Schäden
Wie Knetzgau sich vor Überflutung schützt
Knetzgau war am 9. Juli 2021 überschwemmt, es war kein Durchkommen mehr, nur noch mit einem Traktor. Seit diesem Hochwasser macht sich die Gemeinde verstärkt Gedanken um den Schutz vor Sturzfluten.
Knetzgau war am 9. Juli 2021 überschwemmt, es war kein Durchkommen mehr, nur noch mit einem Traktor. Seit diesem Hochwasser macht sich die Gemeinde verstärkt Gedanken um den Schutz vor Sturzfluten.
Foto: Ryan Evans
Knetzgau – Damit keine Katastrophe passiert: Ein Konzept soll künftige Hochwasser im Knetzgauer Gemeindegebiet verhindern.

Die extremen Niederschläge im Juli dieses Jahres haben im Gemeindegebiet von Knetzgau zu erheblichen Schäden durch Überflutungen geführt. Regenrückhaltebecken in Knetzgau und Oberschwappach liefen über, Wohnhäuser standen unter Wasser. Derartige Extremhochwasser sind zuletzt in den 1950er und 1960er Jahren aufgetreten. Um sie – zumindest so weit wie möglich – zu verhindern, hat der Gemeinderat am Montag einstimmig beschlossen, ein Sturzflutenkonzept für das gesamte Gemeindegebiet in Auftrag zu geben.

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Sturzflutenkonzepte analysieren Wasserzuflüsse aus dem Außenbereich, Bäche und Gräben. Die Gemeinde und Grundstückseigentümer erhalten Handlungsempfehlungen, um Schäden zu vermeiden oder zumindest zu begrenzen. Die Kosten liegen bei geschätzten 70 000 Euro. Derzeit würden entsprechende Konzepte mit 75 Prozent gefördert, sagte Bürgermeister Stefan Paulus.

Stauwehre nicht mehr gewünscht

Im August fand eine Ortsbesichtigung mit Vertretern des Wasserwirtschaftsamts und des Landratsamtes am Böhlbach statt. Stauwehre sind an Gewässern wegen ihrer baulichen Barrieren nicht mehr gewünscht und sollen zurückgebaut werden. Falls die Gemeinde den Bachlauf ökologisch ausbaut, ist eine Förderung von bis zu 90 Prozent der Baukosten möglich.