Gemeinderat
Mobilfunkmast: Für Jahrzehnte verpachtet
Der Mobilfunkmast bei Prölsdorf hat für die Eigentümerfirma Vantage Towers einen hohen Stellenwert, deshalb soll der Pachtvertrag für mehrere Jahrzehnte festgeschrieben werden. Unser Bild entstand, als 2016 eine Nisthilfe für Turmfalken auf dem Mast eingerichtet wurde.
Der Mobilfunkmast bei Prölsdorf hat für die Eigentümerfirma Vantage Towers einen hohen Stellenwert, deshalb soll der Pachtvertrag für mehrere Jahrzehnte festgeschrieben werden. Unser Bild entstand, als 2016 eine Nisthilfe für Turmfalken auf dem Mast eingerichtet wurde.
Foto: Sabine Weinbeer
Rauhenebrach – Bei der Gemeinderatssitzung in Untersteinbach wurden viele neue Themen besprochen und Lösungen beschlossen. Von Brunnen bis hin zu Spielplätzen.

Eins der vielen Themen der Gemeinderatssitzung in der Steigerwaldgroßgemeinde Rauhenebrach war die Planung der Vantage Towers AG auf längere Sicht. Ihr gehört der Mobilfunkmast zwischen Prölsdorf und Schindelsee. Im Hinblick auf autonomes Fahren oder automatisierte Produktion, knüpfen die Anbieter ihr Netz enger und zielen auf langfristigere Pachtverträge, entweder auf 30 Jahre oder im Erbbaurecht auf 50 bis 99 Jahre. Wenn entsprechende Vertragsentwürfe vorliegen, wird der Gemeinderat entscheiden.

Mitten in den Planungen für ein neues Trinkwasser-Versorgungskonzept laufen die wasserrechtlichen Genehmigungen für einige Brunnen der Rauhenebracher Wasserversorgung aus. Wegen der Neukonzeption beschloss der Gemeinderat am Dienstag, eine „Zwischengenehmigung“ zu beantragen, wie es Bürgermeister Matthias Bäuerlein nannte.

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Die Verlängerung für die Brunnen I und II Untersteinbach, den Brunnen Prölsdorf, sowie Theinheim soll für fünf Jahre beantragt werden. Zu den Anträgen, die im November eingereicht werden müssen, gehören hydrogeologische Gutachten, deren Aufträge für 11 600 Euro vergeben wurden.

Digitales Nachfolge-Produkt für „Group-Alarm“

Auf neue Beine stellen will Rauhenebrach die Alarmierung der Einsatzkräfte, nachdem das bisher genutzte System „GroupAlarm“ zum Ende des Jahres eingestellt wird. Das Nachfolge-Produkt würde monatlich die zehnfachen Kosten produzieren, deshalb wurden Alternativangebote eingeholt, wobei die Zuverlässigkeit und die Handhabung der Datenpflege wichtige Kriterien waren.

Nach einem Gespräch mit den Fachleuten der Feuerwehr und dem technischen Betreuer Stefan Rüttinger, wurde dem Gemeinderat die SMS-Alarmierung der Frey-Group vorgeschlagen. Diesem Vorschlag folgte das Gremium.

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Über jeweils zehn Prozent Gemeindezuschuss können sich die Kindergärten Prölsdorf und Untersteinbach freuen. In Untersteinbach waren Anschaffungen für die Mittagsverpflegung, Änderungen im Garten nach Vorgaben der Kindergartenfachaufsicht und eine Wartung der Heizung nötig. Außerdem wurden im Eingangsbereich Corona-Umbaumaßnahmen durchgeführt, und die Lüftungsanlage erhielt Filtersets. Insgesamt wurden rund 6000 Euro investiert. In Prölsdorf kostete der neue Spielplatz 45 824 Euro, dazu kamen ein paar Erneuerungen an Mobiliar und Beleuchtung für weitere tausend Euro.

Innovative Scheunen-Nutzung

Auch in dieser Sitzung standen wieder einige Bauanträge zur Entscheidung an, die alle die Zustimmung des Gremiums fanden. Als erfreulich bezeichneten es die Ratsmitglieder auch, dass eine Familie in Geusfeld auf ihrem ehemals landwirtschaftlichen Anwesen nach dem ersten Schritt nun drei weitere Ferienwohnungen als so genannte „Haus in Haus“-Wohnungen in die frühere Scheune einbaut.