Baumaßnahmen in Ebern
Plötzlich soll hier ein Sendemast hin
Auf diesem Feld (rechts), an der Verbindungsstraße zwischen Vorbach und Unterpreppach (Hintergrund), soll ein 40 Meter hoher Sendemast entstehen.
Auf diesem Feld (rechts), an der Verbindungsstraße zwischen Vorbach und Unterpreppach (Hintergrund), soll ein 40 Meter hoher Sendemast entstehen.
Foto: Helmut Will
Ebern – Straßensanierung, neuer Wohnraum und ein geplanter Mobilfunkmast, von dem niemand etwas wusste. Im Bauausschuss ging es zur Sache.

Entsteht zwischen Unterpreppach und Vorbach, am sogenannten „Schopfenrangen“, ein Sendemast? Wenn es nach der Stadt Ebern geht ja.

Denn der Antrag einer Firma, dort auf einem Feld, am sogenannten „Ochsen-Highway“, einen 40 Meter hohen Masten zu errichten, wurde nicht einmal dem Bauausschuss zur Beschlussfassung vorgelegt, sondern von der Verwaltung an das Landratsamt mit der gemeindlichen Zustimmung weiter geleitet. Die Mitglieder des Bauausschusses erfuhren davon mal so nebenbei.

Vodafone plant Mobilfunkmast

Wie hierzu Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) kurz ausführte, plane die Firma Vantage Towers aus Düsseldorf, zu Vodafone gehörend, den Neubau einer Mobilfunkstation auf dem Flurstück 99 der Gemarkung Vorbach. Dieses Vorhaben sei gemäß des Baugesetzbuches privilegiert.

Deshalb erteilte die Verwaltung das gemeindliche Einvernehmen, weil es bisher keine Einwände gegeben habe. Wie und ob dieses Vorhaben bekannt gemacht wurde, darüber wurde nichts gesagt.

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Weiteres, wie der Sinn der Maßnahme, was damit verbessert werden soll, wie der Antrag der genannten Firma lautete, blieb im Dunkeln.

Wohnraum statt Gastraum in der "Frankenstuben"

Die Inhaber der „Frankenstuben“ in Ebern planen, in den bisherigen großen Gastraum zwei Wohnungen einzubauen, weshalb dem Gremium ein Bauantrag auf Nutzungsänderung vorlag. Dazu sagte Hennemann, dass er deshalb persönlich mit den Antragstellern gesprochen habe, weil der bisherige große Gastraum in Ebern eine der wenigen Möglichkeiten bot, größere Familienfeiern abzuhalten.

„Ich bedauere es sehr, wenn diese Möglichkeit nicht mehr besteht“, so Hennemann. Allerdings hätten sich die Inhaber aus privaten Gründen entschlossen, ihre Gasträume zu verringern.

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Verbleiben werden der alte Gastraum und der Biergarten, wie der Bürgermeister sagte. Allerdings würden die bereits gebuchten Veranstaltungen noch bis etwa Ende des Jahres durchgeführt werden können. Das Gremium erteilte das gemeindliche Einvernehmen zum Bauantrag.

Investitionen in die Kläranlage erforderlich

Investitionskosten von etwa 30 000 Euro sind erforderlich, um die Schneckenpumpe in der Kläranlage auszutauschen. Wie hierzu Martin Lang vom Bauamt erläuterte, sei die bisherige Pumpe stark in Mitleidenschaft gezogen.

„Lamellen der Pumpe und weitere Teile sind bereits ausgebrochen, wir kommen nicht umhin, diese Maßnahme durchzuführen“, so Lang. Knapp 28 000 Euro kostet der Austausch. Der Auftrag ging an die Firma Rehart in Auma-Weidatal in Thüringen. Hinzu kommen Kosten für einen Mobilkran, die bei etwa 2000 Euro liegen dürften.

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Hennemann gab noch bekannt, dass am 31. Juli wieder die Haßberg-Rallye des AC Ebern stattfinden wird. Weiter wies er darauf hin, dass die Bundesstraße B 279, zwischen der Verteilerspange Ebern und Rentweinsdorf, saniert wird.

Baumaßnahmen auf der B 279 geplant

Dies geschehe in Abschnitten, der Verkehr werde teilweise großräumig umgeleitet. Nach den Worten Hennemanns soll die Baumaßnahme am 5. Juli beginnen und dürfte sich bis zum Ende der Ferienzeit hinziehen.

Hennemann wies auf Urnengräber im Friedhof Unterpreppach hin, wobei er sich für die Unterstützung durch den örtlichen Obst- und Gartenbauverein bedankte.

Ob es richtig sei, dass sich in der Waldhütte bei Reutersbrunn Schimmel in der Küche gebildet habe, wollte Stadtrat Markus Fausten (CSU) wissen. Das sei nur bei den Duschen der Fall gewesen und bereits mit einer Teilsanierung behoben, sagte Hennemann. Der Platz und die Hütte seien übrigens wieder geöffnet.