Ein Fest für die Händler
Hochwertiges Eichenholz ist gefragt wie nie
Birgitt Ulrich (rechts) freut sich über die guten Ergebnisse der Wertholzsubmission in Unterfranken.
Birgitt Ulrich (rechts) freut sich über die guten Ergebnisse der Wertholzsubmission in Unterfranken.
Foto: FV Unterfranken/Hofheim
LKR Haßberge – Für die schönsten Stämme in den Haßbergen gibt es gute Preise, auch bei der angespannten Situation durch die Corona-Pandemie.

Die wertvollsten Stämme aus der nachhaltigen Bewirtschaftung der unterfränkischen Wälder werden jährlich bei einer Submission angeboten. Heuer lief die 17. Laubholzsubmission der Forstwirtschaftlichen Vereinigung (FV) Unterfranken, berichtet Geschäftsführerin Birgitt Ulrich aus Hofheim, bei der Waldbesitzer und Holzkäufer auf sechs Holzlagerplätzen (im Landkreis Haßberge Sailershausen mit über 900 Festmetern der größte Angebotsplatz) zusammengebracht werden. So können die Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaften (FBG) ihre wertvollen Stämme einem breiten Publikum anbieten. Furniere, Fassbauer, Möbel, Instrumente – die Verwendungsmöglichkeiten für das Wertholz sind so vielfältig wie die Interessenten.

3875 Euro für die „Braut“

Trotz der angespannten Situation durch die Corona-Pandemie gibt es ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis. Denn die Rekordzahl von insgesamt 51 Geboten aus dem In- und Ausland ging ein. Es wurden 2345 Festmeter (Vorjahresmenge: 2673 Festmeter) Wert- und Schneideholz angeboten. Auf sechs Lagerplätzen haben sechs Forstbetriebsgemeinschaften aufgelegt (Haßberge, Schweinfurt, Fränkische Rhön/Grabfeld, Main-Steigerwald, Rimpar, Arnstein). Der wertvollste Einzelstamm – die „Braut“ – war ein Eichenstamm aus der Fränkischen Rhön/Grabfeld mit 2,41 Festmetern. 3875,28 Euro (1608 Euro pro fm) zahlte ein Einkäufer aus Deutschland für das Prachtstück.

Die Bereitschaft, immer bessere Angebote insbesondere für Eichenholz abzugeben, belegt einen Trend: Hochwertiges Eichenholz ist gefragt wie nie. Die Durchschnittserlöse für Eichenholz liegen heuer mit 636 Euro/fm (+14 Prozent/Vorjahr) auf so hohem Niveau wie in den Vorjahren. Demgegenüber erzielten Buche den Durchschnittserlös von 118 Euro/fm, Esche 211 Euro/fm, Kirsche 215 Euro/fm und Hainbuche 123 Euro/fm. Die Eiche nimmt mit 82 Prozent den größten Anteil der Holzarten ein. Aber auch im Durchschnitt ist die Nachfrage groß nach wertvollem Holz: mit 561 Euro/fm über alle Baumarten ist das ein sehr gutes Ergebnis.

Waldbesitzer können sich beraten lassen

Damit auch künftig hochwertige Stämme aus unterfränkischen Wäldern angeboten werden können, laden die FBGs aus Unterfranken alle Waldbesitzer ein, sich zu allen Fragen der Waldbewirtschaftung – wie zu wertvollem Holz – beraten zu lassen. Fazit: In Hinsicht auf die Marktlage, die extreme Situation wegen Käferbefall/Corona-Pandemie und angebotene Qualitäten ist das Submissionsergebnis vor allem in der Eiche sehr gut. Entsprechend der Marktlage ist die Nachfrage nach Eichenholz gut und spiegelt sich in den Ergebnissen, welche die höchsten seit 17 Jahren sind, wider.