Gemeindewald
2000 Festmeter Fichten gefällt
Ermershausens Revierförster Wolfgang Meiners war mit dem Waldjahr 2021 zufrieden – nach den schwierigen Trockenjahren 2018 bis 2020.
Ermershausens Revierförster Wolfgang Meiners war mit dem Waldjahr 2021 zufrieden – nach den schwierigen Trockenjahren 2018 bis 2020.
Foto: Martin Schweiger
Ermershausen – Im Wald von Ermershausen ist viel Schadholz angefallen. Aber es gibt Lichtblicke, und die Uni Weihenstephan spielt eine Rolle dabei.

Der reichliche Niederschlag in diesem Jahr habe dem Gemeindewald gut getan, sagte Revierförster Wolfgang Meiners bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstag im Sportheim. „Die jungen Bäume konnten sich erholen, und der Regen war auch bei den Neupflanzungen willkommen.“ Dennoch sei der Waldboden ab einer Tiefe von zehn Zentimetern noch relativ trocken.

Auf den 282 Hektar Gemeindewald seien rund 4200 Festmeter Holz eingeschlagen worden, das zu relativ guten Preisen verkauft werden konnte. Im Bereich der Schutzhütte in den „Saulöchern“ und des Biotops im Hainbach mussten allein fast 2000 Festmeter Fichten geschlagen werden, weil Trockenheit und Käferbefall den Bäumen zugesetzt hätten. In Zukunft wolle man daher nicht mehr auf die Fichte setzen.

Es gibt Naturverjüngung

„Ein Lichtblick ist jedoch, dass auf den gerodeten Flächen bereits zwölf verschiedene Baumarten nachwachsen“, freute sich Meiners über die Naturverjüngung. Erfreulich sei außerdem, dass von vier Musterpflanzungen, die in bayerischen Wäldern stattfinden, eine im Gemeindewald erfolge. Diese werde durch die Uni Weihenstephan betreut. Unter anderem würden dort Tannenbäume, die aus den Karpaten stammen, und heimische Tannen gepflanzt.

Brennholz soll wieder im Januar 2022 verkauft werden. Das Käferholz sei aus dem Wald abtransportiert, sagte Meiners. Im kommenden Jahr sei die Anlage weiterer Himmelsseen und Feuchtbiotope geplant. Außerdem sollen Waldwege saniert werden. 20000 Euro sollen im kommenden Geschäftsjahr im Wald erwirtschaftet werden.