 war er zudem Kreisrat.

In seine Amtszeit fielen viele markante Meilensteine. Etwa der Ausbau der Bergstraße zwischen Zell und Oberschleichach. Aber auch schwer belastende Fälle wie der Missbrauchsskandal in Eschenau, den eine heute in den USA wohnende ehemalige Eschenauerin aufdeckte. In der Folge entwickelte sich eine harte Belastungsprobe für die Dorfgemeinschaft, ein Beteiligter beging sogar Suizid. Nicht alles also war nur eitel Sonnenschein, doch Werner Schneider zeichnete bei allem Tun auch sein ausgleichendes Temperament und seine Freundlichkeit aus.

Nie ein Gegenkandidat bei den Wahlen

Am Donnerstag ehrte ihn daher Bürgermeister Stefan Paulus mit der Altbürgermeisterurkunde. In seiner Amtszeit habe Werner die Gemeinde weiterentwickelt, beispielsweise durch Kläranlagenbau, Ansiedlung von Betrieben oder der Fertigstellung des Schlosses Oberschwappach. Paulus sagte, er beneide seinen Vorgänger darum, dass er bei Wahlen nie einen Gegenkandidaten hatte, was sicherlich Nerven sparte.

Sie wurden am Donnerstag von Bürgermeister Stefan Paulus (Zweiter von rechts) geehrt (von links): Günther Köhler, Altbürgermeister Werner Schneider, Barbara Hein und Willi Fuß.
Sie wurden am Donnerstag von Bürgermeister Stefan Paulus (Zweiter von rechts) geehrt (von links): Günther Köhler, Altbürgermeister Werner Schneider, Barbara Hein und Willi Fuß.
Foto: Stefan Paulus

Geehrt wurden ausgeschiedene Gemeinderatsmitglieder. 30 Jahre lang war Barbara Hein Gemeinderätin und erhielt dafür die Bürgermedaille in Gold. Paulus bezeichnete sie als eine Frau, die Knetzgau liebt und den Main als „unsere Lebensader“ betrachtet. Ihre guten Wahlergebnisse habe sie ihrer Ehrlichkeit und Authentizität zu verdanken.

30 Jahre lang in der Gemeinde Knetzgau mitgewirkt

Willi Fuß wurde ebenfalls für seine 30-jährige Amtszeit mit der Bürgermedaille in Gold geehrt. Als Zweiter Bürgermeister sei er immer ein loyaler und zuverlässiger Stellvertreter gewesen, sagte Paulus. Impulse habe er bei Baufragen gesetzt, sowie der bei der Organisation des Bayern 3-Dorffests. Als einen der „profiliertesten und engagiertesten Bürger der Gemeinde“ ehrte Paulus den im Oktober 2020 verstorbenen Heinrich Düring posthum.

Weitere Geehrte (von links): Fred Schmalz, Udo Vogt, Günther Englert, Udo Schmalz, Anna Maria Markfelder, Mark Zehe, Susanne Haase-Leykam, Bernhard Jilke und Jürgen Männling.
Weitere Geehrte (von links): Fred Schmalz, Udo Vogt, Günther Englert, Udo Schmalz, Anna Maria Markfelder, Mark Zehe, Susanne Haase-Leykam, Bernhard Jilke und Jürgen Männling.
Foto: Stefan Paulus

Für 18 Jahre in seiner Funktion als Gemeinderat erhielt Mark Zehe die Bürgermedaille in Silber.

Für zwölf Jahre Arbeit als Gemeinderat ehrte Paulus Günther Englert, den langjährigen Ortssprecher von Unterschwappach, mit der Bronzemedaille. Jürgen Männling zog 2008 als jüngstes Mitglied in den Gemeinderat ein, wo er zwölf Jahre lang mitwirkte und dafür ebenfalls die Bronzemedaille erhielt.

Weitere Bronzemedaillen verliehen

Auch Udo Vogt, Fred Schmalz, Bernhard Jilke und Susanne Haase-Leykam wurden für zwölf Jahre Amtszeit als Gemeinderäte mit der Bronzemedaille ausgezeichnet.

Zweimal überreicht Bürgermeister Paulus die kommunale Dankurkunde des Innenministers

Die kommunale Dankurkunde des Bayerischen Innenministers für ihre langjährige Tätigkeit im Gemeinderat erhielten Anna Maria Markfelder und Mark Zehe.

Sechs Jahre im Amt waren Udo Schmalz und Udo Melber.

Paulus dankte allen ausgeschiedenen Kolleginnen und Kollegen für ihren Einsatz.