Wahl
Stiefkind Mittelschule?
Die neue Kreisschüler-Sprecherin Luisa Krines (rechts) mit ihrer Stellvertreterin Lilou Schneiderbanger.
Die neue Kreisschüler-Sprecherin Luisa Krines (rechts) mit ihrer Stellvertreterin Lilou Schneiderbanger.
Foto: Günther Geiling
LKR Haßberge – Die neue Kreisschülersprecherin der Haßberge will ihr Amt nutzen, um Forderungen durchzusetzen. Einiges ist ihr besonders wichtig.

„Seit drei Jahren bin ich an meiner Schule schon Schülersprecherin, und wir haben auch schon einiges bewirkt. Das möchte ich nun auch in meiner neuen Funktion auf Kreisebene, wo ich mich noch für eine stärkere Digitalisierung und eine größere Wertschätzung der Mittelschulen einsetzen will.“

Dies betonte die 16-jährige Luisa Krines von der Mittelschule Hofheim, nachdem sie im Landratsamt zur Kreis-Schülersprecherin für den Bereich der Mittelschulen gewählt worden war. Vorausgegangen waren in den jeweiligen Mittelschulen schon die Klassensprecherwahlen. Die Klassensprecher bestimmten dann ihre Schülersprecher für die Kreisveranstaltung. Gewählt wurden: Lena Böhm (Mittelschule Ebern), Marcel Burger (Albrecht-Dürer-Schule Haßfurt), Lilou Schneiderbanger (MS Zeil-Sand), Maximilian Fröwis (Dreiberg-Schule Knetzgau), Kevin Baumüller (Johann-Peter Wagner-Schule Theres), Janine Kulke (MS Maroldsweisach), Aisha Mohani (MS Eltmann) und Luisa Krines (MS Hofheim).

„Auf kleiner, aber bedeutender Ebene viel bewirken“

Zur Kreisschülersprecherwahl gehört dazu, dass das Landratsamt den Schülern vorgestellt wird. Ausbildungsleiterin Angelika Berthold informierte über die Aufgaben des Landrates und der 60 Kreisräte und stellte die Behörde, die seit 1989 im Gebäude am Herrenhof untergebracht ist, mit ihren 460 Bediensteten und 27 Auszubildenden vor. Schulamtsdirektorin Susanne Vodde fand es toll, dass sich die Schüler in ihren Schulen schon der Verantwortung gestellt hätten und dies nun auch auf Kreisebene tun wollten. „Dies ist besonders lobenswert, gerade auch in der politisch sehr bewegten Zeit. Ihr könnt hier auf einer kleinen, aber sehr bedeutenden Ebene schon erfahren, wie ihr eure Ideen einbringen und aktive Politik mitgestalten könnt.“

Verbindungslehrer Timo Ritter von der Dreiberg-Schule Knetzgau leitete dann den Wahlvorgang und erläuterte das weitere Verfahren bis hin zur Wahl der Bezirksschülersprecher und der Landesschülerkonferenz, aus der heraus sechs Landesschülersprecher für Bayern gewählt würden.

Wie bei einer Wahl üblich, stellten sich die Vertreter und Vertreterinnen der einzelnen Schulen vor, erläuterten ihre Beweggründe und Vorstellungen.

Ein Rollentausch

Zur Kreisschülersprecherin wurde dann Luisa Krines von der Mittelschule Hofheim gewählt, ihre Stellvertreterin wurde Lilou Schneiderbanger von der Mittelschule Zeil-Sand. Das war durchaus interessant, denn im vergangenen Jahr ging das Ergebnis genau umgekehrt aus und jetzt fand ein Rollentausch statt, bei dem für beide klar war, dass sie auch künftig eng zusammenarbeiten wollen. Schulamtsdirektorin Susanne Vodde gratulierte zu der Wahl mit den Worten: „Ihr könnt etwas bewirken, diese Chance solltet ihr ergreifen und mit ständiger Kommunikationsbereitschaft an die Aufgaben herangehen.“

Luisa Krines gab nach ihrer Wahl gleich ein Ziel aus.

Die Schüler sollten ihr eigenes Tablet verwenden dürfen, einen eigenen Zugang bekommen und auch Unterrichtsinhalte so direkt online bekommen. Außerdem war ihr wichtig: „In meiner neuen Funktion als Kreisschüler-Sprecherin möchte ich erreichen, dass mehr auf die Mittelschulen geachtet wird, denn man hat manchmal das Gefühl, dass Realschulen und Gymnasien bevorzugt werden und wir dabei etwas untergeben.“

Stellvertreterin Lilou Schneiderbanger ist ebenfalls schon seit dem 5. Jahrgang Klassensprecherin und will weiter im Team mitarbeiten. Die nächste Veranstaltung ist nun die Wahl zu den Bezirksschülersprechern, die demnächst online erfolgen soll.

Lesen Sie mehr zu folgenden Themen: