Polizeibilanz
Mehrere Motorradfahrer am Feiertag kontrolliert
Mehrere Kontrollen führte die Polizei in Ebern durch.
Mehrere Kontrollen führte die Polizei in Ebern durch.
Foto: Sebastian Kahnert/dpa
LKR Haßberge – Am Feiertag hat es viele Biker auf die Straßen gelockt. Die Eberner Polizeibeamten haben eine gezielte Kontrolle durchgeführt.

Am Fronleichnamstag führten die Beamten der Eberner Polizei, unterstützt von der Motorradkontrollgruppe des Polizeipräsidiums Unterfanken, eine gezielte Kontrolle von Motorradfahrern durch. Kontrollort war wiederum die Staatsstraße 2278 zwischen Ebern und Untermerzbach, in den dortigen Serpentinenkurven. Diese, bei Motorradfahrern sehr beliebte Strecke, war in der Vergangenheit sehr auffällig. Die Sonne und Wärme lockte am Feiertag sehr viele Biker auf ihre Kräder. Über Mittag, bis in den späten Nachmittag, hatten die Kontrolleure auch alle Hände voll zu tun. Mehr als 100 Motorräder wurden aus dem fließenden Verkehr zur Kontrolle angehalten.

Polizei insgesamt zufrieden

Trotz des sehr hohen Verkehrsaufkommens ist die Polizei insgesamt mit dem Verlauf der Kontrolle zufrieden. Es gab nur wenige Beanstandungen. Überwiegend handelte es sich bei den Kradfahrern um sog. Touren- und Ausflugsfahrer. Sogar aus dem norddeutschen Landkreis Olpe waren Motorräder hier unterwegs, auf dem Weg nach Passau.

Es wurden aber auch einige Verstöße festgestellt. Dem Fahrer einer BMW wurde die Weiterfahrt untersagt, da an seinem Motorrad der Schalldämpfungseinsatz, der sog. Db-Killer, aus dem Schalldämpfer ausgebaut war. Jede Änderung des Abgas- und Geräuschverhaltens bringt die Betriebserlaubnis eines Fahrzeugs zum Erlöschen. Eine vorhandene Betriebserlaubnis ist Grundvoraussetzung zur Teilnahme am Straßenverkehr. Neben einer Bußgeldanzeige wird auch ein Bericht an die Zulassungsstelle gefertigt, da dort die Betriebserlaubnis neu erteilt werden muss. Ob der Fahrer hierzu mit seiner Maschine ein technisches Gutachten vorlegen muss, entscheidet die Zulassungsstelle. Auf jeden Fall kommen auf ihn noch erhebliche Folgekosten zu.

Bei drei weiteren Krädern wurde festgestellt, dass die Fahrer sich und die Maschine offensichtlich nicht richtig auf die Saison vorbereitet hatten. Denn an ihren Maschinen waren die Reifen bis unter das vorgeschriebene Mindestprofil von 1,6 mm abgefahren. Neben einer Bußgeldanzeige mit Punkteeintrag wurde mit ihnen ein ernsthaftes Gespräch über die notwendige Saisonvorbereitung geführt. Denn die richtige Vorbereitung ist enorm wichtig für eine unfallfreie Saison.

Darüber hinaus waren es nur kleinere Verfehlungen, welche die Beamten feststellten. Der ein oder andere Rückstrahler fehlte und Führerscheine und Nachweise/Erlaubnisse von Umbauten wurden nicht mitgeführt. Diese Fahrer müssen diese Dokumente nachreichen.