Vermietung
Wer darf die Räume der Stettfelder Wehr nutzen?
Über einen Mietvertrag will man die Nutzung der Schulungsräume im neu sanierten Feuerwehrhaus in geordnete Bahnen lenken.
Über einen Mietvertrag will man die Nutzung der Schulungsräume im neu sanierten Feuerwehrhaus in geordnete Bahnen lenken.
Foto: Günther Geiling
F-Signet von Günther Geiling Fränkischer Tag
Stettfeld – Die Feuerwehr will ihr Gebäude anderen zur Verfügung stellen. Im Stettfelder Gemeinderat gibt es viele Fragen deswegen.

Über die Vermietung der Schulungsräumlichkeiten im Feuerwehrhaus diskutierte der Gemeinderat am Mittwoch. Die Feuerwehr Stettfeld bietet das an und macht auch schon einen Vorschlag für einen Mietvertrag. Die Räume auf diese Weise nutzen könnten insbesondere Wehrleute, wenn diese zehn Jahre aktive Mitgliedschaft in der Wehr nachweisen könnten. Anlässe könnten hier Geburtstage oder kirchliche Feste wie Taufe oder Kommunion des eigenen Kindes ein. Vorrang sollten aber die Veranstaltungen des Feuerwehrvereins haben.

Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Markus Fösel, sprach von einer „Plattform für die Feuerwehr, aber auch für die Vereine“. Ziel sei es, den Zusammenhalt in der Wehr und den Brandschutz aufrechtzuerhalten, aber auch das Gemeinschaftsleben zu stärken. Über die Kosten müsste man noch diskutieren.

Udo Busch wollte die Nutzung schon eingeschränkt sehen. „Es muss ein Privileg für die Feuerwehr sein, dass sie es nutzen kann. Ein Privatmann kann das eben nicht.“ Dorothea Simon sagte: „Es muss alles über die Gemeinde laufen und die Gemeinde kann dann der Feuerwehr daraus wieder etwas Gutes tun. Es muss aber jemand für das Haus zuständig sein, sonst ist es bald heruntergeschludert.“ Melanie Kaufhold verwies darauf, dass die Verwaltungsgemeinschaft Ebelsbach auch andere Gebäude steuere. Das könnte auch für die Gemeinde Stettfeld gelten, „zumal die Gemeinde Stettfeld die VG Ebelsbach sonst wenig belastet“.

Hartlieb möchte nur eine Nutzung durch Feuerwehrangehörige

Bürgermeister Alfons Hartlieb sah in der Nutzung des Hauses kein Problem, wenn dies durch Aktive der Feuerwehr geschehe. Das Haus einfach auch für andere Bürger und Vereine zu öffnen, dem wolle er nicht zustimmen. „Es soll ja keine Wirtschaft werden und deswegen sollte auch die jeweilige Personenzahl festgelegt werden.“ Dazu meinte Jürgen Amend: „Ein jeder Bürger hat es doch bezahlt!“ Stephanie Pfister warf die Frage auf, ob man dies nicht mit verschiedenen Mieten regeln könnte, und Johannes Markert schlug ein kleines Arbeitsgremium mit einem Vertreter aus jeder Fraktion vor.

Markus Fösel unterstützte den Auftrag an die Gemeinde, sich über den Mietvertrag noch einmal Gedanken zu machen und einige Parameter dafür zu nennen. Hartlieb bat darum, den Mietvertrag nach Klärung der angesprochenen Fragen noch einmal der Gemeinde vorzulegen. Ziel sei es, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen und dabei bewusst die Feuerwehr im Fokus zu haben.

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