Beschluss
Solarmodule auf die grüne Wiese
Hier in der Nähe der Maintalautobahn A70 soll der geplante Solarpark in Sand entstehen.
Hier in der Nähe der Maintalautobahn A70 soll der geplante Solarpark in Sand entstehen.
Foto: Christian Licha
Sand am Main – In der Nähe der A70 soll der geplante Solarpark in Sand entstehen. Und dann ging es in der Gemeinderatssitzung noch um einen magischen Ort.

Die Formalitäten für die Anlage sind geregelt. Das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes für den Bebauungsplan „Solarpark Schobersholz“ schreitet planmäßig voran. In der Sitzung des Gemeinderates am Mittwoch wurden die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange und der Bevölkerung behandelt. Architektin Christine Bardin vom beauftragten Ingenieurbüro Koenig & Kühnel aus Weitramsdorf erläuterte die vorgebrachten Stellungnahmen. Der Gemeinderat stimmte den Billigungs- und Auslegungsbeschlüssen zu.

Werbung für den heimischen Frankenwein

Bürgermeister Bernhard Ruß erläuterte in der Sitzung das Vorhaben des Abt-Degen-Weintals, einen sogenannten „terroir f-Punkt“ als Werbung für den heimischen Frankenwein im Maintal zu errichten. Diese sogenannten magischen Orte des Frankenweins sind Stellen, die auf ganz besondere Weise die Vielschichtigkeit einer Region ausstrahlen. Nachdem in den vergangenen Jahren viele Ideen zusammengetragen wurden, sollen nun in den Weinbergen bei Steinbach ein „terroir f-Punkt“ und auf der gegenüberliegenden Mainseite vor der Wallfahrtskirche Maria Limbach ein kleinerer Info-Punkt entstehen. Für die Planung wurde das Architekturbüro arc grün (Kitzingen) beauftragt. An den Planungskosten beteiligten sich der Weinbauverein Haßberge und das Orga-Komitee Sander Altmain-Weinfest.

Nachdem auf der nördlichen Main-Seite verschiedene Standorte untersucht wurden, stellte sich eine Fläche auf der Gemarkung Ebelsbach/Steinbach als geeignet heraus. Der Standort in den Weinbergen zwischen Ziegelanger und Steinbach wird gerade deshalb als sehr gut angesehen, da in diesem Bereich die historischen Fischgrät-Muster dem Weinberg eine gewisse Besonderheit verleihen. Das Konzept wurde in der Vorstandssitzung des Abt-Degen-Weintals, an der auch Landrat Wilhelm Schneider und Vertreter nahezu aller beteiligten Kommunen teilnahmen, vorgestellt.

Wer soll das bezahlen?

Die Gesamtkosten für die Standorte Steinbach und Limbach liegen nach einer großzügigen Kostenschätzung bei 365160 Euro brutto. Da das Projekt in einzelne Teilbereiche aufgeteilt werden kann, liegt der Eigenanteil – bei einer 50-prozentigen Förderung – bei 188930 Euro. Die Finanzierung des Eigenanteils soll zunächst über die beteiligten acht Kommunen, die Mitglied im Abt-Degen-Weintal sind, mit jeweils 10000 Euro und dem Landkreis mit 40000 Euro realisiert werden. Die verbleibende Summe soll dann über die Winzer und Sponsoren finanziert werden. Der Gemeinderat stimmte ohne Gegenstimme dafür, dass sich die Gemeinde Sand mit 10000 Euro an dem Projekt beteiligt.

Lesen Sie mehr zu folgenden Themen: