SPD-Parteitag
Neue Doppelspitze für die SPD
Renè von Eckert und Johanna Bamberg-Reinwand, hier bei ihrer Stimmabgabe, sind die beiden neuen Vorsitzenden des SPD-Unterbezirks Rhön/Haßberge. Sie wurden bei der Versammlung in Sand an die Spitze gewählt.
Renè von Eckert und Johanna Bamberg-Reinwand, hier bei ihrer Stimmabgabe, sind die beiden neuen Vorsitzenden des SPD-Unterbezirks Rhön/Haßberge. Sie wurden bei der Versammlung in Sand an die Spitze gewählt.
Foto: Christian Licha
Sand am Main – Die Zeilerin Johanna Bamberg-Reinwand und René von Eckert führen künftig den Unterbezirk Rhön/Haßberge.

Mit einer neuen Doppelspitze präsentiert sich ab sofort der SPD-Unterbezirk Rhön/Haßberge. Bei einem Parteitag im Hotel Goger in Sand wählten die 41 Delegierten Johanna Bamberg-Reinwand aus Zeil mit 98 Prozent und René von Eckert aus Mellrichstadt mit 85 Prozent der gültigen Stimmen zu ihren neuen Vorsitzenden.

Hennemann gibt Vorsitz ab

Seit 2003 – mit einer dreijährigen Unterbrechung – amtierte Jürgen Hennemann 18 Jahre lang als Vorsitzender. Zukünftig tritt der Eberner Bürgermeister in die zweite Reihe und wird aber als Stellvertreter dem Unterbezirk weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung stehen. Mit 93 Prozent bestätigten die Delegierten den neuen Stellvertreter.

Zum weiteren stellvertretenden Vorsitzenden wurde Norbert Schaub aus Westheim bei Hammelburg mit 83 Prozent gewählt. Im Kreis Bad Kissingen fungiert Schaub bereits als Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes und als Fraktionssprecher der SPD im Kreistag.

Die Kräfte bündeln

Als Kreisvorsitzende leiten Johanna Bamberg-Reinwand (Haßberge) und René van Eckert (Rhön-Grabfeld) bereits die Geschicke der SPD in ihren Heimatlandkreisen und arbeiten hier bestens zusammen. Die Referentin der Frauenbeauftragten an der Universität Bamberg und der Politikwissenschaftler, der momentan in der Landtagsverwaltung in Düsseldorf arbeitet, sehen auch viele Synergien, die genutzt werden können. „Ich bin sicher, dass es großen Sinn macht, Engagement zu bündeln und so kurze Wege zwischen den Kreisverbänden und dem Unterbezirk zu haben“, sagte Johanna Bamberg-Reinwand.

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Als Kassier wurde Matthias Schmitt aus Bad Königshofen in seinem Amt bestätigt. Die Revisoren bescheinigten ihm zuvor eine einwandfreie Kassenführung. Maren Schmitt aus Bad Kissingen freute sich, das beste Ergebnis des Abends erzielt zu haben. Mit 100 Prozent wurde die SPD-Ortsvereinsvorsitzende in der Bäderstadt zur neuen Schriftführerin im Unterbezirk gewählt. Ebenfalls bei 100 Prozent lag die Impfquote der Anwesenden, wie Johanna Bamberg-Reinwand berichtete: „Nur gemeinsam können wir Corona besiegen.“

Vertreter der Arbeitsgruppe „60 plus“ ist weiterhin Werner Thein aus Maroldsweisach. Als Beisitzer fungieren Helmut Dietz (Untermerzbach), Jessica Detta (Bad Neustadt), Sabine Dittmar (Maßbach), Wilhelm Göbel (Bad Königshofen), Manfred Hoffmann (Maßbach), Paul Hümmer (Sand), Helge Jacobsen (Hammelburg), Karen Pohle (Nüdlin-gen), Doris Preßel (Maroldsweisach), Volkmar Prößdorf (Bad Bocklet), Thorsten Raschert (Bad Neustadt), Johanna Rennert-Himmler (Hammelburg), Rita Rösch (Bad Neustadt), Eckart Roeß (Ebern), Bernhard Ruß (Sand), Dirk Schneider (Bad Königshofen) und Tobias Schneider (Bad Kissingen). Revisoren sind die Sanderin Gertrud Strätz und der Maroldsweisacher Bürgermeister Wolfram Thein.

Würdigung für Susanne Kastner

Als Zeichen des Dankes und der Anerkennung wurde von der Vorstandschaft vorgeschlagen, Susanne Kastner aus Maroldsweisach zur Ehrenvorsitzenden im SPD-Unterbezirk Rhön/Haßberge zu ernennen. Die Delegierten schlossen sich einstimmig dem an. Susanne Kastner war von 1989 bis 2013 Bundestagsabgeordnete und in dieser Zeit von 2002 bis 2009 Bundestagsvizepräsidentin.

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„Sie prägte unseren Unterbezirk und war für uns als Partei aber auch für die Bevölkerung jederzeit ansprechbar“, sagte René von Eckert. „Dem SPD-Unterbezirk Rhön/ Haßberge stand Susanne Kastner 13 Jahre als Vorsitzende vor und brachte sich auch danach als Beisitzerin im Vorstand ein“, ergänzte Johanna Bamberg-Reinwand die Leistungen der Politikerin.

Mit einem Impulsreferat zur Bundespolitik informierte die Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar die Delegierten, welche Themen der Bevölkerung auf den Nägeln brennen. Die Maßbacherin, die wieder als SPD-Direktkandidatin im Wahlkreis Bad Kissingen kandidiert, erzählte, dass besonders der Mindestlohn, stabile Renten und die Bürgerversicherung die Bürger an den Informationsständen interessiert. Der Wahlkreis Bad Kissingen umfasst die drei Kreise Bad Kissingen, Rhön-Grabfeld, Haßberge.

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