Naturschutz
Hilfe für die Luftakrobaten
Ein kleiner Patient, den Barbara Eibl aufpeppelt: ein Abendsegler.
Ein kleiner Patient, den Barbara Eibl aufpeppelt: ein Abendsegler.
Foto: Jürgen Schmitt
Fasziniert folgten Kinder den Ausführungen von Barbara Eibl über die Fledermäuse und ihren Einsatz in der Pflegestelle .
Fasziniert folgten Kinder den Ausführungen von Barbara Eibl über die Fledermäuse und ihren Einsatz in der Pflegestelle .
Foto: Jürgen Schmitt, OGV Obertheres
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Obertheres – Barbara Eibl, die in Eltmann eine Pflegestation betreibt, stellt ihre Arbeit vor.

Eine tolle Ferienspaßaktion erlebten Kinder aus Obertheres beim Obst- und Gartenbauverein. Die Fledermausberaterin in den Haßbergen, Barbara Eibl, war zu Gast und berichtete den Kindern viel über die kleinen Flugkünstler und ihre fast täglichen Umgang mit ihnen. Die Kinder erfuhren, dass Fledermäuse eine besonders streng geschützte Tierart sind, und dass beim Auffinden von verletzten Tieren ein Fledermausberater kontaktiert werden muss.

Barbara Eibl ist für den Haßbergkreis zuständig, übernimmt aber auch Bamberg mit seinem Umland, wenn nötig. Neben der Beratung für die besonders streng geschützten Fledermäuse ist sie auch als Fledermauspflegerin die einzige Anlaufstelle, die aktiv in Eltmann tätig ist.

Auch Zahnpflege gehört dazu

Dort päppelt sie, wie die Kinder erstaunt erfuhren, Findelkinder auf, denen sie später auch das Fliegen beibringen muss. Zur Fellpflege benutzt sie die Bürste für Wimperntusche, allerdings ohne Tusche oder sie entfernt Zahnstein bei älteren Tieren, so dass Fressen wieder besser möglich ist.

Im „Die Kleinsten der Art, Zwerg- und Mückenfledermäuse, passen gut in eine Streichholzschachtel“, erzählte sie.

Die Kolonien von Fledermäusen, die man von Bildern kennt und die jetzt in den Sommermonaten überall abhängen, seien oftmals nur Mütter mit ihren Kindern. Die Männer müssen sich verfliegen, dürfen allerdings Ende des Sommers wieder kommen, dann wird Hochzeit gefeiert, bevor es in den Winterschlaf geht.

Die Kästen, die von den Kindern bei dieser Veranstaltung gebaut wurden, dienen den „Fledis“ (O-Ton Barbara Eibl) nur als Sommerquartier, zur Überwinterung suchen sie sich Höhlen, Keller oder ähnliche Behausungen, die vor Frost schützen.

Dringender Appell

„Solltet ihr ein krankes, verletztes Tier oder ein Jungtier finden, bitte ausschließlich mit Handschuhen anfassen, in einen gut ausgepolsterten „Schuhkarton“ mit Luftlöchern legen“, bat Barbara Eibl ihre kleinen Zuhörer. Dann sollte man sie in ihrer Fledermauspflegestelle in Eltmann (Telefon 0171 35 06 828)anrufen, um das weitere Vorgehen mit ihr zu besprechen. Für den nördlichen Teil des Landkreises ist Thomas Heller, Römershofen, Telefon 0172 85 07 273, der Ansprechpartner.

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