Examensfeier
Auf den Pflegehelfern ruhen Hoffnungen
Die einjährige Ausbildung von 17 neuen staatlich anerkannten Pflegefachhelferinnen und -helfern  im Landkreis Haßberge ging vor wenigen Tagen erfolgreich zu Ende.
Die einjährige Ausbildung von 17 neuen staatlich anerkannten Pflegefachhelferinnen und -helfern im Landkreis Haßberge ging vor wenigen Tagen erfolgreich zu Ende.
Foto: Symbolfoto: pixabay/truthseeker08
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Haßfurt – Die ersten Kranken- und Altenpflegehelfer aus dem Landkreis Haßberge haben den erfolgreichen Einstieg in Pflegeberufe geschafft.

Die einjährige Ausbildung von 17 neuen staatlich anerkannten Pflegefachhelferinnen und -helfern (Krankenpflege beziehungsweise Altenpflege) ging vor wenigen Tagen erfolgreich zu Ende. Das teilen die Haßberg-Kliniken mit. Neben einer zentralen, landesweiten schriftlichen Prüfung absolvierten die Prüflinge auch einen praktischen sowie mündlichen Teil. Dies wurde im Rahmen der Examensfeier in den Räumlichkeiten des Leopoldina-Krankenhauses Schweinfurt, welches gemeinsam mit den Haßberg-Kliniken als Träger der Berufsfachschule fungiert, feierlich gewürdigt.

Es war der erste gemeinsame Kurs von angehenden Krankenpflegehelferinnen und Altenpflegehelfern in der Region.

Als eine von zwei Berufsfachschulen für Pflegehilfe in Unterfranken nimmt die Berufsfachschule für Pflege namens „Carereer“ am entsprechenden Modellprojekt des bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus teil. Dabei wurden acht Azubis im Leopoldina-Krankenhaus, fünf in den Haßberg-Kliniken, zwei im St.-Elisabeth-Seniorenzentrum und ein Auszubildender im Friederike-Schäfer-Heim ausgebildet und gemeinsam an den Schulstandorten von „Carereer“ in Schweinfurt und Haßfurt beschult.

„Dass auf dem Arbeitsmarkt ein hoher Bedarf an Pflegepersonal mit beruflicher Mindestqualifikation besteht, ist kein Geheimnis“

„Dass auf dem Arbeitsmarkt ein hoher Bedarf an Pflegepersonal mit beruflicher Mindestqualifikation besteht, ist kein Geheimnis“, bekräftigte Schulleiter Dirk Niedoba in seiner Rede. Diese Form der Ausbildung stelle für ausbildungswillige Jugendliche und jung gebliebene Menschen eine große Chance dar und vermittle Kompetenzen, die für die Basisversorgung kranker und pflegebedürftiger Menschen unter Anleitung und Verantwortung von Pflegefachkräften benötigt werden. Zudem stelle sie einen guten Einstieg in den Pflegeberuf dar. Dass diese niedrigschwellige Ausbildungsmöglichkeit inzwischen eine Renaissance erlebt, bestätigten auch Michael Müller, Pflegedirektor des Leopoldina-Krankenhauses, und Dominic Greim, stellvertetender Pflegedienstleiter der Haßberg-Kliniken.

Das Interesse an den Pflegekursen des Modellprojekts ist riesengroß

Seit der Einführung vor vier Jahren konnte die Anzahl der Auszubildenden jeweils jährlich um 40 Prozent gesteigert werden und auch der nächste Kurs ab 1. September dieses Jahres ist mit 30 Teilnehmenden ausgebucht. Voraussichtlich wird das Angebot deshalb 2023 auf zwei Kurse mit Ausbildungsstarts am 1. April sowie am 1. September ausgeweitet werden.

„Es war ein turbulentes, aber auch überaus erfolgreiches Jahr für uns alle“, freute sich Klassenleiterin Sandra Preszler in ihrer Ansprache. Die maßgeblich an der Weiterentwicklung dieses Kursangebots beteiligte Lehrerin zeigte sich stolz, dass die Auszubildenden im Alter von 16 bis 59 Jahren aus unterschiedlichen Ländern, Schulen und mit verschiedenen Lebensläufen die Prüfung mit Bravour bestanden hätten.

Preis des Freistaats für besondere Leistungen bei der Pflegeausbildung

Bei der anschließenden Zeugnisübergabe wurden drei junge Damen mit einem Preis des Freistaats für besondere Leistungen geehrt: Marina Sertl, die ihre Ausbildung in den Haßberg-Kliniken erhielt, schaffte die Traumnote von 1,0 ebenso wie Annika von Kroge vom Leopoldina-Krankenhaus; Saziye Kraft vom Friederike–Schäfer-Heim wurde zur Abschlussnote 1,2 beglückwünscht. Weitere Ehrungen mit Noten bis 1,9 erhielten Karina Wolf vom BRK-St.-Elisabeth-Seniorenzentrum sowie Evelin Weiß und Lakshay Ghai vom Leopoldina-Krankenhaus.

Die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen der Ausbildung zur Kranken- und Altenpflegehilfe mit Schulleiter Dirk Niedoba (rechts) und Klassenleiterin Sandra Preszler (Zweite v. links)
Die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen der Ausbildung zur Kranken- und Altenpflegehilfe mit Schulleiter Dirk Niedoba (rechts) und Klassenleiterin Sandra Preszler (Zweite v. links)
Foto: Karin Kramer

„Sie haben heute nicht ausgelernt, sondern letztendlich einen weiteren Schritt auf dem Weg des lebenslangen Lernens gemacht, einem Weg, auf dem wir Sie begleiten durften“, betonte Schulleiter Dirk Niedoba abschließend. Dies scheint durchaus gelungen zu sein, denn zehn der Absolventen starten am 1. September direkt in die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau/zum Pflegefachmann bei „Carereer“. Alle anderen haben einen Arbeitsplatz bei den Trägern oder in der Region gefunden.

2023 werden womöglich zwei Kurse angeboten – wo sich Interessierte informieren können

Informationen zu den Ausbildungsmöglichkeiten an der Berufsfachschule für Pflege „Carereer“ erhalten Interessierte online unter carereer.de.

Lesen Sie weitere Beiträge zum Thema Pflege:

Lesen Sie mehr zu folgenden Themen:
Inhalt teilen

Oder kopieren Sie den Link: