Regionalentwicklung
„Damit der Wandel in Mainfranken gelingt“
Vorsitzende, Geschäftsführer und Ratsmitglieder der Region Mainfranken GmbH bei ihrer Sommersitzung
Vorsitzende, Geschäftsführer und Ratsmitglieder der Region Mainfranken GmbH bei ihrer Sommersitzung
Foto: Daniel Peter
LKR Haßberge – Wie der Landkreis Haßberge vom Zusammenschluss mit anderen Akteuren der Region Mainfranken profitiert.

Er ist die zentrale Plattform für aktives und gemeinsames Handeln zum Wohle der Regiopolregion Mainfranken: der Rat der Region. Aus dieser Funktion heraus haben die in diesem Gremium vereinten Akteure aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung in ihrer Sitzung in Schweinfurt erneut wichtige Weichen für die Zukunft Mainfrankens gestellt.

Worum geht es den Verantwortlichen?

„Wichtig ist es, dass die politischen Akteure diese nachhaltig und meinungsstark auf Ebene der Ministerien in Berlin und München platzieren und damit deren Realisierung forcieren“, sagte Landrat Wilhelm Schneider, Vorsitzender der Region Mainfranken GmbH, bei dem Treffen.

Das betrifft einer Pressemitteilung zufolge unter anderem den Bereich Forschung und Entwicklung. Von der Ansiedlung von Forschungsinstituten und neu gegründeten Zentren für Künstliche Intelligenz an der Universität Würzburg und an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt profitiere langfristig auch die mainfränkische Wirtschaft.

Künstliche Intelligenz

„Wir möchten mit Wissenstransfer aus der KI-Forschung in die vielfältigen Anwendungsgebiete unserer Unternehmen den gesamten Wirtschaftsstandort stärken“, sagte Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt, stellvertretender Vorsitzender der Region Mainfranken GmbH.

Welche Themen oder Einrichtungen gehören noch dazu?

Das Zentrum für Telemedizin in Bad Kissingen und die Technologietransferzentren für Elektromobilität in Bad Neustadt und Polymere in Haßfurt. Dort wollen die Verantwortlichen „am Ball bleiben“.

Mit dem gewählten Tagungsort im Neubau der Fakultät für Wirtschaftsingenieurwesen am Ledward Campus wolle man bewusst auf die rasante Transformation der Arbeitswelt aufmerksam machen. Die Unternehmerstruktur in der Regiopolregion Mainfranken sei vor allem durch ihre vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen, Zulieferer und Hidden Champions des produzierenden Gewerbes geprägt. Zahlreiche Unternehmen wiesen dabei einen direkten oder indirekten Bezug zur Automobilindustrie auf.

Netzwerk gegründet

So sei die Regiopolregion besonders von der Transformation in Bezug auf die Mobilitätswende und die Digitalisierung betroffen. Um diesen langwierigen Wandel zu begleiten und Unternehmen zu unterstützen, hat die Region Mainfranken GmbH „MaKoMA“, das mainfränkische Kompetenznetzwerk für Maschinenbau und Automotive, initiiert.

Und wie geht es weiter?

Mit Fördermitteln aus dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie wollen sich in den nächsten Jahren mainfränkische Bildungsträger und Unternehmen im Rahmen der Kooperation gegenseitig unterstützen und fit für den Wandel machen.