Gemeinderäte uneins
Wird Theres Zone für Tempo 30?
Theres peilt Tempo 30 für das ganze Gemeindegebiet an.
Theres peilt Tempo 30 für das ganze Gemeindegebiet an.
Sonny Adam
F-Signet von Martin Schweiger Fränkischer Tag
Theres – Die Gemeinde Theres schließt sich der Initiative „Lebenswerte Städte und Gemeinden“ an. Damit kann sie bestimmen, wie schnell in der Kommune gefahren werden darf.

Tempo 30 gilt in der Gemeinde Theres derzeit nur im Bereich von Kindergarten oder Schule. Doch das könnte sich bald ändern. Das hat damit zu tun, dass der Gemeinderat am Montag mit drei Gegenstimmen den Beitritt der Gemeinde zur Initiative „Lebenswerte Städte und Gemeinden“ beschlossen hat.

Daraus ergibt sich wiederum, dass die Kommunen selbst darüber entscheiden dürfen, wann und wo welche Geschwindigkeiten angeordnet werden. Dafür setzt sich die Initiative laut ihrer Homepage gegenüber dem Bund ein. „Lebenswerte Städte und Gemeinden“ wurde im Juli 2021 von den Städten Aachen, Augsburg, Freiburg, Hannover, Leipzig, Münster und Ulm gegründet.

Lebendige öffentliche Räume mit verkehrsberuhigten Straßen

Indem eine Kommune selbst bestimmt, mit welchen Tempo auf ihren Straßen gefahren werden darf, sollen lebenswerte öffentliche Räume geschaffen werden, zu denen auch Straßen und Plätze gehören. Derzeit haben sich rund 360 Kommunen der Initiative angeschlossen. Im Landkreis Haßberge sind dies Zeil am Main und nun Theres.

Auch Bürgermeister Matthias Schneider stimmte für den Beitritt. „Für mich ist auch der Lärmschutz ein Argument dafür, Tempo 30 in der ganzen Gemeinde innerorts vorzuschreiben“, begründete Schneider seine Entscheidung.

Manfred Rott will keine Kleinstaaterei durch Tempo-30-Zonen

Zweiter Bürgermeister Manfred Rott stimmte gegen den Beitritt. Er sagte, er lehne eine „Kleinstaaterei“ ab. Wenn, dann müsste Tempo 30 einheitlich in ganz Deutschland gelten, argumentierte er.

Im Ortsteil Horhausen wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger eine neue Durchgangsstraße und neue Gehsteige. Eine weitere Aufgabe ist es, die Geschwindigkeit von Fahrzeugen zu reduzieren, die aus Wonfurt oder Dampfach kommen. Dies könne durch eine Querungshilfe oder eine Ausbuchtung in der Straße erfolgen. Das Ingenieurbüro Baur Consult aus Haßfurt soll dabei helfen.

Der Bauausschuss besichtigte am Montag einen zugewachsenen Feldweg am Westrand des Neubaugebiets „Sauleite“ in Obertheres. Der Weg soll eventuell wieder freigelegt werden.
Der Bauausschuss besichtigte am Montag einen zugewachsenen Feldweg am Westrand des Neubaugebiets „Sauleite“ in Obertheres. Der Weg soll eventuell wieder freigelegt werden.
Martin Schweiger

Der Bauausschuss besichtigte am Montag einen zugewachsenen Feldweg am Westrand des Neubaugebiets „Sauleite“ in Obertheres. Der Weg soll eventuell wieder freigelegt werden.

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